Freisinger Amtsbücher

Cozroh-Codex - Regesten

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von Adelheid Krah

Papierblatt Beschreibung der Handschrift von Karl Roth vom 15. 6. 1870.
Vorgeheftete Folia
f. 1v u. 2 Pergamentstreifen mit Namenlisten, Hand des 15. Jahrhunderts.
f. 3 „Beneficium Rihhonis“.
Nutzungsvertrag von Schenkungsbesitz in Schrobenhausen (Gde., Lkr. Neuburg-Schrobenhausen) für Gf. Richo gegen Jahreszins von drei Silberschillingen zu Martini. Der Besitz wurde an Freising von der „matrona Tagani“ tradiert, 824 VII 19; Nachtrag (TF 509). – Lit.: Jahn, DB 529.
f. 3v Verzeichnis der Traditionen der Amtszeit Bischof Josephs, 15 Titel (TF II, Kapitelübersicht 2-3 ).
f. 4 - 5v Verzeichnis der Traditionen der Amtszeit Bischof Arbeos, 82 Titel, auf zwei folia (TF II, Kapitelübersicht 3-5 ).
f. 6v - 7v „Traditio Haholti et filii eius Arnonis“, 758 V 25, St. Zeno Kloster Isen (Gde., Lkr. Erding); Nachtrag (TF 11 ). – Absicherung der geistlichen Ausbildung Arns, des späteren Erzbischofs von Salzburg, durch seinen Vater. – Lit.: Störmer, Der junge Arn 9-17. Dem Nachtrag kommt keine singuläre Bedeutung für die Anlage des Codex zu, vgl. Krah, Cozroh 420 (pdf), anders Brown, Unjust seizure 33f. (nach Jahn).
f. 8/2 Nachträge von Traditionen der Bf. Nitker (1039-1053) und Ellanhard (1053-1078). Lit.: Krah, An der Schwelle zur Institutionenbildung (pdf).
Cozroh-Codex
f. 2v - 4 Prolog Cozrohs. Lit.: Krah, Cozroh 409, 420 (pdf).
f. 4 Ende des Prologs „domino adiuuante hoc opus exorsus est“. – Nachtrag eines Gerichtsurteils zugunsten von Bf. Erchanbert in Ottmarshart (Gde. Indersdorf, Lkr. Dachau); Pilgrim gibt offenbar unrechtmäßig beanspruchten Erbbesitz seines Vaters zurück; 848-853 X 14 (TF 702 ). – Lit.: Diepolder, Aribonen 101f. zur Pilgrimfamilie.
f. 4v Bischofsliste von Corbinian bis Egilbert (1006-1039) mit Einträgen zu Traditionen.
f. 5 - 8v Verzeichnis der Traditionen der Amtszeit Bischof Attos, 200 Titel auf 4 folia (TF II, Kapitelübersicht 5-10 ) . – Lit.: Krah, Cozroh 420 (pdf).
f. 9 „Traditio Tassilonis ducis de Erchinga“, 750 VII 3. Initienblatt (TF 5 ). – Hz. Tassilo schenkt Güterbesitz „ad Feringas“, Oberföhring (Teil des 13. Stadtbezirks v. München) ebenso Alfrid mit seinen Brüdern aus dem Besitz der Fagana. – Zur Genealogie der Feringa sowie zum gleichnamigen Fiskalort s. Störmer, Früher Adel 48f. und Jahn, DB 303. Der Name Fagana bezeichne ein Merkmal der Sippe und bedeute „die Fröhlichen“, Störmer, Früher Adel 47 und Jahn, DB, Register 662. Inhaltlich bei Krah, Cozroh 414 (pdf); zur gentil definierten Herzogstitulatur „gloriosissimus Tassilo dux baioariorum“ Erkens, Summus princeps 31. Nach Sturm, Preysing 223, wurde damals der Grundstock der späteren reichsunmittelbaren freisingischen Grafschaft Ismaning (heute eine Gemeinde im Landkreis München) geschaffen; Ort Erching (Gde. Hallbergmoos, Lkr. Freising); Bf. Joseph v. Freising “pastor et rector dominicarum ovium” (748-764).
f. 14v „De conquisitione domni Josephi episcopi et traditione Oatiloni ducis et aliorum fidelium virorum ad domum sancti Zenonis in loco quod dicitur Isana“ (TF 4 ). – Gründung des Gotteshauses des hl. Zeno, des späteren Kloster Isen (Gde., Lkr. Erding) durch Bischof Joseph, Ausstattung durch Hz. Odilo und eine adelige Stiftergemeinschaft. – Lit.: Detailliert zur Stiftergemeinschaft bei Störmer, Adelsgruppen 122-130; Jahn, DB 214-216.
f. 16 - 16v „Traditio Oatiloni et Tassiloni de Hasalpah“. Herzogsurkunde (TF 3 ). Renovatio der Traditio Hz. Odilos von Haselbach (Gde. Bockhorn, Lkr. Erding) durch Tassilo III., zugleich Memorialstiftung für seinen Vater. – Lit.: Jahn, DB 152.
f. 16v „Traditio Dauid de Mammindorf“, ca. 758-763 III 15 (TF 12). David schenkt an die Kirche der Heiligen Michael, Andreas und Johannes des Täufers „et ad omnium sanctorum quorum reliquias ibi honorifice requiescunt“ in Puch zwei Drittel seines Erbbesitzes in Mammendorf a.d. Maisach (Gde., Kreis Fürstenfeldbruck). Heiltumsschatz wohl aus Italien, Siedlungskammer Puch-Mammendorf; David wohl ein Huosier, verwandt mit Reginperht, dem Gründer des Klosters Scharnitz bei Mittenwald (Gde., Lkr. Garmisch-Partenkirchen). – Lit.: Störmer, Adelsgruppen 82-84; ders., Mammendorf 39f., Jahn, DB 349-352, 463.
f. 18v „Traditio Moatberti de Zollinga“, 743 IX 12 (TF 1 ). Moatbert schenkt Bischof Ermbert von Freising (730?-748) für sein Gotteshaus Erbbesitz in Zolling (Gde. Zolling, Lkr. Freising). Wichtiges Dokument der Herzogsherrschaft Odilos, der die Schenkung bestätigte und bekräftigte – „Oatilone duce confirmante“ – sowie für die Anfänge des Bistums Freising. Datierung und Verortung überliefern den Herzogstitel. – Lit.: Jahn, DB 152.
f. 19v „Traditio Amilonis de Uolfperhteshusun“, 748 II 12 (TF 2 ). Amilo schenkt von seinem Vater Uuolfperht ererbten Besitz zu Wolfertshausen (Gde. Gerolsbach, Lkr. Pfaffenhofen) an Freising in Anwesenheit von Hz. Odilo und Bf. Joseph in Ampermoching (Gde. Hebertshausen, Lkr. Dachau). Da die am 12.02.748 ausgestellte Urkunde bereits von Tassilo als „dux Baioariorum“ bestätigt wird, muss um diese Zeit der Wechsel in der Herzogsherrschaft stattgefunden haben. Nach Jahn gehörten Uuolfperht und Amilo zur Sippe der Mochinger, die einer bayerischen „genealogia“ ebenbürtig wäre. – Lit.: Jahn, DB 151; zum späteren Mochinger Besitzkomplex Störmer, Früher Adel 391.
f. 23 - 24v „Traditio Poaponi de Uuihse uel ad Holze“, 765 V 17 (TF 23 ). Schenkung des „uir nobilis Poapo“. – Lit.: Störmer, Adelsgruppen 96, 104, 108; Prinz, Frühes Mönchtum 549f., Jahn, DB 323f.; zum Ort Holzen a.d. Attel (Gde. Aßling, Lkr. Ebersberg), Mayr, Ebersberg 25f., 60, 65, 67, 69, 369.
Arbeo
f. 25 - 25v (Arbeo nr. 1) „Traditio Ortlaipi de Helpindorf“, 772 X 7 (TF 50 ). Initienblatt der Urkunden der Bischofszeit Arbeos. Ortlaip, Mönch im Chiemseekloster, schenkt seine Emmeramskirche in Kleinhelfendorf (nicht: Großhelfendorf wie in TF 50 angegeben) (Gde. Aying, Lkr. München) an Freising. – Lit.: G. Mayr, Zur Todeszeit des heiligen Emmeram und zur frühen Geschichte des Klosters Herrenchiemsee. Bemerkungen zur Schenkung des Ortlaip in Helfendorf, ZBLG 34, 1971, 358-373, Jahn, DB 147f. u. 247 zu den im Text genannten langobardischen „aldiones“; zu Arbeo s. Glaser, Bischof Arbeo von Freising 11-76.
f. 25v - 26v (Arbeo nr. 2) „Traditio Hiltipranti de Truhtaringun“, 772 IX 13 (TF 49 ). Der nach einem Sturz vom Pferd durch eine Kopfverletzung dem Tode nahe und von den Ärzten bereits aufgegebene Hiltiprant schenkt mit Zustimmung Hz. Tassilos III., der auch sein Verwandter ist, von ihm erhaltenen Lehensbesitz in Trudering (Trudering-Riem, Stadtteil von München ) an Freising als eigene Memorialstiftung. Charta mit illustren geistlichen Zeugen. Dieser Lehensbesitz war einst einem Cotefrid entzogen worden – „suis amisit culpis ut Baioariorum continet lex atque pactus“. – Lit.: Jahn, DB 478, hält Hiltiprand für einen Teilnehmer des Karantanenfeldzuges von 772; Störmer, Adelsgruppen 26f.
f. 28 - 28v (Arbeo nr. 4) „Traditio Rihperhti de Ilmina et Heiminhusir”, 772 VIII 18 (TF 46a ). Rihperht schenkt sein mütterliches Erbe zu Ilmmünster (Gde., Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm), Haimhausen (Gde., Lkr. Dachau) und an anderen Orten an das Hochstift Freising als Memorialstiftung für seine Familie und das Herzogspaar.
f. 28v - 29 (Arbeo nr. 4) Hunperht, der Bruder Rihperhts, schließt sich am 28.08.772 dieser Schenkung an (TF 46b). – Lit.: W. Störmer, Zur Geschichte von Kloster und Stift Ilmmünster. In: H. Dannheimer (Hg.), Die Chorschranken von Ilmmünster (Zürich 1989) 35-46.
f. 29 - 29v (Arbeo nr. 5) Der Sohn Totos, Scrot, übergibt mit Zustimmung des Vaters am 05.07.776 (772) auf dem Totenbett seinen Allodialbesitz. Anläßlich der Seelenmesse am 12. VIII. 776 (772) in der Freisinger Bischofskirche bestätigt Toto im Beisein und mit Zustimmung der gesamten Verwandtschaft („parentorum turma“) und des Freisinger Klerus diese Schenkung von Besitz an der Isen, im Gebiet von Tegernbach und an der Pfettrach sowie weiterer vier von namentlich genannten Kolonen bestellten Wirtschaftseinheiten; 776 VIII 12 (TF 72 ). – Lit.: Jahn, DB 488f. mit Dat. auf 772 (aufgrund anderer Chronologie der Herrscherjahre Tassilos III.) – „in anno XXVIIII regni domni Tassilonis ducis Baioariorum“.
f. 30 (Arbeo nr. 5) Uuago, Mitglied der Sippe Totos, schenkt am selben Tag seinen Erbbesitz für das eigene Seelenheil und das seiner Vorfahren, 776 VIII 12 (TF 72 ). Die Originale schrieb Sundarheri. – Lit.: Jahn, DB 489.
f. 39 - 39v (Arbeo nr. 18) „Traditio Fater de Prisinga et Salomonis presbiteri de Aittarpah, 782 XII 13 (TF 105). Fater schenkt eine Eigenkirche aus väterlichem Erbe zu Langenpreising (Gde., Lkr. Erding) an Freising; es handelt sich hierbei wohl um den Hofgeistlichen Hz. Tassilos, was die Qualitätsbestimmung des Ortes „in villa publica prisingas“ als Herzogsgut erklärt. - Lit.: Prinz, Frühes Mönchtum 425f., Sturm, Preysing 54f., 181ff., Störmer, Früher Adel 384.
f. 39v Traditionsnotitia der Schenkung des Priesters Salomon an die Freisinger Stephanskirche.
f. 39v - 40v (Arbeo nr. 19) „Traditio Totonis“, 777 XI 16 (TF 86 ). Erbteilung Totos mit seinen Söhnen sowie die Bestätigung der Schenkung seines Bruders Scrot mittels Gerichtsentscheidung in Freising in Anwesenheit der Bischöfe Virgil von Salzburg, Arbeo von Freising und Oadalhart (von Neuburg ?). – Lit.: Störmer, Gerichtsprozesse 258, G. Mayr, Ein Erbstreit im Jahr 777, in: Amperland 9. Jg. 1 (1973) 337-340; Jahn, DB 404-407 zu Oadalhart Bischof in „Nova civitate“.
f. 40v - 41 Protokoll aus der Amtszeit Bf. Arbeos zum Rechtsstatus der von Uualdker und seinem Sohn, dem Priester Kerolt, erbauten, von einer Stiftergemeinschaft ausgestatteten, einst von Bf. Joseph dem hl. Petrus geweihten Eigenkirche an der Würm. Die spätere Ausstattung mit dem Erbbesitz Kerolts und dessen Traditio der Kirche an Freising wurde nach seinem Tod von seinem Bruder, dem Priester Lantfrid, vor Bf. Arbeo bestätigt. Dat. ca. 772-780 (TF 54 ). – Lit.: Jahn, DB 312-314; Reitzenstein, Frühe Geschichte um München 141, Mayr, Ebersberg 89.
f. 42 - 42v (Arbeo nr. 22) Notitia des Erwerbs von Land in Eching durch Kauf und Schenkung durch Bf. Arbeo von Crimperht und seiner Mutter Hiltisnota. Das Rechtsgeschäft wurde am 8. Mai vor Ort in Eching (Gde., Lkr. Freising) getätigt und am 14. Mai am Altar der Bischofskirche beendet. Datierung ohne Jahresangabe (TF 81 ). Lit.: Zum Faganen Crimperht und diesem Rechtsgeschäft bei Störmer, Früher Adel 136.
f. 44 - 45 (Arbeo nr. 26) Albunia schenkt mit Zustimmung ihres Sohnes Karolus und weiterer Söhne den ihr durch Los mit ihrer Schwester zugefallenen väterlichen Erbbesitz in Langenpettenbach (Gde. Markt Indersdorf, Lkr. Dachau) an Freising als Memorialstiftung für sich und ihre Eltern Erchanfrid und Deotrata. Als Verwandte Bischof Arbeos, hier in der latinisierten Namensform „Heres“, sichert sie ihrem Sohn Karolus die Nutzungsrechte an diesem Schenkungsbesitz – „excepto quod episcopus Heres pietate atque parentelle nexibus motus quod in beneficium ipsam donationem Karoloni iam praenotati a praenotate genetricis dei concedimus“; 772 VIII 12 (TF 44 ), Charta. – Lit.: Jahn, DB 414f., 446f.
f. 48v (Arbeo nr. 31) „Traditio Sikifridi de Eparmunteshusir“, 769 II 24 (TF 31 ). Sigifrid und sein Sohn Erchanfrid schenken Besitz zu Ebertshausen (Gde. Odelzhausen, Lkr. Dachau). Lit.: Jahn, DB 323f.; Störmer, Adelsgruppen 31-33.
f. 50v (Arbeo nr. 33) „Traditio Sundarheri de Stroagun“ (TF 82 ). Frühe Notitia. Zur Person: Störmer, Sundarheri scriptor 17-25.
f. 55 - 56 (Arbeo nr. 42) „Traditio Machelmi de Polasinga“, 776 IX 8 (TF 74 ). – Machelm, einer der mächtigsten Männer Bayerns und östlich des Rheins (Wolfram, Mitteleuropa 134), verfügte über eine eigene Kanzlei (vgl. seinen hier genannten Schreiber „Uuatto presbiter“) und urkundete in Wels (PB, OÖ, A). Als Vertrauter Hz. Odilos beherrschte er offensichtlich den bayerischen Ostraum und war von ihm mit erblichem Besitz beschenkt worden. Dieser begegnet hier als Traditio an Freising in Form einer Memorialstiftung. Feierliche Charta. – Lit.: Jahn, DB 325f.: Machelm ist wohl in den Salzburger „Breves notitiae“ gemeinsam mit seinem Bruder Uuenil genannt; hierzu bereits Sturm, Preysing 244; vgl. Loek, Breves notitiae 13, S. 105; vor allem begegnet er als Tradent für das Kloster Mondsee (PB Vöcklabruck, OÖ, A) in TM 1, 4, 16.
f. 60v (Arbeo nr. 51) Kurze Notitia der Schenkung des Priesters Uualtrich von Wald und Land in „Hohinperc“/ Hohenbercha (Gde. Kranzberg, Lkr. Freising) in Anwesenheit des gesamten Klerus der Bischofskirche. Datierung 776 IX 2 (TF 73).
f. 62 (Arbeo nr. 54) „Traditio Muniperhti et Adalnia de flumine Uuirma“, 772 XII 20 (TF 52 ). Muniperht und seine Mutter Adalnia schenken gemeinsam die von ihnen errichtete Eigenkirche, die Salvatorskirche an der Würm, an die Bischofskirche der Jungfrau Maria auf dem Freisinger Burgberg. Der Rechtsakt erfolgte in der „uilla Uuirma vocitante“ und der dortigen Salvatorskirche. – Lit.: Jahn, DB 313.
f. 64v Unten mittig: Lagenkustode VII. Die VIII. Lage der Handschrift fehlt heute. Die Texte sind nach der Kopie des Conradus Sacrista um 1187, rekonstruierbar; vgl. dazu die Übersicht bei Jahn, Virgil 281 entsprechend der Edition von Bitterauf .
f. 66 (Arbeo nr. 74) „Traditio Hroadheri de Suuindaha vel Pohloh seu Anonis de Prisinga“, 765 XI 5 (TF 24 ). Schreiber des Originals ist Sundarheri; früheste Korbiniansnennung für Freising . – Lit.: Störmer, Sundarheri 18.
f. 69 (Z. 15) „Sundarheri...conscripsi“ – der Schreiber des Originals; kopiale Niederschrift von Cozroh.
f. 69 (Z. 17) (Arbeo nr. 78) „Traditio Friduperhti presbiteri de loco Otingas“ (TF 162 ).
f. 69v (Arbeo nr. 79) „Traditio Hugiperhti de Holzhusir“ (TF 87 ). Notitia (Cozroh).
f. 70 - 70v (Arbeo nr. 81) „Traditio Sigiperhti Chreidorf“, 772 VII 5 (TF 43 ). Der Priester Sigiperht überträgt der Kirche der hl. Maria in Freising alle Besitzrechte und den Schutz seiner ererbten und durch Kauf erworbenen Besitzungen in „Chreidorf“ an der Isen. – Entgegen Reitzenstein 164f. ist der Ort nicht mit Maximilian, Gde. Kraiburg am Inn (nach St. Maximilian zu Niderkraidorf) zu identifizieren, da die Urkunde „Chreidorf“ „iuxta ripam flumine qui dictur Isna“, an der Isen lokalisiert.
f. 71 - 72 (Arbeo nr. 83) „Traditio Helzuni de Zidalpach et filii eius Siluestri“, Freising 772 IX 8 (TF 48 ). Helzuni schenkt seinen Erbbesitz in der Gemarkung Zeitlbach mit Zustimmung Hz. Tassilos. An der Schenkung ist die gesamte Familie Helzunis beteiligt, der Sohn Siluester, der gemeinsam mit dem Vater den Rechtsakt vollzieht, die Gemahlin Odalhilt, deren Zustimmung offenbar nach langobardischen Rechtsvorstellungen für die Schenkung notwendig war, und die Tochter Hiltimaria. Die Nutzungsrechte sollten in der Familie bis zum Tod des Letztversterbenden bleiben – „et nos ad finem vitae nostrae prestaria vice usitamur in beneficium de domo sanctae Mariae sine censum“; Charta, im Original mit dem Handzeichen Hz. Tassilos, "iudente Tassilone et manu propria confirmante", und Virgil von Salzburg als erstem Zeugen. – Lit.: Jahn, DB 487f.
f. 72 (Z. 3) Ende der Traditionen der Amtszeit Bf. Arbeos, geschrieben von Cozroh.
f. 72 „Traditio Uuolfharii ad Hage“, 804 VII 20 (TF 198 ). Nachtrag um 840 nicht von Cozroh geschrieben.
Atto
f. 73 (Atto nr. 1) „In nomine domini incipiunt traditiones de temporibus Attonis episcopi inprimis de campo Gelau quod dicitur India“, 769 (TF 34). Initienblatt. Hz. Tassilo III. schenkt den Ort Innichen an Abt Atto von Scharnitz zum Zweck der Slawenmission. Ausfertigung des Originals in Bozen durch die hzl. Kanzlei. – Lit.: E. Zöllner, Der bairische Adel und die Gründung von Innichen, MIÖG 68, 1960, 362-387; Jahn, DB 423-425, zu den Zeugen Kislolt u. Jubeanus der Subskriptionsliste auf f. 73v ders., 274.
f. 73v - 75 (Atto nr. 2) „Traditio Altigunda de Alpicha“, 808 VI 27 (TF 278). Schenkung mit Präkarienvertrag: Altigund schenkt Besitz zu Albaching und erhält dort das Benefizium des Priesters Cotahelm. – Lit.: Krah, Cozroh 417 (pdf).
f. 95 - 95v (Atto nr. 44) „Traditio Uueltoni et Pilihilta coniugis”, 790 IV 28 (TF 127b). Notitia der Schenkung eines Bethauses zu Altham (Kirchdorf, Gde. Erding, Lkr. Erding) durch das Ehepaar Uuelto und Pilihilt. Auffällig ist die Datierung nach dem 2. Jahr der Absetzung Hz. Tassilos „Actum est haec IIII. kal. mai. in secundo anno translatus est Tassilo dux de regno suo“. Vgl. dazu auch die auf f. 158v - 159 (Atto nr. 177) im Codex wesentlich später inserierte Charta über dieses Rechtsgeschäft, in welcher der Text der Notitia geglättet wurde: Vom Bethaus in Altham ist nicht mehr die Rede und datiert wurde nach Karl d. Gr.: „Haec autem factum est die consule quod facit IIII. kal. mai. anno secundo quod domnus rex Carolus Baiuariam adquisiuit ad (sic!) Tassilonem clericauit“ (f. 159). – Lit.: Krah, Cozroh 415f. (pdf).
f. 97 (Atto nr. 50) „Traditio Deotlinda de Neritinga”, 788 X 1 (TF 120). Deotlind schenkt ihren Besitz zu Nörting (Gde. Kirchdorf a.d. Amper, Lkr. Freising) als Memorialstiftung an Freising. Basis der späteren Gründung der Martinskirche in Nörting (Störmer, Früher Adel 141 u. 369). Frühestes Dokument des Herrschertitels Karls d. Gr. in der Handschrift: „regnante domno magnifico atque glorioso Karolo rege Francorum atque Longobardorum seu patricio Romanorum anno XX“ (f. 98); vgl. Krah, Cozroh 416 (pdf).
f. 108v (Atto nr. 76) „Traditio Hadumari seu Helmuuini”, ca. 804-808 (TF 213). Votivstiftung eines Hofes zu Frauenvils (Gde. Taufkirchen/Vils, Lkr. Erding) durch den Grafen Helmuuin und seinen Sohn.
f. 111 - 111v (Atto nr. 82 u. 83) „Traditio Starcholfi et Hiltolfi filius eius“, 804 II 13 (TF 194).
„Census eorum uel traditio“, 804 II (TF 195). Schenkungen an das Hochstift gegen Präkarienvertrag der Kirche zu Aßling (Gde., Lkr. Ebersberg). – Lit.: G. Mayr, Ebersberg, 368, vgl. Ortsverzeichnis 389.
f. 115 (Atto nr. 92) „Causa Hunkeri presbiteri de Piparpah“ (TF 234). Die Martinskirche zu Biberbach war demnach Besitz des ersten Freisinger Bischofs Ermbert (730?-748). Ort: Biberbach (Gde. Röhrmoos, Lkr. Dachau) 4 km nördlich von Ampermoching (Gde. Hebertshausen, Lkr. Dachau). Lit.: Jahn, DB 149-152, zur Siedlungskammer am Biberbach.
f. 115v „Conuenientia Attonis cum uiris qui uocantur Mohingara“ (TF 235). Gerichtsentscheidung im Kontext zu Atto nr. 92 verschriftlicht: Die Leute von Moching unterliegen im Prozess um ihre Eigenkirche in Biberbach und verzichten auf ihre Ansprüche. – Lit. zur frühen Adelsherrschaft der „uiri qui uocantur Mohingara“ im Siedlungsland Feldmoching (Stadtteil v. München), Ampermoching (Gde. Hebertshausen, Lkr. Dachau) u. Biberbach (Gde. Röhrmoos, Lkr. Dachau): Störmer, Früher Adel 49f.; Jahn, DB 149-151.
f. 116 - 117v Priestertraditionen
f. 116 (Atto nr. 93) „Uuafanheri presbiter de Filusa“ (TF 269). Der Priester Uuafanheri schenkt seinen in Frauenvils (Gde. Taufkirchen/Vils, Lkr. Erding) erwirtschafteten Besitz an Freising.
f. 116v (Atto nr. 95) „Traditio Uuolchrati et Heripald presbiteri“ (TF 113). Die Priester Folchrat und Heripald schenken ihr Waldkirchlein an der Vils. – Lit.: Sturm, Preysing 93ff.
f. 117v (Atto nr. 94) „Radolt presbiter ad Feldmohingun” (TF 220). Der Priester Ratolt bestätigt die Schenkung seines Besitzes zu Feldmoching (Stadtteil v. München). – Lit.: Störmer, Früher Adel 50.
f. 118v (Atto nr. 101) „Alpkis de Filusa“ (TF 136). Alpkis von Frauenvils (Gde. Taufkirchen/Vils, Lkr. Erding) schenkt ihren dort ererbten und erwirtschafteten Besitz.
f. 120 (Atto nr. 104) „Traditio Folchmar Rathelmesdorf“, 804 XII 2 (TF 204). Memorialstiftung.
f. 133 - 136 (Atto nr. 133, 134, 135, TF 19, 53, 45b) Gründungsurkunden der Klöster Scharnitz (PB Innsbruck-Land, Tirol, A), (763 VI 29) und Schlehdorf (Gde., Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen), (722 VIII 18). - Das abgekommene Kloster Scharnitz lag vermutlich im heutigen Klais (Gde. Krün, Lkr. Garmisch-Partenkirchen) oder in der Gegend von Mittenwald (Lkr. Garmisch-Partenkirchen); "in solitudine Scarantiense" war die Bezeichnung des gesamten Landschaftsraumes. -  Lit.: ANB Österreich, 974; Jahn, DB 409ff.; Krah, Der Transfer von Urkundenbeständen 24-32.
f. 136 - 136v Protokoll vom „placitum“ zu Buchenau, 827 VIII 21 (TF 548). Bf. Hitto und Gf. Uuillihelm bestimmen die Slawengrenze am Zinbach beim Gotteshaus Buchenau (Pfarre Buchenau PB Linz OÖ.A); Nachtrag.
f. 137 - 144 (Atto nr. 137-142) Streitfälle und Gerichtsentscheidungen
f. 143v - 144 (Atto nr. 141) „Contentio Attonis cum Rumoldo et fratribus eius“, 807 VII 16 (TF 258). Gerichtstag Ebf. Arns v. Salzburg u. der Gf. Orendil u. Amalrih im Kloster Gars am Inn.
144v - 146 (Atto nr. 143) Gerichtsentscheidung, 806 XII 15 (TF 227). Gerichtstag der „missi dominici inprimis Arn archiepiscopi“ im königlichen Fiskus Ötting.
f. 145 - 156 (Atto nr. 147-171) Streitfälle und Gerichtsentscheidungen
f. 156v - 157 (Atto nr. 172) Aso schenkte 807 Besitz zu Mammendorf und erneuerte diese Schenkung im folgenden Jahr am 15.08.808. Die Notiz am linken und oberen Rand bringt die namentliche Nennung der offensichtlich bei der Kopie dieser Traditionsnotitia vergessenen, jedoch von Aso und seiner Gattin Engilrihc mitgeschenkten, den Besitz bewirtschaftenden „mancipia“, darunter eine Meripurc (TF 264 und TF 503). Vgl. die weitere Renovatio der Schenkung durch Aso im Jahr 824, kurz vor seinem Tode auf f. 307 - 307v (Hitto nr. 205, TF 502). – In beiden Rechtserneuerungen fungiert Spulit bei der Besitzübergabe als Zeuge bzw. als „legitimus missus“ der Freisinger Bischöfe.
f. 158v - 159 (Atto nr. 177) „Traditio Uueltoni et Pilihilt Altheim”, 790 IV 28 (TF 127a). Charta. Vgl. bei f. 95 (Atto nr. 44).
f. 160 - 165v (Atto nr. 190-199) Urkunden des Klosters Schlehdorf (Konvolut). – Lit.: Jahn, DB 408-448; Krah, Der Transfer von Urkundenbeständen 24-32. Schlehdorf, (Gde., Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen).
f. 160 (Atto nr. 190) „Traditio Attonis abbatis ad Cheanperc”, 772 VIII 18 (TF 45a). Beginn der Schlehdorf-Akten der Handschrift. Abt Atto tradiert den ihm überlassenen Erbbesitz Oadakers zu Kienberg an das Kloster mit Zustimmung Hz. Tassilos III. – Lit.: Nach Jahn, DB 428, wurde die Schenkung und ihre Erneuerung nicht in Kienberg sondern in Regensburg verbrieft; zu Scharnitz-Schlehdorf 408-448; der Text ist nicht von Cozrohs Hand.
f. 160v - 161 (Atto nr. 191) Der von Atto ernannte Abt Ellanod von Schlehdorf (zugleich Erzpriester in Freising) schenkt seinen Allodialbesitz in Fischen an sein Kloster. Diesen erhält wiederum sein Neffe Hericco zu Lehen gegen einen Jahreszins von 6 Denaren, wodurch eine Memoria für die Familie Ellanods finanziert wird. Musterbeispiel einer Charta. 809 VII 20 (TF 295). – Lit.: Zu Schlehdorf und Ellanod vgl. Jahn, DB 446-448.
f. 161v (Atto nr. 192) „Traditio Ortuni ad Grefoluingas“, 799-802 XI 26 (TF 179). Notitia einer Schenkung an das Kl. Schlehdorf. Memorialstiftung und Ausstattung der Eigenkirche in Gräfelfing (Gde., Lkr. München).
f. 163v (Atto nr. 197) „Traditio Gaioni in locis Poapintal”, 799 X 28 (TF 177). – Lit.: Störmer, Adelsgruppen 96 u. 108; G. Mayr, Ebersberg 61f. zur Landschaft Heitmeier, Inntal 248-252.
f. 164v - 165v (Atto nr. 198) Prozess gegen Lantfrid aus der Scharnitzer Stiftersippe, 802 VIII 4 (TF 184). – Lit.: Störmer, Gerichtsprozesse 260; Jahn DB 438f. Als „iudex“ fungiert Gf. Orendil. Zu diesem vgl. f. 191v (Hitto nr. 10, TF 313).
f. 165v - 166v (Atto nr. 199) Prozess gegen Reginperht aus der Scharnitzer Stiftersippe, 802 VIII 14 (TF 186). – Lit.: Störmer, Gerichtsprozesse 260, Jahn, DB 441. „Iudex“ ist Gf. Orendil.
f. 167v (Atto nr. 201) Drei Notitien zur Besitzausstattung der Kirche des hl. Zeno von Isen (Gde., Lkr. Erding); die Tradenten Freaso und Erchanpald sind zur Schenkergemeinschaft des Kloster Isen zu zählen (TF 289).
f. 168 - 169v (Atto nr. 202) „Traditio Erchanheri et Heriuuini presbiterorum“, 804 IX 16-810 I 8 (TF 200). Schenkungen und Rechtsgeschäfte des Priesters Erchanheri und seiner Sippe in der Siedlungskammer Oberalting (Gde. Seefeld, Lkr. Starnberg) und Etterschlag (Gde. Wörthsee, Lkr. Starnberg) (Aktenkonvolut, 7 Dokumente).
f. 171 - 173 Nachträge von Urkunden aus der Zeit Hz. Tassilos und den Jahren 791 und 792
f. 173 (Atto nr. 211) „De ecclesia Auuicozeshusir. De concilio notitia”, 791 IX 20 (TF 142). Gerichtstag in Lorch. Erbstreit der Huosier um die Martinskirche des genannten Ortes. Die missatische Gerichtsversammlung leitete Bf. Arn von Salzburg. – Lit.: Jahn, DB 332, 486 auch zum Ort; Stahleder, Eigenkirchen 2, 46; Störmer, Gerichtsprozesse 258f. Der Gerichtstag markiert den Beginn des Awarenfeldzuges Karls d. Gr.; der Ort ist nicht sicher identifizierbar, s. Fr. Hilble, Historisches Ortsnamenbuch von Bayern 4, Lkr. Pfaffenhofen a. d. Ilm, 1983, nr. 130; Mayr, Ebersberg 89 vermutet ein „Holzhausen“.
f. 173v-178 Ursprünglich unbeschrieben; Nachträge von Gerichtsentscheidungen der Amtszeit Bischof Hittos aus den Jahren 818, 822, 828. Mehrere Texte sind von Cozrohs Hand kopiert.
f. 173v-175 (Atto nr. 212) Nachtrag zu Hitto. Gerichtsurkunde des kaiserlichen Sendgerichts zu Allershausen (Gde., Lkr. Freising), 822 VIII 31 (TF 475). Im Streit um die Rechte an der Kirche zu Kienberg unterliegt Bischof Nidker/Nitker von Augsburg gegen Hitto. Lit.: Diepolder, Aribonen 107, zu Anthugi, dem „defensor“ Nidkers.
f. 175-176v (Atto nr. 213) Gerichtstag Hittos an der Pfettrach und in Allershausen (Gde., Lkr. Freising), 818 IX 15 (TF 401a, b, c). – Lit.: Störmer, Gerichtsprozesse 261.
f. 176v-177v (Atto nr. 214) Nachtrag einer Gerichtsentscheidung der Amtszeit Hittos. Placitum in Föhring (Oberföhring, Teil des 13. Stadtbezirks v. München) der Bischöfe Hitto von Freising und Baturich von Regensburg sowie der „missi dominici“ Hatto und Kisalhard. Adaluni verliert den Prozess um die Kirche zu (Hinter)Holzhausen; 822 IV 14 (TF 466). – Lit.: Brown, Unjust seizure 147f.
f. 179-184v Verzeichnis der Traditionen der Bischofszeit Hittos
Hitto
f. 187-193v Urkundenkonvolut, datiert nach den Kaiserjahren 812-814 Karls d. Gr.
f. 187 (Hitto nr. 1) „Traditio Deotcozi ad Richareshusum et Folmoti fratris sui”, 812 VI 12 (TF 303); Initienblatt. Beginn der Traditionen der Bischofszeit Hittos, Schenkung und Präkarienvertrag. Lit.: Krah, Cozroh 421, 424 (pdf). Reichertshausen (Gde., Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm). Vgl. auch TF 96, Traditionscodex_des_Conradus_Sacrista, f. 14: Die „femina religiosa Toza“ schenkt ihr Bethaus zu Reichertshausen, 779 VI 16 (Arbeo nr. 63) verlorene Lage VIII von Hochstift Freising Archiv 1. – Lit.: Störmer, Adelsgruppen 155f.
f. 187v (Hitto nr. 2) „Traditio Cundharti presbiteri ad Pleoningas et Liuthrammi”, 813 I 19 (TF 305). Cundhart und sein Neffe Liutram verschenken ihre Eigenkirche in Pliening (Gde., Lkr. Ebersberg). – Lit.: Krah, Cozroh 423 (pdf).
f. 188 (Hitto nr. 3) „Traditione Purcsona“, 812 V 7 (TF 302). Kurze Aufzeichnung der Schenkung von Eigenbesitz in Kleinviecht (Kirchdorf, Gde. Langenbach, Lkr. Freising) durch Purcson, die sich ein lebenslanges Nutzungsrecht vorbehält; Schreiber: Tagobert, Diakon.
f. 188v (Hitto nr. 4) Paldachar und seine Frau schenken gemeinsam Erbbesitz in Ismaning (Gde., Lkr. München), 814 II 5 (TF 314), Memorialstiftung.
f. 189-190 (Hitto nr. 5) „Traditio Suuidharti diaconi“, 812 IV 23 (TF 300). Kopiale Schenkungsurkunde über das Rechtsgeschäft des betagten Diakons Suuidhart, der im Beisein zahlreicher Zeugen am Altar der hl. Maria und an der „archa“ des hl. Corbinian seinen umfänglichen mütterlichen Erbbesitz in Anzing (Gde., Lkr. Ebersberg oder Gde. Dorfen, Lkr. Erding) übereignet, vorbehaltlich eines lebenslangen Nutzungsrechtes für seinen Neffen Atto; Schreiber: Tagobert, Diakon.
f. 190 (Hitto nr. 6) Cundhart schenkt seinen „ad Perke“ erworbenen Eigenbesitz, sein Neffe Liuthram den dort von seinen Brüdern ererbten zu ihrer beider Seelenheil; 812 IV 23 (TF 301); Ort wohl Berg am Laim, heute Stadtteil von München.
f. 190-190v (Hitto nr. 7) „Traditio Podalunc et Reginhart ad Mahsminreine“, 813 IX 28 (TF 309). Kurze Aufzeichnungen von zwei Schenkungen zunächst durch Podalunc und Reginhart in Maxlrain (Kirchdorf, Gde., Tuntenhausen, Lkr. Rosenheim) und Högling (Kirchdorf, Gde. Bruckmühl, Lkr. Rosenheim), dann auf f. 190v durch Hrodmunt „ad Ehsingas“ mit gleichen Zeugen; Schreiber: Tagobert, Diakon.
f. 190v-191 (Hitto nr. 8) Notitia zur Ausstattung und Eigenkirchgründung Hahmunts „ad Perge“ zur Zeit Bf. Attos; Renovatio und weitere Ausstattung durch ihn und seine Mutter Ellanpirc bei der Kirchweihe durch Hitto im Beisein zahlreicher Zeugen; 813 I 20 (TF 306); wohl Kirchgründung von Berg am Laim, heute Stadtteil von München; Lit.: Mayr, Ebersberg 77.
f. 191-191v (Hitto nr. 9) „Traditio Starcholfi presbiteri et Hattoni“, 814 I 8 (TF 311). Kurze Aufzeichnung des Rechtsgeschäfts der Geistlichen Starcholf und Hatto mit Bf. Hitto in Anwesenheit illustrer Zeugen, angeführt von Graf Uuago und seinem Sohn Uuerinher. Sie übergeben ihren Besitz an vier Orten - ausgenommen sechs Äcker und zwei Weideflächen - in die Hand des Bischofs, um ihn als geistliches Lehen zurück zu erhalten; Schreiber: Tagobert, Diakon.
f. 191v (Hitto nr. 10) „Traditio Orendil comitis ad Scamaha”, 814 I 15 (TF 313). Schenkung Gf. Orendils an Freising. Er erhofft die Nachfolge eines seiner Söhne im Grafenamt und sichert diesem vertraglich den genannten Schenkungsbesitz als Benefizium. Ort v. Störmer als Schammach (Lkr. Ebersberg) identifiziert. – Lit.: Jahn, DB 322; Störmer, Früher Adel II 458, 562.
f. 192-192v (Hitto nr. 11) „Traditio Piettonis ad Uuelamotesâhu“. Protokoll in Urkundenform über den Verlauf der Seelgerätstiftung des Pietto betreffend ein Drittel seines Erbbesitzes. Freising, „in basilica beatae Mariae“ 814 VII 1 (TF 319); Schreiber: Tagobert, Diakon.
f. 192v-193 (Hitto nr. 12) Kurze Notitia über die in Hohenkammer (Gde., Lkr. Freising) erfolgte Schenkung der dort gelegenen Allodialbesitzungen Leidrats, 813 XII 3 (TF 310). Lit.: Vgl. Semmler, Zu den bayrisch-westfränkischen Beziehungen 402ff. – Der Spitzenzeuge Paldachar begegnet als Schenker im Jahr 814 im Kontext dieses Aktenkonvoluts (vgl. Hitto nr. 4).
f. 193 (Hitto nr. 13) Cartula über das Vermächtnis des Erbbesitzes der Priesterbrüder Deotbald und Deotpato zu Holzhausen - unbestimmt, vielleicht Holzhausen (Kirchdorf, Gde. Alling, Lkr. Fürstenfeldbruck oder Holzhausen am Starnberger See, Gde. Münsing, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen), 814 IV 2 (TF 316); Schreiber: Tagobert, Diakon.
f. 193-193v (Hitto nr. 14) Cartula über das Vermächtnis des Priesters Andreas. Nach seinem Tod sowie dem Tod seines Neffen Arnolt soll sein Erbbesitz an Freising fallen. Freising, „in basilica beatae Mariae“ 814 I 10 (TF 312); Schreiber: Tagobert, Diakon.
f. 193v-194v (Hitto nr. 15) „Traditio Eioni presbiteri ad Holze“, 814 IX 18 (TF 323). Kopiale Urkunde über die Erneuerung der Anbindung der Eigenkirche des Poapo in Holzen an der Attel (südlich Erding) durch seine Söhne, den Priester Eio und dessen Bruder Alphart; Schreiber: Tagobert, Diakon; illustre Zeugen, angeführt von Graf Liutpald.
f. 194v (Hitto nr. 16) „Traditio Kerhohi ad Pettinpah“. Kurze kopiale Urkunde über die Schenkung von Erbbesitz in Langenpettenbach (Pfarrdorf, Gde. Markt Indersdorf, Lkr. Dachau) und Ried durch Kerhoh. Freising, „in domo sanctae Mariae“, 814 VI 22 (TF 318a); Schreiber: Tagobert, Diakon, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 195 Notiz über die Begleichung des Wergeldes durch Hleopehrt für den Priester Hroadolf an Kernand in Form von Grundbesitz in Allershausen (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Freising) in Anwesenheit von Graf Mezzi, dem Centenarius Deothart u.a.; Schreiber: Tagobert. (TF 318b).
f. 195-195v (Hitto nr. 17) „Traditio Sigipaldi“, 814 X 7 (TF 328). Notitia über das Rechtsgeschäft des Sigipald zu Puchschlagen (Kirchdorf, Gde. Schwabhausen, Lkr. Dachau), der sein dort errichtetes Bethaus mit Erbbesitz (von Mutter und Vater) ausstattete, von Bf. Hitto weihen und mit Reliquien versehen ließ, wobei das Bethaus nach Sigipalds Tod dem „monasterium sancti Marie in castro sito Frigisinensis“ zufallen soll.
f. 195v-196 (Hitto nr. 18) „Traditio Uuilliperhti“, 814 VIII 25 (TF 320). Der Diakon Willibert erhält im Beisein illustrer Zeugen seinen Eigenbesitz als Lehen auf Lebenszeit von Bf. Hitto. Komm.: Gelehrte Ausfertigung der Urkunde durch den Empfänger; die Zeugenreihe führen Graf Liutpald und der „missus dominicus“ Engilpoto an.
f. 196 (Hitto nr. 19) „Traditio Rihpaldi clerici ad Crazun”, 814 XI 12 (TF 329). Priestertradition; vgl. die Nennung des Priesters Rihpal als Zeugen auf f. 277v (Hitto nr. 155, TF 447).
f. 196v Schreiber: Cozroh, im Mittelteil ein weiterer Schreiber (Z. 8-17).
f. 197-197v (Hitto nr. 20) „Traditio Oadalscalchi ad Tegardorf presbiteri“, 814 VI 9 (TF 317). Kopiale Beurkundung des Rechtsgeschäfts über die Kirche zu Degerndorf (Kirchdorf, Gde. Münsing, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen), welche vom Stifter, dem Priester Odalscalch, Bf. Hitto übereignet wurde unter dem Vorbehalt der Nutzungsrechte für sich und seinen Neffen Cundhar, der die Kirche ebenfalls mit Erbbesitz bestiftete. Schreiber: Tagobert, Diakon.
f. 197v-198v (Hitto nr. 21) „Traditio Freidoni presbiteri ad Ominpach, 814 IX 18 (TF 324). Kopie der Beurkundung über die Vollstreckung des Testaments des Priesters Freido, der seine Kirche zu Oberumbach (Gde. Pfaffenhofen a.d. Glonn, Lkr. Dachau) durch seinen Rechtsbeistand Hadolt der hl. Maria in Freising vermachte; der Rechtsakt fand „in concilium Engilhardi comitis“ in Anwesenheit Bf. Hittos statt. Schreiber: Tagobert, Diakon. Komm.: Vgl. f. 199v-200v (Hitto nr. 25).
f. 198v-199 (Hitto nr. 22) Osuni übergibt für seine Seelenheil und das seines Neffen Alprih seinen Erbbesitz an der Moosach zu „Prochintal“ an Bf. Hitto und das Kloster des hl. Corbinian zu Freising („in vestra [possessio] vel ipsius monasterii sancti Corbiniani tradimus“); 814 IX 8 (TF 322).
f. 199-199v (Hitto nr. 23) Die Nonne Soanpurc („deo consecrata ancilla“) übergibt ihren Erbbesitz zu „Tisinhusir“ mit Hilfe ihres Rechtsbeistands („cum advocato meo“) Hato dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising, ausgenommen acht Tagwerk und einen Ort mit eineinhalb „mancipia“. Sie errichtet damit für sich, ihren Sohn Alprih und ihren [verstorbenen] Mann Haduni eine Memoria. 814 IX 18 (TF 325); Schreiber: Tagobert auf Anweisung Bf. Hittos.
f.199v (Hitto nr. 24) Notiz über die Schenkung des „territorium quod vulgo dicitur einan hluz“ - also durch Los erworbenes Land - durch Rihher in Zell („de Cella“). 814 IX 23 (TF 326); Schreiber: Tagobert, Diakon, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 199v-200v (Hitto nr. 25) „Evindicatio de causa Freidoni presbiteri“, 814 X 2 (TF 327). Urkunde des Gerichtstages Bf. Hittos und Graf Engilhards zu Bergkirchen (Gde., Lkr. Dachau), auf welchem die Ansprüche Dritter auf die an Freising zur Zeit Bf. Attos vom Priester Freido geschenkte Kirche zu Odelzhausen (Gde., Lkr. Dachau) durch Zeugenbeweis entkräftigt wurden.
f. 200v-201 (Hitto nr. 26) „Beneficium Coteperhti seu traditio eius“, 814 III 31 (TF 315). Protokoll über das Rechtsgeschäft Bf. Hittos mit seinem früheren Dienstmann Cotabert, welchen Hitto in seiner Funktion als Pate von dessen Sohn Oadalker mit einem Lehen in Oberottmarshausen („Otmareshard“ Pfarrdorf, Gde., Lkr. Augsburg) ausgestattet hatte. Seinen kärglichen Allodialbesitz von einem kleineren Wirtschaftshof mit zwei unfreien Arbeitskräften tradiert Coteperht nun, bedingt sich aber die Nutzungsrechte aus, ebenso für seinen Sohn. Schreiber: Tagobert, Diakon, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 201-201v (Hitto nr. 27) „Traditio Seliperhti“, 814 XI 17 (TF 330). Das von Seliperht auf seinem Hof am Ort „Husir“ erbaute, von ihm mit 30 Tagwerk, fünf unfreien Arbeitskräften und Wiesen im Ertrag von zwölf Fuder Heu und weiteren Gebäuden im Eigenbesitz ausgestattete, sodann von Bf. Hitto geweihte und mit Reliquien versehene Bethaus übereignet Seliperht im Beisein zahlreicher Zeugen an Hitto und das Gotteshaus der hl. Maria in Freising mittels Übergabe des Altartuchs; er behält jedoch für sich und seinen Sohn Job die Nutzungsrechte.
f. 201v-202v (Hitto nr. 28) Kopiale Überlieferung der Schenkungsurkunde der Brüder Mezzi und Pirtilo, mit welcher sie umfangreichen Besitz zu Forstinning („in pago et loco Undeoingas“, Pfarrdorf, Gde., Lkr. Ebersberg) zur Sicherung ihres Seelenheils im Beisein illustrer Zeugen an Bf. Hitto übergeben, sich jedoch auf Lebenszeit die Nutzungsrechte vorbehalten; 814 VIII 29 (TF 321). - Komm.: Die Namen der Tradenten sind in der geistlichen Empfängerausfertigung zusätzlich am Ende der illustren Zeugenreihe verzeichnet, die Graf Job anführt; ausführliche Pertinenzformel.
f. 202v-203v (Hitto nr. 29) „Donatio Hittonis episcopi”, 815 XI 5 (TF 352). Gemeinsame Schenkung Bf. Hittos und seiner Schwester Cotesdiu; Datierung nach dem 2. Kaiserjahr Ludwigs d. Fr. und dem 1. Jahr der Königsherrschaft Lothars in Bayern. – Lit.: Krah, Cozroh 425f. (pdf).
f. 203v-204v (Hitto nr. 30) „Traditio Uuagoni capellani et Totoni laici“, 815 III 13 und 815 IV 20 (TF 333a, b). Rechtsgeschäft des Kaplan Uuago zu Pfettrach (Gde. Wang, Lkr. Freising) an zwei Terminen: Zunächst erwirb Uuago eine Kolonie am Nandlbach zu Pfettrach von seinem Oheim Toto, wobei im Kaufvertrag die spätere Schenkung an Freising festgehalten wurde. Im zweiten Schritt wird in Freising in Anwesenheit des Domkapitels eine testamentarische Schenkungsurkunde für den Zeitpunkt ihres Ablebens erstellt, welche die Erweiterung der bereits in Pfettrach bestehenden Familienstiftung durch die Kolonie des Toto festhält. Schreiber: Tagobert [jetzt] „presbiter et monachus“ auf Anweisung Bf. Hittos. - Datierung auch nach dem ersten Königsjahr Lothars in Bayern („anno primo Hlotharii regis in Baioaria“).
f. 204v-210v Priestertraditionen
f. 204v-205v (Hitto nr. 31) „Traditio Zeizoni presbiteri ad Rota flumine“, 815 VIII 6 (TF 344). Der „bibelfeste“ und im kanonischen Recht kundige Priester Zeizo schenkt seinen gesamten Besitz im Rottgau am Ort Rott („in pago et in loco Rota“) dem Kloster der hl. Maria auf dem Burgberg in Freising („in vestra vel ipsius monasterii sanctae Mariae tradimus in castro sito Frigisinensis“), welchem Bf. Hitto vorstehe. Schreiber: Pirhtilo auf Anweisung Bf. Hittos. - Datierung auch nach dem ersten Königsjahr Lothars in Bayern.
f. 205v-206 (Hitto nr. 32) „Traditio Spulit ad Uuinimunteshusir”, 815 X 2 (TF 348). Ausführliche Notitia der Schenkung von Erbbesitz in Wiedenzhausen (Gde. Sulzemoos, Lkr. Dachau) durch Spulit mit anschließendem Nutzungsvertrag auf Lebzeiten. Spulit begegnet auch als Vogt der Freisinger Bischofskirche. Lit.: Störmer, Gerichtsprozesse 263. – Vgl. auch f. 342 (Hitto nr. 266, TF 579)
f. 206-206v (Hitto nr. 33) „Traditio Cundhart comitis ad Mosaha“, 815 X 2 (TF 349). Die von Graf Cundhart auf Eigenbesitz am Ort Moosach (Stadtteil v. München) erbaute, von seiner Frau Adalfrit mit Eigenbesitz ausgestattete und von Bf. Atto einst geweihte Kirche wird nach dem Tod Cundharts von Adalfrit im Beisein ihres Bruders Hiltolf und ihrer Verwandten auf einer öffenlichen Synode zu Freising vor Bf. Hitto, den Erzpriestern Heribert und Johannes u.a. unter Schenkung weiteren Erbbesitzes mit Zugewinn erneuert. Schreiber: Tagobert, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 206v-207v (Hitto nr. 34) Die beiden Priester Othelm und Oadalhart übergeben gemeinsam die von ihnen gegründete und mit Erbbesitz ausgestattete Kirche zu Purfing („Purolfinga“, Kirchdorf, Gde. Vaterstetten, Lkr. Ebersberg) komplett dem Gotteshaus der hl. Maria und des hl. Bekenners Corbinian zu Freising, „ubi sedis episcopi sanctae Mariae ab omnibus catholicis honorifice celebratur“. 815 VI 23 (TF 341); Schreiber: Tagobert, Priester.
f. 207v (Hitto nr. 35) „Traditio Uualdberti“, 815 X 2 (TF 350). Lit.: Krah, Cozroh 422, A. 31 (pdf).
f. 208 (Hitto nr. 36) „Traditio Remeio monachi e(t) Sonperht diaconi“, 815 III 15 (TF 334). Der Mönch Remeio (Remigius/Remedius) und sein Sohn „Sonperht diaconus“ verschenken ihre Eigenkirche zu Gremertshausen (Gde. Kranzberg, Lkr. Freising), westlich von Freising. Lit.: Störmer, Romanen und Slawen als Grundherren in der karolingischen Diözese Freising, in: Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg 52, Würzburg 1998, 1-13; Heitmeier, Inntal 260. – Unter den Zeugen/Grenznachbarn der Notitia finden sich ein Poapo und ein Simon Sclauus.
f. 208v-209 (Hitto nr. 37) „Beneficium Jacob abbatis ad Uuelamotesaha“, 815 V 10 (TF 338). Urkunde Bf. Hittos, mit welcher er den fränkischen Abt Jacob (vielleicht Abt von Ilmmünster) mit dem Besitz Freisings in Wolnzach (Gde., Lkr. Pfaffenhofen a.d.Ilm) belehnt  („ad suum opus vel ad vitam eius hoc teneat“). Sollte der Abt sein [weiteres] Lehen - „beneficium in Francia“ - verlieren, so soll sich der Jahreszins von 10 fränkischen Solidi auf drei verringern. Schreiber: Tagobert, Priester. - Datierung auch nach dem ersten Königsjahr Lothars in Bayern.
f. 209-209v (Hitto nr. 38) „Traditio Heripaldi et Adalhardi presbiter“, (s.d.), (TF 434c). Abschließende Notiz über die Besitztradition der Priester Heripald und Adalhart auf der Versammlung in Ottershausen (Gde. Haimhausen, Lkr. Dachau) vor Bf. Hitto und den Grafen Engilhart, Liutpald, Orendil und Ellanperht im April 820. - Komm.: Vgl. die Vorurkunde f. 266v-267 (Hitto nr. 132).
f. 209v-210 (Hitto nr. 39) Heinrich erneuert und erweitert die Schenkung seines Vaters Magrih am Ort Laber („Lapara“), die dieser einst mit Zustimmung Herzog Tassilos dem Bf. Aribo und Freising vermacht hatte, 815 V 6 (TF 337). Schreiber: Tagobert, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos. - Überlieferung des Rituals der Inbesitznahme über drei Nächte durch Bf. Aribo. Datierung auch nach dem ersten Königsjahr Lothars in Bayern.
f. 210-210v (Hitto nr. 40) „Traditio Helmberti et Mezzi“, 815 VI 24 (TF 343). Gerichtsnotitia zur Sicherung der Schenkung des verstorbenen Helmperht durch Präkarienvertrag zugunsten seines Bruders Mezzi unter Ausschluss des erbberechtigten, nicht namentlich genannten Sohnes. Vgl. die Namenlücken im Text auch zu Ort und „mancipia“. Spitzenzeuge ist „Ellanperht iudex“.
f. 210v-211v (Hitto nr. 41) „De eclesia (sic!) Sancti Johannis ad Feringa“, 815 X 2 (TF 351). Synodale Gerichtsentscheidung bezüglich der Eigentumsrechte von Freising an der Johanneskirche in Oberföhring (Stadtteil v. München); diese restituiert der Diakon Huuezzi und empfängt sie anschließend als Benefizium gegen jährlichen Naturalzins. Datierung nach dem 2. Kaiserjahr Ludwigs d. Fr. und dem 1. Jahr der Königsherrschaft Lothars I. in Bayern. – Lit.: Brown, Unjust seizure 145f.
f. 211v-212 (Hitto nr. 42) „Traditio Folchrati ad Perge iuxta [fluvium Clana]“, 815 IX 24 (TF 347a, b).  Protokollartige Aufzeichnung der Schenkung zu Glonnbercha (Kirchdorf, Gde. Petershausen, Lkr. Dachau) durch den Adeligen Folcrat auf der Versammlung Bf. Hittos und des Grafen Ellanpert und zu Pliening („in pago qui dicitur Pleoninga“, Kirchdorf, Gde., Lkr. Ebersberg) sowie spätere Erneuerung der Schenkung durch Folrat auf einer Synode in Freising; Schreiber: Pirhtilo. - Datierung auch nach dem ersten Königsjahr Lothars in Bayern.
f. 212v (Hitto nr. 43) Kurze Notiz über die Besitzbestätigung der Kirche in „Poapincella“ (Zell bei Aßling, Gde., Lkr. Ebersberg) nach dem Tode Rihkers durch gemeinsame Inspektion seines Sohnes Chraft und der Rechtsbeistände Bf. Hittos, Sindeo und Einhard. 815 II 19 (TF 331); vgl. (Hitto nr. 24, f. 199v), (TF 326).
f. 212v (Hitto nr. 44) „Traditio Lanfridi seu venditio“, 815 II 19 (TF 332). Notitia eines Kauf/Tauschgeschäftes: Lantfrid verkaufte vier Parzellen Wald in Poapincella ebendort an den Freisinger Vogt Sindeo, der im Auftrag von Bf. Hitto den Wald gegen ein Pferd erwarb.
f. 213 (Hitto nr. 45) Der Priester Oadalpald, welcher zur Zeit Hz. Tassilos seinen Erbbesitz in Adelzhausen (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Aichach-Friedberg) der hl. Maria in Freising in die Hand Bf. Aribos geschenkt und diese Schenkung auch seinem Nachfolger Bf. Atto bestätigt hatte, erneuert sie für Bf. Hitto ein weiteres Mal. 815 IV 13 (TF 335); Schreiber: Tagobert, Priester.
f. 213v-214 (Hitto nr. 46) Der Priester Cozolt zu Hohenschäftlarn (Pfarrdorf, Gde. Schäftlarn, Lkr. München) tradiert seine mit Familienbesitz ausgestattete Kirche, behält sich jedoch drei unfreie Arbeitskräfte zurück. 815 VI 23 (TF 342); Schreiber: Tagobert, Priester. - Datierung auch nach dem ersten Königsjahr Lothars in Bayern.
f. 214-214v (Hitto nr. 47) Kopial erhaltene Schenkungsurkunde des Bethauses zu Fröttmaning (Stadtteil von München) im gleichnamigen Gau durch Situli an das „monasterium Frigisinensis, ubi sanctus Corbinianus in corpore requiescit“. Die Ausstattung des Bethauses - „oratorium hereditare“ - mit Besitz wird im Einzelnen „contra filios et uxorem“ vor der Weihe durch Bf. Hitto geregelt; 815 IV 19 (TF 336).
f. 215-216 (Hitto nr. 48) Die Priester Jacob und Symon begeben sich auf der Synode Bf. Hittos und seines Rechtsbeistands Sigiperht im Beisein des Grafen Job zu Grüntegernbach (Gde. Dorfen, Lkr. Erding) in die Gefolgschaft Bf. Hittos („commendaverunt se in manus Hittonis episcopi ad servitium“), um das Lehen ihres Oheims, des Priesters Arperht, zu erhalten - eine „redditio“ des Besitzes an die Neffen. 815 (TF 345); Schreiber: Pirhtilo. - Datierung auch nach dem ersten Königsjahr Lothars in Bayern.
f. 216-216v (Hitto nr. 49) „De ecclesia Uuaningi presbiteri“, 815 IX 18 (TF 346). Kurze Aufzeichnung der „Renovatio“ der Schenkung der Kirche zu Oberstrogn (Gde. Bockhorn, Lkr. Erding) durch den Ortspriester Uuaning im Beisein von Graf Job und weiteren illustren Zeugen, wobei vereinbart wurde, dass sein Bruder Deotpald als künftiger Ortspriester diese Kirche als Lehen erhalten soll. - Datierung auch nach dem ersten Königsjahr Lothars in Bayern.
f. 216v (Hitto nr. 50) Auf Mahnung Bf. Hittos erneuert der offenbar dem Domkapitel angehörende Priester Uuafanheri seine zur Zeit Bf. Attos getätigte Schenkung zu Frauenvils (Gde. Taufkirchen, Lkr. Erding) auch hinsichtlich der weiteren Besitzerwerbungen von ihm an diesem Ort, ausgenommen ist eine unfreie Arbeitskraft („mancipium“); 815 VI 14 (TF 340).
f. 216v-217v (Hitto nr. 51) Auf der Synode Bf. Hittos in Eching (Gde., Lkr. Freising) tradiert Lantperht Erbbesitz des Grafen Liutpald zu Huppenberg („Huckinperg“, heute Filialkirche St. Margareta Huppenberg, Gde. Wackersberg, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) entlang der Rottach als Memoria. 815 V 15 (TF 339); Schreiber: Pirhtilo. - Datierung auch nach dem ersten Königsjahr Lothars in Bayern. - Zu den Freisinger Provinzialsynoden vgl. W. Hartmann, Die Synoden der Karolingerzeit im Frankenreich und in Italien, Paderborn u.a. 1989, S. 147ff, allerdings begrenzt auf die Zeit Arns von Salzburg und mit Fokus auf Salzburg.
f. 217v-218 (Hitto nr. 52) Vom Schreiber Pirhtilo in der zu Freising gehörenden Kirche zu Schwindkirchen (Gde. Dorfen, Lkr. Erding) ausgefertigte Urkunde, mit welcher die Entscheidung Bf. Hittos über das vom Priester Haguno zurückgegebene Lehen zu Rimbach („Hrindpah“ vermutlich der zur Gde. Schwindegg gehörende Weiler, Lkr. Mühldorf a.Inn; vgl. auch Die Urpositionsblätter der Landvermessung in Bayern, Dorfen und Umgebung im Jahre 1878) zugunsten seines Neffen Sindperht festgehalten wurde; 816 I 17 (TF 353). Die Narratio der Urkunde nimmt auf eine Predigt- und Visitationsreise Bf. Hittos durch seine Diözese Bezug.
f. 218-219 (Hitto nr. 53) Der Priester Liutperht schenkt in Freising vor Bf. Hitto und der Versammlung der gesamten Kongregation dem Gotteshaus der hl. Maria und dem Kloster zu Freising, wo der hl. Corbinian im Körper ruht, den von seinen Eltern und seinem Bruder ererbten Besitz in Altham (Kirchdorf, Gde. und Lkr. Erding) - „in loco nominato Altheim“, ausgenommen sind zwei unfreie Arbeitskräfte, um Vergebung für seine Verfehlungen zu erlangen, weil er sich auf Romfahrt zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus begibt. 816 IV 29 (TF 360). -Datierung auch nach dem zweiten Königsjahr Lothars in Bayern. Schreiber: Pirhtilo auf Anweisung Bf. Hittos. Komm. zur Handschrift: Schöne C-Initiale am Textbeginn.
f. 219-219v (Hitto nr. 54) Vergleich zwischen Bf. Hitto und Graf Oadalscalh betreffend die Besitzungen des Bistums in Berbling (Gde. Bad Aibling, Lkr. Rosenheim), welche die Herzogin Liutpirc einst entfremdet und Abt Hephilo in Herrenchiemsee (Insel, Gde. Chiemsee, Lkr. Rosenheim) übereignet hatte und welche in den Besitz des Grafen Oadalscalh gekommen waren; 816 XII 20 (TF 368). Die Narratio der Urkunde weist auf das Unterfangen Hittos hin und auf die Befragung von Schöffen. Datierung auch nach dem zweiten Königsjahr Lothars in Bayern (!). Schreiber: Tagobert auf Anweisung Bf. Hittos. - Lit.: vgl. MGH DD K.d.Gr. 162 (Regensburg 788 X 25), die kopial aus dem 13. Jh. überlieferte Schenkung des Männerklosters Chiemsee durch Karl d. Gr. an das Erzbistum Metz, wo allerdings nur von den „malignos homines Odilonem et Tassilonem“ die Rede ist; zu Liutpirc vgl. F. Unterkircher, Die Glossen des Psalters von Mondsee, 1974, S. 42, ferner in: Germania Benedictina, Die Männer- und Frauenklöster der Benediktiner in Bayern Neuauflage, St. Ottilien 2014.
f. 219v-220 (Hitto nr. 55) Vertrag des Liutto mit Bf. Hitto, mit welchem jener - erkrankt, Priester und Mönch geworden - durch seinen Bruder und Rechtsbevollmächtigten Cotabert der Bischofskirche seinen Besitz von zwei Wirtschaftshöfen mit Arbeitskräften, Pferden und Vieh in Grünbach (Kirchdorf, Gde. Bockhorn, Lkr. Erding) übereignet. Die Zeugenreihe lässt erkennen, dass Liutto in die Gruppe der Geistlichen aufgenommen wurde, welchen der Status „presbiter et monachus“ zukam. 816 IX 10 (TF 366); Datierung auch nach dem ersten (sic!) Regierungsjahr König Lothars in Bayern. Schreiber: Tagobert, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 220-221 Priestertraditionen im Kontext
f. 220-221 (Hitto nr. 56) Protokoll einer Gerichtsentscheidung in Freising über die Zugehörigkeit und Ausstattung der Kirche in Frauenvils. Schenkung von Erbbesitz durch den Kleriker Frumolt und seinen Bruder Cozolt, welchen Frumolt dann mit der Kirche als Lehen gegen Jahreszins erhält; 816 IV 13 (TF 358). – Frauenvils (Gde. Taufkirchen/Vils, Lkr. Erding) wurde demnach von einer Stifter- und Erbengemeinschaft gegründet, so auf f. 220v: „sicut alii vicini vel heredes illorum qui hanc ecclesiam construxerunt“.
f. 221 (Hitto nr. 57) „Traditio Leidrati et Sigifridi presbiterorum ad Seuun“, 816 XII 20 (TF 369). Zwei kurze Urkunden in Form der Charta, durch welche Besitz in Seuun/Soyen an Freising tradiert wurde, von Leidrat ererbter Familienbesitz, während der sächsische Priester Sigifrid – „de genere Saxonum“ – sein von Karl d. Gr. erhaltenes Benefizium übergab.
f. 221v-222 (Hitto nr. 58) „Traditio Utoni ad Eodungesdorf“, 816 X 21 (TF 367).  Schenkung eines Platzes zur Errichtung einer Kirche mit Wirtschaftsgebäuden in „Eodungesdorf“ an die zu Freising gehörende Kirche des hl. Johannes Baptista zu Eching. Zu den geistlichen Zeugen zählt ein „Sigimot abbas“. Schreiber: Tagobert auf Anweisung Bf. Hittos. - Vgl. die Bemerkung Bitteraufs zur Urkunde (TF 367).
f. 222-222v (Hitto nr. 59) Memorandum über die auf einer Versammlung in Dorfen (Gde., Lkr. Erding) in Anwesenheit von Bf. Hitto und Graf Job erfolgte Erneuerung der Schenkung von Erbbesitz durch Uuisunt in Vorderegglburg (Gde. und Lkr. Ebersberg) an den Schrein der hl. Maria und „in manus Hittonis episcopi“; 816 V 12 (TF 361).
f. 222v-223v Priestertraditionen im Kontext
f. 222v-223 (Hitto nr. 60) Der Priester Fritilo erneuert anlässlich seiner Rompilgerfahrt seine zur Zeit Bischof Attos getätigte Schenkung von Besitz in Langenpreising (Gde., Lkr. Erding) inklusive der Nutzungsrechte im Todesfall; 816 IV 13 (TF 359). Lit.: Sturm, Preysing 178ff.; er vermutet, dass Fritilo mit Ausnahme der hier bezeugten Rompilgerschaft ständig in Preising lebte. Vgl. auch eine weitere Renovatio dieser Schenkung durch Fritilo nach seiner Rückkehr, datiert auf 823 V 12, auf f. 292v (Hitto nr. 180, TF 491).
f. 223-223v (Hitto nr. 61) Der Priester Sigo schenkt ererbte und erworbene Güter zu Oberaudorf, Pang und Raubling anlässlich seiner Pilgerfahrt nach Rom; anschließend werden diese seinen Neffen Sigo und Deotfrid von Bischof Hitto als Lehen zugeteilt; 816 VI 2 (TF 363). Orte alle im Lkr. Rosenheim; zur hier überlieferten Einholung der bischöflichen Lizenz für die Pilgerfahrt vgl. Sturm, Preysing 180.
f. 223v-224 (Hitto nr. 62) Der Priester Hrodolf schenkt den von seinen Eltern und Geschwistern ererbten Besitz in Miltach (Grandlmiltach, Gde. Kranzberg, Lkr. Freising) an das Hochstift; 816 IV 7 (TF 356).
f. 224-224v (Hitto nr. 63) „Traditio Kerhohi Neritinga“, 816 V 16 (TF 362). Auf der Versammlung in Zolling (Gde., Lkr. Freising) restituiert Kerhoh nach gründlicher Belehrung über die Rechtslage die Dotation seines verstorbenen Bruders Crimheri an die zur Bischofskirche von Freising gehörende Martinskirche zu Nörting (Gde. Kirchdorf a.d. Amper, Lkr. Freising), welcher er sich zuvor bemächtigt hatte.
f. 224v-225 (Hitto nr. 64) „Traditio Engilhardi comitis Ahaloh“, 816 IX 8 (TF 365). Verkürzter kopialer Urkundentext über die Freisinger Prästarie aus dem Besitz von Graf Engilhart und seiner Frau Ermansuuind in Allach (Allach-Untermenzing, Stadtteil von München), die nach deren Tod mit Zugewinn ganz an Freising fallen soll.
f. 225-225v (Hitto nr. 65) Kopial überlieferte Schenkung der Geschwister Memmo und Liupdrud zu Neufarn (Gde. Vaterstetten, Lkr. Ebersberg), welche Isanhart, Sohn Memmos, auf Lebenszeit als Lehen erhält mit der Auflage, in den Dienst des Gotteshauses der hl. Maria zu treten. 816 II 2 (TF 354); Schreiber: Tagobert, Priester. - Datierung nur nach dem zweiten Regierungsjahr König Lothars in Bayern.
f. 225v-226 (Hitto nr. 67) „Census Nidharti ad Pirhtilindorf“, 816 VI 12 (TF 364). Auf der Versammlung Bf. Hittos zu Eching (Gde., Lkr. Freising) in Anwesenheit Graf Orendils erhalten Nidhart und sein Bruder die Ausstattung der von ihrem Vater gestifteten Kirche „ad Pirhtilinsdorf“ gegen hohen Zins auf Lebenszeit als Lehen; illustre Zeugen; Datierung auch nach dem zweiten Regierungsjahr König Lothars in Bayern.
f. 226 (Hitto nr. 66) Kurze Notiz über die Schenkung durch Rihpert von 30 Morgen zu 50 Fuder Heu in „Ekkiperhtesdorf“ sowie von weiterem ererbten Besitz zu Winhöring (Gde., Lkr. Altötting) an Freising. 816 II 13 (TF 355).
f. 226-226v (Hitto nr. 68) „Traditio Meginolti et filii eius Hahfrid”, 816 IV 11 (TF 357). Hitto erneuert den Nutzungsvertrag des Klerikers Hahfrid am väterlichen Lehen, den einst Bischof Atto mit Meginolt zugunsten Hahfrids geschlossen hatte. Da der Rechtsakt in Moching (Ampermoching, Gde. Hebershausen, Lkr. Dachau) stattfand, dürften Meginolt und Hahfrid zu den „viris qui vocantur Mohingara“ gehört haben (vgl. f. 115v, Atto nr. 92, TF 235).
f. 226v-230 Priestertraditionen im Kontext
f. 226v-227 (Hitto nr. 69) Feierliche Traditio des Erzpriesters Heriperht und seines Neffen Sigahart in der Freisinger Bischofskirche: vor illustren Zeugen, so Graf Liutpald, übergeben sie u.a. Besitz in „Poasinpurron in alpacouue“; 817 IX 8 (TF 381). Schreiber: Tagobert auf Anweisung Bf. Hittos. Komm.: Textbeginn auf f. 226v mit schöner N-Initiale.
f. 227-228 (Hitto nr. 70) Nach der Übernahme der Leitung des Klosters Schliersee (Gde.; Lkr. Miesbach) erneuert der Priester Sindihho im Beisein des Konvents des Klosters - des Magisters Johannes, des Erzpriesters Heribert und Brüdern des Klosters Schliersee - die Schenkung seines Bruders und verstorbenen Amtsvorgängers Uuarmunt und erhält ihren Erbbesitz als Lehen, ausgenommen ist Besitz am Rhein „uno loco ultra Renum flumine“; 817 VII 19 (TF 376). Schreiber: Tagobert, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos. - Lit.: Kloster Schliersee, in: Germania Benedictina, Die Männer- und Frauenklöster der Benediktiner in Bayern, Neuauflage, St. Ottilien 2014).
f. 228-228v (Hitto nr. 71) Übereinkunft zwischen dem Priester Oadalpald und dem Diakon Reginhart mit Bf. Hitto auf einer Synode in Freising in Anwesenheit der weltlichen Verwandtschaft, indem beide Erbbesitz „in loco Echinaha“ (Ecknach, Pfarrdorf, Gde. Aichach, Lkr. Aichach-Friedberg) und Adelzhausen (Gde., Lkr. Aichach-Friedberg) tradieren, welchen Reginhart als zinspflichtiges Lehen zu sechs Denaren Zins auf Lebenszeit erhält; 817 X 21 (TF 384). Schreiber: Tagobert, Priester. - Zu den Freisinger Provinzialsynoden vgl. W. Hartmann, Die Synoden der Karolingerzeit im Frankenreich, 1989, S. 147ff, allerdings begrenzt auf die Zeit Arns von Salzburg und mit Fokus auf Salzburg.
f. 228v-229 (Hitto nr. 72). Zwei kurze Traditionen im Kontext; 817 VIII 18 (TF 379a, b). Schreiber: Tagobert, Priester.
f. 229-230 (Hitto nr. 73) Tradition im Kontext zu den vorausgehenden Notizen (Hitto nr. 72). Die Brüder Engilperht, Priester, und Heriperht aus dem Dorf Altheim im Steingau tradieren ihren gemeinsamen Erbbesitz im Steingau der Gottesmutter und dem hl. Bekenner Corbinian, weil sie keinen Nachkommen haben („quod ipsi iam dicti non habuerunt naturalem heredem“). Freising 817 VIII 18 (TF 380). Schreiber: Tagobert, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 230-230v (Hitto nr. 74) Der Adelige Mezzi bekräftigt in Freising die Schenkung seines Besitzes zu Forstinning (Gde., Lkr. Ebersberg), welche er im Kloster Tegernbach (Wasentegernbach, Gde. Dorfen, Lkr. Erding) Bischof Hitto und Freising vermacht hatte; 817 IV 10 (TF 374).
f. 230v-231 (Hitto nr. 75) Kurze urkundliche Aufzeichnung über die Ausstattung und Tradition der Kirche zu Pfettrach (Gde. Wang, Lkr. Freising) durch den Priester Hrodheri;  817 X 6 (TF 383). Schreiber: Tagobert.
f. 231 (Hitto nr. 76) Cotaperht erneuert die Schenkung seines Erbbesitzes zu Assenhausen (Gde. Berg, Lkr. Starnberg) durch Hinzufügung von Zugewinn „et quicquid eum incontra filios suos in portionem contingit“; dem schließt sich sein im Freisinger Dienst stehender Sohn Haduperht durch Schenkung mütterlichen und väterlichen Erbbesitzes an, der sich die Nutzungsrechte seines tradierten Besitzes vorbehält; zusätzlich vereinbart Cotaperht den Unterhalt seiner Tochter, wenn sie dessen bedarf; 817 IX 30 (TF 382).
f. 231-231v (Hitto nr. 77). Auf der Synode in Freising übergibt der Priester Sindperht seinen ererbten und erworbenen Besitz zu Höhenrain (Gde. Berg, Lkr. Starnberg) zur Gänze dem Gotteshaus der hl. Maria; 817 X 21 (TF 385). Schreiber: Tagobert, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 232-232v (Hitto nr. 78). Coteperht gibt ein Lehen zu Ottmarshausen (Gde. Altomünster, Lkr. Dachau) an Hitto zurück und tradiert seinen Erbbesitz väterlicher- und mütterlicherseits. Anschließend erhält er beides als Lehen auf Lebenszeit für sich und seinen Sohn; 818 I 15 (TF 390). Schreiber: Pirhtilo.
f. 232v (Hitto nr. 79) „Redditio Arpionis clericis Dahauua“, 817 II 28 (TF 370). Der Kleriker Arpio gibt das von ihm und seiner Schwester Erchana verwaltete Lehen mit erwirtschaftetem Zugewinn am Ort Dachau (Gde., Lkr.) an Bf. Hitto in Freising vor Graf Orendil u.a. illustren Zeugen zurück.
f. 232v-233 (Hitto nr. 80) Der Adelige Emilo tradiert auf der Versammlung zu Puch (Ortsteil von Fürstenfeldbruck) seinen rechtmäßigen Besitz zu Malching (Pfarrdorf, Gde. Maisach, Lkr. Fürstenfeldbruck), ausgenommen was dem Unterhalt genannter Familienangehöriger dient; 817 IV 20 (TF 375).
f. 233-233v (Hitto nr. 81) Kurze Notiz über die Tradition von erworbenem Eigenbesitz durch den Laien Antonius „ad Ollinga“- Olching (Gde., Lkr. Fürstenfeldbruck); 817 XII 15 (TF 387).
f. 233v-234 (Hitto nr. 82) Der Priesters Ascrih übergibt seinen Besitz in Ober-(Nieder-) Geislbach („ad Kysalpah“, Gde. Lengdorf, Lkr. Erding) unter Vorbehalt des Eigennutzes auf Lebenszeit für sich und seine Mutter Christina; 817 II 22 (TF 371).
f. 234-234v (Hitto nr. 83) Zwei Texte: 1) Kopial überlieferte Traditionsurkunde der Brüder Cotescalch und Deotpald ihren Besitz in Obermenzing (Stadtteil von München) betreffend, einschließlich des von ihrem Bruder usurpierten Eigenbesitzes. 2) Notiz über die Tradition der Kirche zu Niederthann (Pfarrdorf, Gde. Schweitenkirchen, Lkr. Pfaffenhofen a.d.Ilm) und Bindung der Eigentümer an Freising; 817 XI 6 (TF 386a, b). Beide Fälle wurden auf der zum genannten Datum in Freising tagenden Synode verhandelt und entschieden.
f. 234v-235 (Hitto nr. 84) Jannulus tradiert ein Waldstück im Haller Holz für sein Seelenheil unter Einbindung seines Neffen Deotmar; 817 VIII 16 (TF 378). Komm. zur Handschrift: f. 234v am unteren Blattrand Bezeichnung von Lage VI.
f. 235-235v (Hitto nr. 85) Tetti tradiert dem Gotteshaus zu Schäftlarn (Gde., Lkr. München) „iuxta fluvium Isure“ (Isar, Fluss) Besitz „ad Arfrideshusun“ für sein Seelenheil; (s.d.), (TF 388). Komm.: Urkunde („carta“) nach klassischem Aufbau; nach der Zeugenreihe folgt der Zusatz „Et ego Tetti me ipsum trado et ipse testis existo“.
f. 235v-236 (Hitto nr. 86) Auf dem Konzil in Freising erneuert der Priester Otker seine Schenkung von Besitz zu „Hohinprugka“ an der Sempt (Nebenfluss der Isar), den er ererbt oder zur Zeit Herzog Tassilos erworben hat; 817 (TF 389). - Datierung auch nach dem zweiten Regierungsjahr Lothars in Bayern; illustrer geistlicher und weltlicher Zeugenkreis darunter die Äbte Meginhart und Uuarmunt.
f. 236-237 (Hitto nr. 87) „Traditio Agoni laici et traditio Rihpaldi presbiteri“. Zwei kopiale Traditionen vom gleichen Tag: 1) f. 236-236v - Aogo und sein Sohn Engilperht tradieren ein Drittel ihres Besitzes „in pago nuncupante ad Uuanom“ (Wang, Siedlungskammer, heute Gde., Lkr. Freising) und erhalten diesen sowie Besitz des Priesters Uuatilo zu Thulbach (Gde. Wang, Lkr. Freising) als Lehen (TF 373a) - 2) f. 236v-237 - Notiz zur Tradition von Besitz in Walterskirchen (Gde. Paunzhausen, Lkr. Freising) im Kontext der Ausstattung der „Uualdkeri ecclesia“; 817 III 27 (TF 373b).
f. 237-239 (Hitto nr. 88) „Donatio Andreae episcopi in locis nominatis ad suuindaha et asc“ (TF 400 a, b, c). Textkonvolut zur Schenkung (mit Investitur und Renovatio) von Erbbesitz in der Schwindau (Gde. Schwindegg, Lkr. Mühldorf a. Inn) durch Bischof Andreas von Vicenza an Freising, 818 VIII-819 VIII 12. Schenkung und Investitur/Bestätigung sind im Stil der bischöflichen Kanzlei Oberitaliens verfasst. – Lit.: Sturm, Preysing 92; vgl. f. 289v-290v (Hitto nr. 176, TF 492): Präkarienvertrag dieser Besitzungen von 823 VI 3 für Bf. Francho von Vicenza, den Nachfolger. Dieser tradierte damals gleichzeitig seinen Erbbesitz an Freising, ebenfalls in der Siedlungskammer Schwindau (Schwindegg) gelegen.
f. 239v-241 (Hitto nr. 89) „Qualiter Pernuuin tradidit rem propriam ad Perge“, Freising 819 X 19 (TF 426). Ausführliche Traditionsurkunde zur Übertragung des Erbbesitzes des Priesters Pernuuin am Ort Berg („in pago Uparacho in loco nuncupante Pêrc“) auf einer Synode in Freising („ad Frigisinga ubi magnus et universalis synodus habebatur“) unter dem Vorbehalt der Nutzung für sich und nach seinem Tod für seine Nichte gegen Zinszahlung; illustrer geistlicher Zeugenkreis, darunter die Äbte Sigimot, Hahart und Sabulo. - Zu den Freisinger Provinzialsynoden vgl. W. Hartmann, Die Synoden der Karolingerzeit im Frankenreich, 1989, S. 147ff, allerdings begrenzt auf die Zeit Arns von Salzburg und mit Fokus auf Salzburg.
f. 241-241v (Hitto nr. 90) Traditionsnotiz über die Schenkung von zwölf Tagwerk durch Cotafrid an die Kirche zu Straßlach (Kirchdorf, Gde. Straßlach-Dingharting, Lkr. München); der Schenker handelt öffentlich am Altar der Bischofskirche zu Freising und dabei auch im Namen seines Bruders Sigifrid. 819 I 25 (TF 406); Schreiber: Tagobert, Priester.
f. 241v-243 (Hitto nr. 91) „Traditio quam fecit Engilpoto de Francis“, 818 IV 18 (818 IV 26) (TF 397). „Engilpoto laicus“ schenkt Besitz zu Kinzlbach (Gde. Bockhorn, Lkr. Erding). Renovatio im Kloster Isen (Gde., Lkr. Erding), Bestätigung durch einen fränkischen Adeligen und seine Mutter Keyla zu Jahresende in Aachen. Die Dokumente zeigen den Aufstieg Engilpotos, „servus“ der Keyla, den sie freigelassen und Freising kommendiert hatte ebenso wie den engen Kontakt Freisings zum Kaiserhof in Aachen. Sie bezeugen die Anwesenheit berühmter fränkischer Magnaten in Isen, so des „Egilolf pedagogus Hloduuici iuvenis“ Erzieher Ludwigs d. Dt., oder des Brüderpaares Hardnid und Nidhart, Enkel Karls d. Gr. – Lit.: Störmer, Früher Adel 76. Zu Keyla, Witwe Audulfs s. Sturm, Preysing 205, zu Nithard Krah, Potestas regia 168-186 u. H.-W. Goetz, Nithard, LMA VI, 1993, Sp. 1201.
f. 243-244 (Hitto nr. 92) „Traditio Ellanmari laici“, 818 I 26 (TF 391). Der Adelige Ellanmar übergibt im Beisein zahlreicher Adeliger das von ihm auf seinem Hof erbaute Bethauses zu Velden an der Vils („Felda iuxta fluvium qui dicitur Filusa“, Gde., Lkr. Landshut) an Freising anlässlich der Weihe durch Bischof Hitto unter dem Vorbehalt lebenslanger Nutzungsrechte für sich, seine Frau und seinen zukünftigen Sohn; illustrer adeliger Zeugenkreis darunter ein Abt Sigo und der Erzpriester Johannes.
f. 244-244v (Hitto nr. 93) Der Priester Landperht schenkt Allodialbesitz mit namentlich genannten, unfreien Arbeitskräften zu seinem und seiner Vorfahren Seelenheil an Freising unter Vorbehalt der Nutzungsrechte für sich und seinen Neffen David. 818 III 25 (TF 395); Schreiber: Tagobert, Priester auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 244v-245 (Hitto nr. 94) Zwei Rechtsgeschäfte des Priesters Ascrih: „Traditio Ascrih presbiteri ad Holze seu negotium eius quicquid ad Scrote et ad Chadalo comparavit cum pretio“. 1. Die Traditio: Ascrih schenkt „suam propriam conparationem seu lucrationem…ad Holze“ zum eigenen Seelenheil; 818 V 21 (TF 399a). – 2. Der Tauschvertrag: Mit Hilfe seines Bruders Engilhart ertauschte Ascrih von Scrot und Chadol Land und Wald in der Schwindau gegen zwei Pferde und die Unfreie Suester; 813 IV 8 (TF 399b), datiert nach dem 13. Kaiserjahr Karls d. Gr. – Schwindau, Siedlungskammer (Gde. Schwindegg, Lkr. Mühldorf a. Inn). – Chadol/Chadalo begegnet als Zeuge in der kurzen Gerichtsnotitia von 818 über die Restitution des von Chunibert entfremdeten Kirchenguts an Bf. Hitto (Nachtrag auf f. 176, Atto nr. 213, TF 401b), in der Schenkung Tenils von 821 (f. 270v-271, Hitto nr. 138, TF 450), im Lehensvertrag Reginuuarts 822 (f. 279, TF 461) und dessen Erweiterung durch veränderte Zinsleistung 823 (f. 294, TF 490), der Schenkung Cundpalds von 826, die auch Chunibert bezeugt (f. 329, TF 529); ferner nimmt er bei der Schenkung des Priesters Uualdperht von Besitz in Chadalesdorf/Kollersdorf (Gde. Nandlstadt, Lkr. Freising), einer offensichtlich nach diesem Chadol benannten Siedlung, im Jahr 830 die Investitur vor (f. 352, TF 597).
f. 245v (Hitto nr. 95) Perahart übergibt die Hälfte seines Besitzes in Marzling (Gde., Lkr. Freising) an Freising für Nahrung und Kleidung. 818 XII (TF 404); Schreiber: Tagobert. Komm.: Datierung erfolgt nach dem 5. Regierungsjahr Ludwigs d. Fr. und dem 2. Lothars in Bayern; letzteres veranlasste Bitterauf zur Datierung auf das Jahr 817.
f. 245v-246v (Hitto nr. 96) „Traditio Liutfridi presbiteri ad Feldmoching“, 817 (820) IV 15 (TF 372). Der vom Priester Liutfrid einst tradierte Eigenbesitz „in vico publico“ Feldmoching erhält nach seinem letzten Wunsch sein Neffe Anno als geistliches Lehen. Testamentsvollstrecker ist sein Bruder Anno am Ort Feldmoching im Beisein von Bischof Hitto. Schreiber: Tagobert auf Anweisung Hittos.
f. 246v-247v Frauenschenkungen im Kontext
f. 246v (Hitto nr. 97) „Traditio Isanharti clerici et Tunna mater eius”, 818 X 18 (TF 403). Mit Hilfe seiner Mutter Tunna gelingt es Isanhart, seinen väterlichen Erbbesitz von den älteren Brüdern zu erhalten und sich damit in den Dienst der hl. Maria und den bischöflichen Schutz Hittos zu begeben.
f. 247-247v (Hitto nr. 98) Notitia der Schenkung von Eigenbesitz durch die Witwe Imma und der ihr hierfür übertragenen Nutzungsrechte auf Lebenszeit gegen einen Jahreszins von einem Denar; 818 I 29 (TF 392).
f. 247v (Hitto nr. 99) Der Erzpriester Johannes bestätigt Bf. Hitto für immer die Schenkung seines Erbbesitzes und der von ihm erworbenen Besitzungen zu Hammerlbach („Hamariginpah“, Gde. Kirchberg, Lkr. Erding). 818 I 29 (TF 393), illustrer Zeugenkreis zu „Cozoltesdorf“.
f. 248-249 (Hitto nr. 100) „Beneficium Ermansuinda filia Sigiharii de Hasalpah seu traditio illius“, 818 IX 17 (TF 402). – Die „ingenua“ Ermansuind, verheiratet mit Uualdperht, dessen Status als „seruus“ der Freisinger Domkirche soeben festgelegt worden war, übereignet ihren väterlichen Erbbesitz und erhält ihn als Freisinger Lehen zur Bewirtschaftung auf Lebenszeit zurück, zusammen mit weiterem, von ihrem Vater Sigihard zur Amtszeit Bischof Attos an Freising tradierten Erbbesitz. – Der Text spielt auf das Placitum zu Allershausen (Gde., Lkr. Freising) vom 15.09.818 an, auf welchem Uualdperht in die Schicht der unfreien Dienstleute der Freisinger Domkirche eingegliedert wurde; vgl. f. 176 (Atto nr. 213, TF 401c). Die Rechtsentscheidungen vom 15. und 17. 09. 818 (Atto nr. 213 und Hitto nr. 100[1]) basieren auf einer damals erfolgten Sichtung des Freisinger Urkundenbestandes „in armaria sanctae Mariae“ (vgl. f. 248v). Lit.: Krah, Der Transfer von Urkundenbeständen 30.
f. 249-252v Priestertraditionen im Kontext
f. 249-249v (Hitto nr. 101) Die beiden Priester Ermperht und Erchanfrid (Neffe und Onkel) schenken ihren Eigenbesitz an der Strogen, 819 IV 13 (TF 408) – Memorialstiftung der Schenker in Form einer Notitia. – Vgl. auch den Ort Ober- und Unterstrogn (Gde. Bockhorn, Lkr. Erding), der offensichtlich im Besitz der Stiftergemeinschaft von Isen und ihrer Nachkommen war, so Störmer, Adelsgruppen 129.
f. 249v-250 (Hitto nr. 102) Der Priester Uuichuas schenkt Eigenbesitz zu Wang, 817 VII 22 (TF 377). Charta einer Memorialstiftung.
f. 250-250v (Hitto nr. 103) Der „vassus dominicus“ Meginhart gibt Bf. Hitto ein Reliquienbehältnis zurück und erneuert seine Schenkung. „In Pannonia“ 819 VII 04 (TF 419).
f. 250v (Hitto nr. 104) Memorialstiftung der Tompurc in Finning, 818 III 29 (TF 396). Schenkungsurkunde, in welcher die „mulier Tompurc“ als Mitglied der Oberschicht eigenständig handelnd ohne Rechtsvormund auftritt. Finning (Gde., Lkr. Landsberg a.Lech).
f. 251-251v (Hitto nr. 105) Erneuerung der Schenkung des Priesters Cozolt sowie Nutzungsvertrag für ihn und seinen Neffen Liuthram gegen jährlichen Naturalzins, 819 I 13 (TF 405). Der Rechtsakt basierte auf der Schenkung von Erbbesitz in Neufahrn (Gde., Lkr. Freising) oder Neufarn (Gde. Vaterstetten, Lkr. München) durch Cozolt während der Amtszeit von Bischof Arbeo sowie einer Renovatio unter Atto. Er fand in Eching (Gde., Lkr. Freising) vermutlich auf einem Placitum statt und diente der Prävention eines künftigen Erbstreites. – Vgl. zur seelsorgerischen Tätigkeit des Priesters Cozolt die auf f. 247 (Hitto nr. 98) genannte „Cozolti ecclesia“, wo Bischof Hitto im Januar 818 eine Messe feierte. Vgl. ferner zum Streit Cozolts und seines Bruders Frumolt um die Kirche zu Frauenvils f. 220 (Hitto nr. 56).
f. 251v-252v (Hitto nr. 106) Der Priester Imihho schenkt sein Eigenkirchlein zu Holzhausen am Würmsee (am Starnberger See, Gde. Münsing, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen), 818 III 14 (TF 394). Die Urkunde dokumentiert die Kirchweihe durch Hitto sowie die Ausstattung der Holzhausener Kirche mit Erbbesitz, die Traditio Imihhos an Freising, ebenso die ihm übertragenen Nutzungsrechte auf Lebenszeit.
f. 252v-253 (Hitto nr. 107) Graf Job tradiert seinen väterlichen Erbbesitz in Eching (unklar welches Eching gemeint ist) und Berg an Freising unter Vorbehalt der Nutzungsrechte für seinen Bruder Hamming, ebenso den ihm übertragenen Eigenbesitz der Brüder Samuel und Scacco, Priester. 819 V 08 (TF 414), illustrer Zeugenkreis. Komm. zur Handschrift: Am Textbeginn auf f. 252v eine schöne Bandinitiale.
f. 253-253v (Hitto nr. 108) Ilprant übergibt den gesamten von ihm „in loco ad Scalhodorf“ erworbenen Besitz der hl. Maria in Freising, behält sich aber lebenslange Nutzung vor. 819 XII (TF 431); Schreiber: Tagobert. Komm. zur Handschrift: Randnotiz auf f. 253v am oberen Blattrand.
f. 253v-254 (Hitto nr. 109) Pepo tradiert ein Drittel seines Erbbesitzes zu Möschenfeld („Meskilinfeld“, heute Wallfahrtskirche, Gde. Grasbrunn, Lkr. München) der hl. Maria in Freising für sein eigenes Seelenheil sowie das seiner Mutter Perhuita und seines Bruders Tuto. 819 VIII 19 (TF 420).
f. 254 (Hitto nr. 110) „Ratkis tradidit ad Mohhinga”, 819 IV 18 (TF 410). Kurzes Gedächtnisprotokoll der Schenkung einer Mühle in der Siedlungskammer Feldmoching (heute Stadtteil v. München), welche Ratkis vor seiner Pilgerfahrt nach Rom in Freising vornahm.
f. 254v-255 (Hitto nr. 111) Der Kleriker Maiol tradiert auf einer Synode in Freising im Beisein seiner Verwandten und Freunde seinen künftigen Erbbesitz in Frauenvils (Gde. Taufkirchen, Lkr. Erding) und erhält im Gegenzug hierfür den Schenkungsbesitz seines Onkels, des Priesters Hartpald, am gleichen Ort als Lehen. 819 V 10 (TF 417); Schreiber: Tagobert.
f. 255-255v (Hitto nr. 112) „Qualiter Cozpald laicus reddit beneficium ad Sulzamose“. Gerichtsprotokoll vom 20. 6. 820 des Streites um die Eigentumsrechte der von Pisum an Freising geschenkten und von seinem Neffen Cozpald bisher bewirtschafteten Güter in Sulzemoos. Nach Verzicht auf jegliche Eigentumsrechte wird Cozpald wiederbelehnt (TF 438). Ort: Sulzemoos (Gde., Lkr. Dachau).
f. 255v-257 (Hitto nr. 113) Der Kleriker Isanhart erneuert im Beisein seines Bruders Otloh die Schenkung ihres blinden, altersschwachen Onkels, des Priesters Hrodher, in Pfettrach (Gde. Wang, Lkr. Freising), und tradiert zugleich seinen zukünftigen Erbbesitz ebenda, um beides als Lehen von Bf. Hitto zurück zu erhalten. 820 V 22 (TF 436); Schreiber: Tagobert.
f. 257-257v (Hitto nr. 114) Der Mönch Ramuuolf erneuert die Schenkung seines Erbbesitzes zu Deinhofen („Timinhofa“, Gde. Moosach, Lkr. Ebersberg), den sein Neffe, der Priester Erchanfrid, als Lehen von Bf. Hitto nun erhält und ebenso seinen zugleich an Freising tradierten, zukünftigen Erbbesitz. 819 IX 22 (TF 422); Schreiber: Tagobert.
f. 257v-258v (Hitto nr. 115) Patto und Tetti retournieren die von Bf. Atto wegen Verlust von Besitz erhaltene Schenkung der Güter des Priesters Hrodhoh um ihres Seelenheiles willen nunmehr an Bf. Hitto. 819 IX 22 (TF 423); Schreiber: Tagobert.
f. 258v (Hitto nr. 116) Der Kleriker Uualdperht tradiert im Kloster Isen (Gde., Lkr. Erding) seinen Eigenbesitz in Steinhart (Gde. Pfaffing, Lkr. Rosenheim) in die Hände Bf. Hittos; (s.d.) VIII 09 „luna VIII“ (TF 307).
f. 258v-259 (Hitto nr. 117) Vor seiner Teilnahme an einem Feldzug überträgt Úo an Bf. Hitto seinen Anteil sowie den seiner Frau Hiltipirc an der früheren Schenkung Adalperhts am Ort Seeon. Sollte er auf dieser Fahrt sterben, soll der Besitz bei Freising bleiben, im Falle seiner Rückkehr jedoch in seiner Gewalt. 819 V 08 (TF 415); vgl. zum Kontext (Hitto nr. 103) und (TF 419).
f. 259 (Hitto nr. 118) Der Priester Ekkihard erneuert seine frühere Schenkung von Besitz „ad Vualde“. 819 V 22 (TF 418b); Text stark gekürzt und lückenhaft; vgl. zum Kontext f. 159´, (Atto nr. 179) sowie (TF 126).
f. 259-259v (Hitto nr. 119) Der Priester Sigiuuolf tradiert seine auf Erbbesitz errichtete und ausgestattete Kirche zu Frauenvils (Gde. Taufkirchen, Lkr. Erding) in die Hand Bf. Hittos. 819 IV 19 (TF 411); Schreiber: Tagobert.
f. 259v-260 (Hitto nr. 120) Cundpald übergibt in Gesseltshausen („Cozhiltahusun“ Kirchdorf, Gde. Fahrenzhausen, Lkr. Freising) seinen hier ererbten und erworbenen Besitz an das Gotteshaus der hl. Maria zu Freising. [819] IX 25 (TF 425).
f. 260 (Hitto nr. 121) Der Priester Berno schenkt seinen Erbteil in Germerswang (Kirchdorf, Gde. Maisach, Lkr. Fürstenfeldbruck) zur Gänze an das Gotteshaus der hl. Maria in Freising. 819 V 07 (TF 413); Schreiber: Tagobert. Komm.: Der Text der kurzen Notiz spielt auf eine vorher gegangene Erbauseinandersetzung zwischen Berno und seinen Brüdern an.
f. 260-261 (Hitto nr. 122) Abt Salomon des Klosters Isen (Gde., Lkr. Erding) errichtet auf Erbbesitz ein Bethaus am Ort „Sindpaldeshusir“, das er nach der Weihe durch Bf. Hitto gemeinsam mit seiner Schwester Engilsuind mit Besitz ausstattet und dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising übergibt. 819 XI 07 (TF 427); Schreiber: Pirtilo im Auftrag Bf. Hittos. Komm.: Der im Text genannte Einhart ist Gesandter Bf. Hittos.
f. 261-261v (Hitto nr. 123) Memorandum über die Erneuerung der Schenkung des Priesters Sigifuns in Puppling („Puppininga“ Dorf, Gde. Egling, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) mit Hilfe des Priesters Hrodolf, welcher ein „wadium“ hierfür nach Freising bringt. 819 V 06 (TF 412); vgl. ferner f. 355- 355v, 830 X 11, (TF 603) zur wiederholten Renovatio und Ausweitung der Schenkung. Lit.: Niermeyer, Mediae Latinitatis Lexicon minus (1984) „wadium“ S. 1120-1125.
f. 261v (Hitto nr. 124) Die Brüder Alprih und Ootlant verkaufen ihren Erbbesitz am „Fogoluelda“ östlich der Isar an Bischof Hitto und schenken die Differenz des Besitzes zum erhaltenen Geldbetrag. (s.d.) (TF 432).
f. 261v-262v (Hitto nr. 125) Der Priester Erlapald tradiert im Auftrag des Laien Erlolf den nach dem Tode seines Bruders und Freisinger Diakons Amalfrid angefallenen Erbteil ihres gemeinsamen Besitzes in Rehbach (Weiler, Gde. Gammelsdorf, Lkr. Freising). Zugleich („eadem hora“) tradiert der Freisinger Priester Erchanpald größeren Erbbesitz zu Reichertshausen; 819 XI 21 (TF 429). Schreiber: Tagobert; vgl. f. 285 (Hitto nr. 167) und (Hitto nr. 95) zu Reichertshausen und Rehbach.
f. 262v-263 (Hitto nr. 126) Rückübertragung der Nutzungsrechte seines an Freising verschenkten Besitzes in Holzhausen durch den Priester Deotpald anlässlich seiner Romfahrt; 819 IV 14 (TF 409).
f. 263-263v (Hitto nr. 127) Erchanhart und sein todkranker Bruder Kartfrid erneuern mit Erlaubnis des „magister centenarius“ Deothart ihre unter Hz. Tassilo erfolgte Schenkung von Land am Freisinger Berg. 819 XII 25 (TF 430); Schreiber: Tagobert.
f. 263v-264v (Hitto nr. 128) Erfolgreiche Rückforderung Hittos der an den Diakon Sundarheri ausgegebenen Lehen in Isen (Gde., Lkr. Erding) und Albaching (Gde., Lkr. Rosenheim), welche zum ehemaligen Besitz der Stifterfamilie des Klosters Isen gehörten, 818 V 4 (TF 398). Vgl. f. 30 (Arbeo nr. 6). – Lit.: Störmer, Sundarheri scriptor 23. Teil dieser Auseinandersetzung ist die anschließende Schenkung des Familienbesitzes in Moos- / Forst- Inning] (Forstinning, Gde., Lkr. Ebersberg) am Rande des Ebersberger Forstes durch Cunzo, den Bruder Sundarheris; Mayr, Ebersberg 88-90, „Die Gruppe von Forstinnig“.
f. 264v-265 (Hitto nr. 129) Auf einer von Bf. Hitto abgehaltenen Synode erneuert der Priester Alpolt die Schenkung seines Besitzes zu Lindach (vielleicht Gde., Lkr. Fürstenfeldbruck). 819 IX 24 (TF 424), illustrer Zeugenkreis.
f. 265-265v (Hitto nr. 130) Die Witwe Hroossuuind schenkt den von ihrem Vater ererbten Wald zu Großarreshausen („Anshareshusir“, Dorf, Gde. Schweitenkirchen; Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm) zum Seelenheil ihres Mannes Reginpert. 821 III 10 (TF 446).
f. 265v-266v (Hitto nr. 131) Der Priester Rihpald tradiert das von ihm erbaute und von Hitto geweihte Bethaus zu „Kenperc“ und erhält es als zinspflichtiges Lehen. 819 IX 15 (TF 421).
f. 266v (Hitto nr. 132) „Incipiunt traditiones de anno septimo inprimis traditio Heripaldi presbiteri”, 820 IV 19 (TF 434). Urkunden, die aus dem siebten Kaiserjahr Ludwigs d. Fr. datieren; mehrfarbige P-Initiale markiert den Beginn. – Lit.: Krah, Cozroh 426f. (pdf).
f. 266v-270 Rechts- und Streitfälle
f. 267-268 (Hitto nr. 133) Sendgericht Hittos in Vierkirchen. Reginhelm, der Neffe des verstorbenen Kaganhart, der dessen Erbbesitz in Fischen verwaltet, übergibt ihn an Hitto „per wadia in manus episcopi“, der wiederum diesen Besitz in Form einer Prästarie gegen Jahreszins von 6 Denaren für seinen Schutz dem Kind („infantulum“) des Kaganhart zukommen lässt; 820 IV 15 (TF 435a). – Lit.: zu Vierkirchen (Gde., Lkr. Dachau) Reitzenstein 287. Fischen wohl am Ammersee.
f. 268 (Hitto nr. 133) Ebenfalls in Vierkirchen (Gde., Lkr. Dachau) übergeben der Priester Frumolt und sein Neffe Liutolt Besitz in Ober- und Unterweilbach (Gde. Hebertshausen, Lkr. Dachau) und behalten die Nutzungsrechte auf Lebenszeit; 820 IV 15 (TF 435b).
f. 268-268v (Hitto Nr. 133) Drei Tage zuvor gelang im benachbarten Ottershausen (Gde. Haimhausen, Lkr. Dachau) eine Einigung mit dem Kleriker Hadupertus, der seinen Besitz als Prästarie zu Lehen erhielt; 820 IV 13 (TF 435c), vgl. zu Hadupertus/„Hadaperht clericus“ auch f. 384 (TF 630).
f. 268v (Hitto nr. 134) Memorandum über die Schenkung des Eigenbesitzes durch Uuitagauuo, den sein Sohn Adalperht von Bf. Hitto als Lehen erhält („episcopus filio suo Adalperht id ipsud praestavit“). 820 III 22 (TF 433).
f. 268v-269v
(Hitto nr. 135) Auf der Synode in Eching (Gde., Lkr. Freising) verzichtet der betagte Priester Altuuart auf seine Ansprüche an der Kirche in Luttenwang (Kirchdorf, Gde. Adelshofen, Lkr. Fürstenfeldbruck), die er als Lehen erhält. 820 V 24 (TF 437); Komm.: Klärung der Besitzverhältnisse der von Bf. Josef geweihten Kirche zu Luttenwang.
f. 269v (Hitto nr. 136) Notiz über die Schenkung des Eigenbesitzes des Priesters Ratpot  zu Glonn (Gde., Lkr. Ebersberg). [821] I 21 (TF 443).
f. 269v-270v
(Hitto nr. 137) Im Beisein von Graf Odalscalh und angeführten Personen der Adelsschicht weiht Bf. Hitto die von Friduperht und Hunperht erbaute und bestiftete Kirche in Unterlaus („Luges“, Kirchdorf, Gde. Feldkirchen-Westerham, Lkr. Rosenheim), welche sie dann dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising übergeben. 821 I 13 (TF 442); Komm.: Graf Odalscalh könnte damals die Rolle des Defensor für das Bistum Freising innegehabt haben.
f. 270v-271 (Hitto nr. 138) Tenil schenkte im Beisein seiner Verwandten („turma parentorum“) und auf Rat seines Bruders Egolt – wie zuvor vertraglich mit Hitto vereinbart – seinen Anteil an der Kirche in Pfettrach (Gde. Attenkirchen, Lkr. Freising) an Freising mit weiterem Erbbesitz. Dadurch löste er seine „amica“ Meripurc, eine „famula“ der Freisinger Bischofskirche, aus der Unfreiheit und erhält sie und ihren gemeinsamen Sohn Hagano von Bf. Hitto zu Frau und Kind; 821 VII 26 (TF 450); Notitia des Vertrages; vgl. die Übertragung der Nutzrechte an diesem Besitz an Tenil und die Seinen in der feierlichen Charta vom 19. 4. 823, f. 291-292 (Hitto 178, TF 489). Vermutlich gehörte Meripurc zur Gruppe der „mancipia“, die Aso v. Mammendorf (Gde., Lkr. Fürstenfeldbruck) 807 an Freising schenkte; vgl. die Randnotiz auf f. 156v-157 (Atto nr. 172, TF 264 und TF 503) sowie f. 307-307v (Hitto nr. 205, TF 502).
f. 271-

272

(Hitto nr. 139) „Renovatio Uuagoni capellani“. Nachdem der Kaplan Uuago den an Freising tradierten Erbbesitz seiner drei verstorbenen Brüder in Pfettrach (Gde. Wang, Lkr. Freising), Zolling (Gde., Lkr. Freising) und an anderen Orten vom „defensor sanctae Mariae“ als Lehen zur Bewirtschaftung erhalten hatte, erneuerte er vor Bf. Hitto die Schenkung der Familie mit dem Versprechen, dass auch künftiger, von ihm erwirtschafteter Zugewinn an Freising fallen solle. 822 IV 13 (TF 465); Schreiber: Tagobert. Vgl. zu den Vorurkunden f. 203v-204v (Hitto nr. 30), (TF 333a,b) und f. 324-325 (Hitto nr. 232), (TF 523a).
f. 272-273
(Hitto nr. 140) Die von Podalunc auf Eigenbesitz erbaute Kirche in Maxlrain (Kirchdorf, Gde. Tuntenhausen, Lkr. Rosenheim) wurde von Hitto im Beisein von Bischof Baturich von Regensburg („Paturicus episcopus“) sowie des Erzpriesters Heripert u.a. geweiht, mit Reliquien ausgestattet, dann von Podalunc und seinem Sohn Reginolt mit Besitz in Maxlrain und Högling (Kirchdorf, Gde. Bruckmühl, Lkr. Rosenheim) ausgestattet und an Freising tradiert. Alles erhielt Reginolt gegen Jahreszins von 4 Denaren als geistliches Lehen. 822 I 25 (TF 459).
f. 273-275v Priestertraditionen im Kontext
f. 273
(Hitto nr. 141) Der Priester Adalfrid überträgt seinen Besitz in Anzing (vielleicht Gde. Anzing, Lkr. Ebersberg) zu eigenem und seiner Vorfahren Seelenheil, um ihn für die Zeit nach seinem Tode abzusichern. 821 XII 27 (TF 452).
f. 273-273v
(Hitto nr. 142) „Sindperht renovavit traditionem pristinam“, Höhenrain 822 I 24 (TF 458). Der ehrwürdige, der Nobilität angehörende Priester Sindperht erneuert die Familienstiftung der Kirche in Höhenrain (Gde. Berg, Lkr. Starnberg) in die Hand des Defensors Bf. Hittos und verzichtet zugleich auf jeglichen wirtschaftlichen Zugewinn. vgl. f. 231 (Hitto nr. 77).
f. 273v-274
(Hitto nr. 143) „Traditio Isaac presbiteri de Anthadeshofa“, „Prenpruc“ 820 VII 20 (TF 439). Asolt erneuert die Schenkung seines verstorbenen Onkels, des Priesters Isaac, in Ober-, Unterhandenzhofen (Gde. Erdweg, Lkr. Dachau) mit allem Zugewinn; er erhält den Besitz als geistliches Lehen mit einem Silbersolidus Jahreszins.
f. 274-274v
(Hitto nr. 144) Der nun Priester gewordene Asolt erneuert die Schenkung der Kirche zu Ober- Unterhandenzhofen und tradiert zusätzliche seinen dortigen Eigenbesitz zur Ausstattung der Kirche. 821 XII 30 (TF 454).
f. 274v-275
(Hitto nr. 145) Der Priester Heriolt erneuert in Freising die Schenkung seines Vaters Reginhoh von Besitz in Rudelzhausen (Gde., Lkr. Freising) und Steinbach („Steinesdorf“ vielleicht Steinbach, Pfarrdorf, Gde. Moorenweis, Lkr. Fürstenfeldbruck) mit folgendem Ritual: Im Beisein seiner Eltern und Verwandten legte er frische Erde und Pflänzlinge am Tag Maria Himmelfahrt bei der Messfeier auf den Altar der Freisinger Domkirche, erneuerte die Schenkung und übergab dann Erde und Pflänzlinge an den Priester Oadalpald und den Mönch Otolf für den Stiftsgarten der hl. Maria. 821 VII 13 (TF 449); Schreiber: Tagobert, Priester.
f. 275-275v
(Hitto nr. 146) Notiz über die Schenkung des Priesters Reginpald an die Kirche zu Puppling (Gde. Egling, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen), der sich in Freising in den Dienst der hl. Maria begibt. Freising 821 V 25 (TF 448); vgl. f. 261 (Hitto nr. 123).
f. 275v
(Hitto nr. 147- falsches Rubrum) Kurze Traditionsnotiz über die Schenkung von namentlich genannten, unfreien Arbeitskräften durch die wohlhabende Frau Deotsuuind an das Gotteshaus der hl. Maria in Freising. 808 VI 28 (TF 279), Schreiber: Tagobert, Diakon, im Auftrag Bf. Attos. Komm.: versehentlich zu den Traditionen Bf. Hittos eingereiht aber datiert nach den Kaiserjahren Karls d. Gr. (mit Randvermerk: „Atto episcopus“).
f. 276-276v
(Hitto nr. 148) „Traditio Pernuuini presbiteri de Perc“, Eching 821 (TF 455). Auf der Versammlung in Eching (Gde., Lkr. Freising) in Anwesenheit Bf. Hittos, der Äbte Meginhart und Hahart von Schlehdorf sowie von Graf Liutpald wird die causa des Priesters Pernuuin beendet, der, um Verzeihung für seine Vergehen zu erlangen, den Erb- und Eigenbesitz am Ort Überacker („Uparacha“) dem Gotteshaus der hl. Maria erneuert; vgl. f. 239v-241 (Hitto nr. 89) zur Traditio des Erbbesitzes des Priesters Pernuuin auf der Synode in Freising 819 X 19 und zur Siedlungskammer Überacker sowie zu seiner Belehnung mit diesem Besitz gegen Jahreszins von einem halben Solidus und dem Vorbehalt der Nutzungsrechte des Besitzes für seine Nichte nach seinem Ableben (TF 426).
f. 276v
(Hitto nr. 149) Der Priester Cunzilo erneuert seine frühere Schenkung von Besitz zu Schweinbach [821] II 03 (TF 444).
f. 276v-277
(Hitto nr. 150) Im Beisein von Gf. Ellanpert erhält der Oblat Deotpald den an Freising tradierten Besitz seines verstorbenen Bruders Uuaning in Ober-(Unter-)Strogn (Gde. Bockhorn, Lkr. Erding) von Bf. Hitto als Lehen. 821 II 22 (TF 445); vgl. die Vorurkunde dazu von 815 IX 18 auf f. 216 (Hitto nr. 49).
f. 277
(Hitto nr. 151) Die wohlhabende und religiöse Frau Engilrat mit Besitz in Schäftlarn (Gde., Lkr. München) übergibt in Freising dem Gotteshaus der hl. Maria sechs namentlich genannte, unfreie Arbeitskräfte; 821 XII 27 (TF 453) Komm.: vgl. zur Renovatio im Jahr 828 f. 327 (Hitto nr. 237).
f. 277-277v
(Hitto nr. 152) Notiz über die Tradition des Priesters Isanperht im St. Zeno Kloster Isen (Gde., Lkr. Erding). Im Beisein der Grafen Orendil und Ellanperht schenkt er seinen Eigenbesitz an der Sempt, den sein Neffe Engilhard als Lehen erhält für ein wollenes Gewand Jahreszins [821] (TF 457).
f. 277v
(Hitto nr. 153) Der Kleriker Hahfrid erneuert seines Vaters Schenkung von Besitz in Großinzemoos (Pfarrdorf, Gde. Röhrmoos, Lkr. Dachau), mit dem ihn dann Bf. Hitto belehnt zu sechs Denaren Jahreszins, jeweils fällig am Martinstag. [821] I 05 (TF 441); vgl. f. 226 (Hitto nr. 68) zur Belehnung Hahfrids mit dem Besitz seines Vaters Meginolt zu Ampermoching (Pfarrdorf, Gde. Herbertshausen, Lkr. Dachau) im April 816.
f. 277v
(Hitto nr. 154) Memorandum über die Schenkung des Heriperht, der mit seinem Eidhelfer Einhart drei namentlich genannte, unfreie weibliche Arbeitskräfte und bewirtschaftetes Land in Pfettrach (Gde. Wang, oder Gde. Attenkirchen, Lkr. Freising) zu seinem Seelenheil übergibt. [821 aufgrund der Zeugenreihe] (TF 456).
f. 277v-f. 278v (Hitto nr. 155) „Isangrim de Hiruzpah“, 821 IV 28, St. Martinskirche in Pfettrach (TF 447). Commemoratio. Person: Isangrim, „parens“ Bf. Hittos; Sohn der Liutpurc (f. 67v, TF 149) Geschäftspartner und Prozessgegner Bf. Attos (f. 123, TF 148 u. f. 88v TF 277). Orte: Nörting (Gde. Kirchdorf a.d. Amper, Lkr. Freising), Hirschbach (Gde. Kirchdorf a.d. Amper, Lkr. Freising) 2,5 km von Nörting entfernt. Quelle zum Begräbnis eines Adeligen „extra ecclesiam“. – Lit.: Störmer, Früher Adel 369f.

f. 278v-279
(Hitto nr. 156) Reginuuart erneuert die Schenkung seines Bruders in Bockhorn („Pohscorum“, Pfarrdorf, Gde., Lkr. Erding) und tradiert zusätzlich dem Gotteshaus der hl. Maria seinen eigenen Besitz an diesem Ort; er erhält beides als zinspflichtiges Lehen. Die Zeugenreihe führt Graf Liutpald an. 822 III 10 (TF 461); vgl. f. 294 (Hitto nr. 182). Komm. zur Handschrift: sehr schöne N-Initiale am Textbeginn.
f. 279-279v
(Hitto nr. 157) Durch Intervention der Priester Meginpert und Salomon, Abt des St. Zeno Klosters Isen (Gde., Lkr. Erding), tradiert der Kleriker Deotpato den von ihm erworbenen Besitz in Grünbach (Kirchdorf, Gde. Bockhorn, Lkr. Erding) im Tausch gegen ein dort befindliches, kleineres Lehen mit drei weiblichen Arbeitskräften zu seinem Lebensunterhalt. 822 III 30 (TF 462); Schreiber: Cozroh, Diakon; vgl. zu Grünbach („Croninpach“) f. 219v (Hitto nr. 55).
f. 278v (Zeile 10) „Incipit“ der Urkunden aus dem 9. Kaiserjahr Ludwigs d. Fr. „Traditio vel Redditio Reginuuarti ad Pohscorrum“, 822 III 10 (TF 461). Person: Reginuuart, Gefolgsmann des Gf. Liutpald (vgl. bei f. 115v, "Conuenientia Attonis cum uiris qui uocantur Mohingara, TF 235).
f. 279v-280v (Hitto nr. 158) „Cotescalch et Ermanlind“, 823 IV 5 (TF 464a). Kopie der Zweitausfertigung dieser Schenkungsnotitia durch „Cozroh diaconus“ (vgl. f. 280), mit welcher Cotescalch Erbbesitz zu Berg (Gde., Lkr. Starnberg) am Starnberger See gegen Benefizialrechte an der dortigen Kirche schenkte und seine Frau Ermanlind 30 Morgen in Gauting (Gde., Lkr. Starnberg). – Vgl. die Kopie der Erstausfertigung auf f. 299v-300v (Hitto nr. 191, TF 464b).
f. 280v-281 (Hitto nr. 159) „Oadalpald et Minigo presbiteri“, 822 IX 16 (TF 477). – Der Priester Minigo bestätigte öffentlich auf einer Synode zu Freising die Zugehörigkeit seiner Eigenkirche in Ecknach (Gde. Aichach, Lkr. Aichach-Friedberg) zum Besitz des Hochstifts. Zugleich wurde ein Lehensvertrag über diese Kirche zugunsten seines gleichnamigen Neffen geschlossen. Die Eigenkirche Minigos hatte einst Bf. Atto mit Zustimmung Bf. Sindberts von Augsburg geweiht wie auch die seines Bruders, des Priesters Oadalpald, am gleichen Ort. Anhand dieser Urkunde wird die Überschneidung der entstehenden Diözesen Augsburg und Freising deutlich.
f. 281v-282
(Hitto nr. 160) Haholt tradiert seinen Erbbesitz in Außer-(Inner-)Bittlbach (Kirchdorf, Gde. Lengdorf, Lkr. Erding), den er mit lebenslangen Nutzungsrechten für sich, seine Frau Perhthild und ihren Sohn Arno als Lehen erhält. 827 III 16 (TF 540a, b) mit Memorandum der Investitur; Schreiber: Undeo, Diakon.
f. 282-282v (Hitto nr. 161) Mahtheri schenkt dem Kloster Innichen (PB Bozen, I) seinen ganzen Besitz zu Trixen (Truhsna) und Griffen (Crinina) und behält die Nutzungsrechte auf Lebenszeit; 822 VII 10 (TF 472) Charta. Lit.: Zahn, Fontes 31, 12, nr. 10.
f. 282v-283 (Hitto nr. 162) „Ad Stroagun Uuolfperht clericus et Uuanpurc traditio“, Isen 822 XII 08 (TF 480). Ellanpert, Rechtsbeistand des Klerikers Uuolfperht, und die wohlhabende Frau Uuanpurc tradieren dem St. Zenokloster in Isen (Gde., Lkr. Erding) ihren Besitz in Ober-(Unter-)Strogn (Dorf, Gde. Bockhorn, Lkr. Erding).
f. 283-283v
(Hitto nr. 163) Der Priester Elizo tradiert seinen gesamten Besitz in Unterschweinbach (vielleicht Unterschweinbach, Pfarrdorf, Gde., Lkr. Ebersberg), und erhält die Nutzungsrechte daran für sich und seinen Neffen gegen sechs Denare Jahreszins. 822 III 01 (TF 460); vgl. auch f. 47-48v(Arbeo nr. 30) 773 VIII 30, aus der Zeit Herzog Tassilos III. mit Nähe des Tradenten zur Agilolfingersippe (TF 63).
f. 283v-284 (Hitto nr. 164) Die Schenkung der Eigenkirche in Strogn (Ober- und Unterstrogn, Gde. Bockhorn, Lkr. Erding) durch den Priester Deotpald und seinen Bruder Erchanpald dient der Ausstattung ihres Neffen, des Klerikers Nordpert. Die Rechtsgeschäfte sind als Notitien überliefert; sie wurden in der Freisinger Außenstelle im Kloster Isen (Gde., Lkr. Erding) in Anwesenheit Bischof Hittos vorgenommen; 822 VIII 19 (TF 474). – Lit.: Störmer, Adelsgruppen 129; vgl. auch f. 249.
f. 284-284v (Hitto Nr. 165) Notitia über die Bestimmung des jährlichen Zinses von 2 Solidi zu Martini, welchen Puro und Cundpert für ein nicht näher bestimmtes Freisinger Lehen entrichten sollten; 822 (TF 482).
f. 284v-285 (Hitto nr. 166) Hitto verteidigt vor dem kaiserlichen Sendgericht in Ergolding (Gde., Lkr. Landshut) erfolgreich die Eigentumsrechte des Bistums Freising an der Kirche zu Föhring (Ober-, und Unterföhring, Stadtteil v. München); 822 IV 3 (TF 463). – Lit.: Brown, Unjust seizure 146f.; vgl. auch f. 176v-177v (Atto nr. 214, TF 466) und f. 9 („Traditio Tassilonis ducis de Erchinga“, TF 5) – Initienblatt.
f. 285
(Hitto nr. 167) Die Priester Erchanpald und Erlolf tradieren ihren Erbbesitz in Reichertshausen vor Bf. Hitto, dem Erzpriester Heriperht u. a., der nach ihrem Tod für immer im Besitz des Gotteshauses der hl. Maria in Freising bleiben soll. 819 XI 16 (TF 428), Schreiber: Tagobert; vgl. f. 261v-262v (Hitto nr. 125).
f. 285v-286 (Hitto nr. 168) Der Priester Salomon erneuert für sich und seinen älteren Bruder Meginperht ihre im Jünglingsalter getätigte Schenkung des künftigen Erbbesitzes (ohne Ortsangaben), wobei der Zuletztsterbende von beiden sich für die Zahlung eines umfänglichen Jahreszinses durch Kleidungsstücke für Kanoniker und Naturalien verbürgt; 822 V 11 (TF 469). – Lit.: Sturm, Preysing 90, der das Brüderpaar der Sippe des Priesters Arperht zuordnet.
f. 286 (Hitto nr. 169) Memmo und sein Sohn, der Kleriker Isanhart, schenken eine Manse (hier: „colonia“) in Neufarn (Gde. Vaterstetten, Lkr. Ebersberg) dem Gotteshaus der hl. Maria für ihr Seelenheil, wobei Isanhart die Manse vom „defensor“ der Freisinger Kirche zu Lehen auf Lebenszeit erhält mit einer weiteren am gleichen Ort. Freising 822 X 07 (TF 478).
f. 286-286v (Hitto nr. 170) Priestertraditionen vom 7. Mai 822; 1) Testamentarische Verfügung des Priesters Uuolfdeo über seinen Erbbesitz in Degerndorf (entweder Degerndorf, Gde. Münsing, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen oder Degerndorf am Inn, Gde. Brannenburg, Lkr. Rosenheim) zugunsten des Hochstifts Freising (TF 467). Die gleiche Zeugenreihe in Hitto nr. 174; im Original ausgefertigt von Cozroh, noch „diaconus et monachus“.
f. 286v-287 (Hitto nr. 171) Kurze Notitia der Übergabe eines Hains am Galen/Galgenberg durch die adelige Dame Regina und ihren Advokat Dolleo „in manus Hittoni episcopi“; actum Schweinbach (Ortsteil v. Landshut), 822 XII 11 (TF 481).
f. 287-287v (Hitto nr. 172) Die Priester Einhart und Friduperht (Neffe Einharts) tradieren ihren Eigenbesitz zu „Uuanihinpah“ zu ihrem Seelenheil, der jedoch erst nach ihrer beider Tod und dem Ableben der Sigipurc (Schwester Einharts) an Freising fallen soll. 822 X 29 (TF 479); Schreiber: Pirthilo im Auftrag Bf. Hittos.
f. 287v-288 (Hitto nr. 173) „Sigifrid de Merunessteti“. Sigifrid übergibt seinen ihm am Schenkungstag gehörenden Besitz am genannten Ort als zukünftige Memorialstiftung; ferner soll der vierte Teil seiner künftigen dortigen Erwerbungen bei seinem Tod an Freising fallen; 822 IX 12 (TF 476). Ort ungeklärt; feierliche Charta, das Original schrieb „Pirchtilo subdiaconus“.
f. 288-288v (Hitto nr. 174) Priestertraditionen vom 7. Mai 822; 2) Schenkung von Erbbesitz des Priesters Deotolf in Oberndorf mit Übertragung der Nutzungsrechte für ihn auf Lebenszeit (TF 468). Zeugenreihe wie in Hitto nr. 170 etwas verkürzt (vgl. f. 286). Schreiber der „cartula“ war Cozroh, damals noch „diaconus et monachus“.
f. 288v-289 (Hitto nr. 175) Protokoll der Weihe der Eigenkirche des Priesters Erchanperht durch Hitto zu „Ratinuuege“/Erdweg (Gde., Lkr. Dachau) mit Übertragung der Eigentumsrechte im Beisein einer bedeutenden Adelsgruppe, „plerique nobiles“, angeführt vom „iudex Ellanperht“; 822 IX 5 (TF 470).
f. 289-289v „Iterum“, 822 VII 3 (TF 471). Die beiden kurzen Notitien überliefern eine Renovatio sowie eine Traditio von Hörigen.
f. 289v-290v (Hitto nr. 176) Bischof Francho von Vicenza schenkt Erbbesitz in der Schwindau (Gde. Schwindegg, Lkr. Mühldorf a. Inn) an Freising und erhält den dortigen Schenkungsbesitz seines Amtsvorgängers als Lehen, 823 VI 3 (TF 492). – Lit.: Sturm, Preysing 92f.; vgl. f. 237 (Hitto nr. 88, TF 400 a, b, c).
f. 290v-291 (Hitto nr. 177) In Anwesenheit von fünf Grafen schenkte der Bischof Noto seinen von 13 namentlich angeführten „mancipia“ bestens erschlossenen und bewirtschafteten Besitz in Kögning (Gde. Steinkirchen, Lkr. Erding) als zukünftige Memorialstiftung; 823 I 16 (TF 483), feierliche Charta. – Lit.: Noto, wohl Bf. von Augsburg, so Sturm, Preysing 185, 188, 207.
f. 291-292 (Hitto nr. 178) Tenil übergibt die Hälfte seines Besitzes am Fischbach sowie seinen Anteil an der Kirche an der Pfettrach als Memorialstiftung, behält jedoch für sich, Frau und Sohn die Nutzungsrechte auf Lebenszeit; 823 IV 19 (TF 489); feierliche Charta. – Lit.: Zu Tenil – Tenileschirihhun – Tölzkirchen (Gde. Nandlstadt, Lkr. Freising), nächst dem Fischbach vgl. Sturm, Preysing 85f., 86 A. 141; vgl. f. 270v-271 (Hitto nr. 138, TF 450).
f. 292 (Hitto nr. 179) Testamentarische Schenkung des gemeinsamen Besitzes und Zugewinns des Ehepaares Pernolf und Perhtni in Erphinprunn/Helfenbrunn (Gde. Kirchdorf a.d. Amper, Lkr. Freising) zu ihrem Seelenheil – „ut quicquid inde rectores domui ipsius agere uoluerint liberam potestatem post obitum nostrorum in omnibus habeant agendi“; 823 XII 27 (TF 496), Charta.
f. 292v (Hitto nr. 180) „Fritilo presbiter renovavit traditionem de Prisinga“, 823 V 12 (TF 491). Vgl. f. 222v (Hitto nr. 60, TF 359). – Lit.: Sturm, Preysing 179-181.
f. 293-293v (Hitto nr. 181) Auf der Synode zu Eching (Gde., Lkr. Freising), welche Bf. Hitto gemeinsam mit dem „iudex Ellanperht“ und Gf. Oadalscalh abhielt, wurde der Rechtsstreit eines Epucho mit Hittos Vogt Irminfrid um den Erbbesitz des Priesters Uuichari in Oberalting (Gde. Seefeld, Lkr. Starnberg) zugunsten Hittos beendet; 827 V 23 (TF 543); Gerichtsprotokoll und Traditionsnotita.
f. 294 (Hitto nr. 182) Für ein zinspflichtiges Lehen in Bockhorn tradierte Reginuuart seines Bruders Erbbesitz zwischen Amper und Pasenbach (bei Ampermoching), behielt sich hier aber eine vertraglich geregelte Nutzung der Mühle gegen Jahrezins vor. Kurze Charta; 823 V 6 (TF 490).
f. 294-295 (Hitto nr. 183) Auf der Synode zu Eching (Gde., Lkr. Freising) schenkt Adalker umfangreichen Erbbesitz in Isanpertesdorf/Eiselsdorf (Gde. Geisenhausen, Lkr. Landshut) als Memorialstiftung für seine Familie; ausführliche Notitia, deren Zeugenreihe den auf der Synode anwesenden Adel spiegelt, beginnend mit dem „iudex Ellanperht“ und dem „comes Odalscalh“; 827 V 23 (TF 544).
f. 295-295v (Hitto nr. 184) Memorialstiftung des Freaso vom 20.10.823 für Keparoh und Erchanrata durch Schenkung einer „cliva“ an der oberen Straße im östlichen Teil von Buch, „Poh“ (TF 495). Da Keparoh und Freso/Freaso die Zeugenliste des wichtigen Prozessprotokolls vom 02.06.820 (f. 255-255v, Hitto nr. 112, TF 438) anführen, könnte es sich um Vater und Sohn handeln und um eine Stiftung des Sohnes für seine wohl vor kurzem verstorbenen Eltern. – Traditionsnotitien im Kontext der Schenkungen an das Kloster Isen (Gde., Lkr. Erding) lassen einen Freaso als Br. eines Erchanpald um 809 aufscheinen (f. 167v, Atto nr. 201, TF 289). – Charta; Lit.: Störmer, Früher Adel 342-344.
f. 295v-296
(Hitto nr. 185) Helidmunt tradiert dem Altar der hl. Maria in Freising eine von drei unfreien Arbeitskräften bewirtschaftete Manse in Hebertshausen (Gde., Lkr. Dachau), die sie mit ihrem eigenen Geld von adeligen Personen erworben hat. Für die Bewirtschaftung bis zu ihrem Ableben verpflichtet sie sich, durch ihren Rechtsbeistand Odolt jährlich einen Silbersolidus Zins an Freising zu zahlen, ferner zu Frondiensten, wenn Heu und Korn geschnitten werden. 827 V 29 (TF 546); Schreiber: Undeo, Diakon, auf Anordnung Bf. Hittos. - Komm.: Sehr frühe Quelle für eine Freisinger Zensualin; vgl. zur Ausrichtung der Rechtsgeschäfte in Freising mit Zensualen im Hochmittelalter die digitale Edition des Liber censualium des Domkapitels Freising (Hochstift Freising Archiv 4) von A. Krah, BSB/bavarikon, Link: Liber Censualium des Freisinger Domkapitels - Freisinger Amtsbücher (bavarikon.de) sowie J. Wild, Libri censualium, in: G. Hetzer, B. Uhl (Hg.) FS H. Rumschöttel zum 65. Geb., Archivalische Zeitschrift 88, 2 (2006) 1105-1122.
f. 296-296v
(Hitto nr. 186) Der Priester Asolt übergibt eine Manse in „Lauppach“ zu seinem Seelenheil und dem seines verstorbenen Onkels und Priesters Isaac, der ihm Besitz in Ober- Unterhandenzhofen (Gde. Erdweg, Lkr. Dachau) vermacht hatte. Diesen erhielt Asolt von Bf. Hitto als Lehen und tradiert ihn erneut, wobei er die Bewirtschaftung des Besitzes auch für seinen Neffen und Priester Poapo vertraglich absichern kann, allerdings nur gegen den hohen Zins von 12 Denaren, jährlich am Martinstag zu entrichten. Freising 823 IV 10 (TF 486), vgl. TF 439 und 454; Schreiber: Cozroh, Diakon.
f. 296v-297
(Hitto nr. 187) Der Priester Keidrih tradiert umfänglichen Eigenbesitz in Nannhofen (Gde. Mammendorf, Lkr. Fürstenfeldbruck) und „Oalanteshofa“ an Freising, den er gegen Jahreszins von fünf Denaren als Lehen erhält und nach seinem Tod sein Neffe Lantfrid, der am Tag der Schenkung zum Diakon geweiht wurde. Freising 823 IV 10 (TF 487); Schreiber: Cozroh, Diakon und Mönch, auf Anordnung Bf. Hittos.
f. 297-297v (Hitto nr. 188) Hroadheri bindet Besitz an die von ihm und seinem Sohn Uualdker erbaute Eigenkirche in Aiterndorf (Gde. Grafing b. München, Lkr. Ebersberg) im Sundergau, welche Bf. Hitto geweiht und mit Reliquien ausgestattet hat, und unterstellt sie dem Bistum der hl. Maria zu Freising. Zugleich behält er für sich, seine Söhne und die Nachkommen seines Sohnes Fater die Nutzungsrechte und die Verfügungsgewalt; 823 IX 7 (TF 494). – Vgl. zu Aiterndorf Mayr, Ebersberg 50, in der Matrikel von 1315 nicht mehr existent 53, heute zur Stadt Grafing gehörend 386.
f. 297v-298v (Hitto nr. 189) Die Schwestern Liutsuuind und Ellansuuind übertragen den von ihrem verstorbenen Bruder, dem Priester Otlant, ererbten Besitz zu Percheim/Bergham, sichern sich aber die Nutzungsrechte auf Lebenszeit; 827 V 19 (TF 542).
f. 298v Randnotiz im Kontext zu Hitto nr. 189: Renovatio der Besitzübertragung am 31. VII. 846 nach dem Tod der Liutsuuint durch ihre Schwester Ellansuuind und deren Mann Ratolf (TF 683). Die Renovatio von 846 mit dem Verzeichnis der "mancipia" am Blattrand ist eine der wenigen Benutzerspuren im Codex.
f. 298v-299 (Hitto nr. 190) Der Diakon Engilman tradiert seinen halben Erbbesitz zu Pahharra/Bachern (Ober-, Unterbachern, Gde. Bergkirchen, Lkr. Dachau) dem Domstift zu Freising. Feierliche, ausführlich Charta im Stil der karolingischen Herrscherdiplomatik; im „actum“ begegnet Bf. Hitto als Funktionsträger der Bistumsheiligen – „Hitto episcopus qui ipsam traditionem manibus suis sanctis accepit“; 823 VI 11 (TF 493).
f. 299v-300v (Hitto nr. 191) Cotescalch et Ermanlind, 824 IV 5 (TF 464b). Cotescalch schenkt Erbbesitz in Berg gegen das Lehen der dortigen Kirche mit fünf Hörigen, seine Frau Ermanlind 30 Morgen in Gauting. Kopie der Erstausfertigung durch Pirhtilo mit Subskriptionsvermerk (f. 300v). – Vgl. die Zweitausfertigung durch „Cozroh diaconus“ f. 279v-280v (Hitto nr. 158, TF 464a).
f. 300v-301
(Hitto nr. 192) In der Nachfolge Jesu Christi und im Bestreben, sich einen Schatz im Himmel zu erwerben, tradiert der Priester Alpolt seinen väterlichen Erbbesitz in Lindach (vermutlich Lkr. Fürstenfeldbruck) zu eigenem und seiner Eltern Seelenheil. Zugleich erneuert er frühere Traditionen und schenkt allen weiteren Zugewinn. Freising 823 III 11 (TF 485); Schreiber: Cozroh, Diakon, auf Anordnung Hittos, „piissimi pontificis“.
f. 301-301v
(Hitto nr. 193) Auf der Synode in Eching (Gde., Lkr. Freising) klagt die Nonne Engilburc, dass ihr Neffe, der Priester Uuicharius, ihrer Mutter Ellanpurc Erbbesitz in Ober- (Unter-)Lappach (Gde. Maisach, Lkr. Fürstenfeldbruck) entfremden wollte, den ihnen nun Bf. Hitto gegen Zins von drei Denaren an seinen Rechtsbeistand Spulit auf Lebenszeit als geistliches Lehen überträgt; gleichzeitig ordnet er an, dass der Neffe das Bethaus der beiden Frauen nur mit ihrer Erlaubnis betreten dürfe. Eching 828 V 19 (TF 562) Schreiber: Cozroh, „indignus presbiter“. Vgl. f. 93 (Atto nr. 40) „Traditio Ellanpuruc et Engilpurc“ 807 VII 24 (TF 261). Lit.: Zu Spulit vgl. H. Stahleder, Hochstift Freising (Historischer Atlas von Bayern 33), 1974, S. 26.
f. 301v
(Hitto nr. 194) Memorandum über die Vergabe eines Freisinger Lehen in „Slekilespah“ durch Bf. Hitto an Engilmar zur Bewirtschaftung; [825] VII 03 (TF 524); zum Ort vgl. f. 309v (Hitto nr. 212).
f. 301v-302 (Hitto nr. 195) Denchilo tradiert Eigenbesitz in Derndorf (Gde., Lkr. Rosenheim) an den Schrein der hl. Maria in Freising; Eching 827 V 23 (TF 545). Schreiber der Urkunde: Undeo, Diakon.

f. 302-303
(Hitto nr. 196) Uuolfher schenkte nach dem Tod seines Vaters Cozperht und der Teilung des väterlichen Erbes zu Haag (a.d. Amper, Gde., Verwaltungsgemeinschaft Zolling, Lkr. Freising) seinen Erbteil an das Gotteshaus der hl. Maria in Zolling (Gde., Lkr. Freising); er bestimmte, dass im Falle seines Todes auf einer Heerfahrt der Priester in Zolling, Uuago, diesen Besitz der hl. Maria in Freising tradieren solle. Doch entschied er dann, die Schenkung selbst vorzunehmen, indem er Uuago, der dies billigte, durch Übergabe eines Zweiges im Beisein seiner Verwandten mit dem Besitz belehnte. 825 IV 21 (TF 520); Schreiber: Tagobert, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos; vgl. zur Vorurkunde des Jahres 804 durch Bf. Atto f. 72, ein Nachtrag von anderer Hand, und (TF 198).
f. 303-303v
(Hitto nr. 197) Cunzo „laicus“  tradiert seinen Besitz in Zorneding (Gde., Lkr. Ebersberg) zu seinem Seelenheil an das Gotteshaus der hl. Maria auf dem Burgberg zu Freising; ausgenommen sind zwölf Äcker, welche erst nach seinem Tod an Freising fallen sollen. 821 XI 27 (TF 451).
f. 303v-304 (Hitto nr. 198) Der Priester Unno schenkt die Hälfte der Besitzungen seines Neffen Uualho zu Hohenthann und bekräftigt seine frühere Schenkung dortigen Erbbesitzes zu ihrer beider Seelenheil. Der offenbar auf Lebenszeit von ihm genutzte Erbbesitz soll bei seinem Tod komplett an Freising fallen; 824 II 6 (TF 499 a, b). Das ausführliche Protokoll mit Investiturvermerk wurde im Original von Cozroh, „indignus presbiter“, geschrieben.
f. 304-304v (Hitto nr. 199) Der Priester Engilfrid schenkt väterlichen Erbbesitz zu „Reginperhteshusun“ nahe des Würmsees (heute: Starnberger See) und erhält dafür die Schenkungsgüter des Priesters Alpuni gegen Jahreszins von zwei Schillingen in Gold zu Lehen, Isen (Gde., Lkr. Erding) 824 VI 21 (TF 508).
f. 304v-305v
(Hitto nr. 200) Der Diakon Hiltolf erneuert seine Schenkung und die seines Vaters Starcholf von Eigenbesitz in Aßling (Gde., Lkr. Ebersberg - vgl. f. 325-326, Hitto nr. 234), Ast (Gde. Aßling, Lkr. Ebersberg) und Holzhausen und tradiert mit Hilfe seines Rechtsbeistandes Cotefrid weitere Besitzanteile, welche Adalker, Rechtsbeistand Bf. Hittos, entgegen nimmt. Freising 824 IV 26 (TF 506).
f. 305v (Hitto nr. 201) Der Kleriker Mahali schenkt seinen väterlichen Erbbesitz in Steinhöring (Gde., Lkr. Ebersberg), den er mit seinem Bruder geteilt hatte, für die Ausstattung der Ortskirche mit Anbindung an das Bistum – „in potestate et tuitione sanctae Mariae et defensoris eius“; 824 IV 9 (TF 500); Investitur und Verortung fanden im benachbarten Neuhausen (Gde., Lkr. Ebersberg) statt. – Lit.: Mayr, Ebersberg, zu Neuhausen, 12, 38, 381, zu Steinhöring 52-56, 66, 77, 135 zur Hauptmannschaft Steinhöring um 1554, 385 zur Gemeinde 1813-1978.
f. 305v-306
(Hitto nr. 202) Der Kleriker Uuolfpald schenkt mit Hilfe seines Rechtsbeistandes Uualh Eigenbesitz und Arbeitskräfte in Degerndorf (Gde. Münsing, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) dem Altar der hl. Maria in Freising; 824 IV 25 (TF 504).
f. 306-306v
(Hitto nr. 203) Rihpald und seine Frau Lantdrud tradieren gemeinsam („communis manibus“) ihren Besitz in Steinhöring (Kirchdorf, Gde., Lkr. Ebersberg) an die hier von ihnen erbaute Kirche; sie bestätigen diese Schenkung vor Bf. Hitto in Aßling (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Ebersberg), behalten sich jedoch lebenslange Nutzung vor; 825 I 15 (TF 511).
f. 306v-307 (Hitto nr. 204) Cundheri schenkt eine „colonia“ in Hlaginpach/Langenbach (Gde., Lkr. Freising), welche ein unfreies Paar bewirtschaftet, zu seinem und seines Sohnes Kartheri Seelenheil. Die Übergabe am Altar der Bischofskirche leitet der „centenarius“ Deothart; 824 II 4 (TF 498). Die Originalcharta schrieb Cozroh, der kurz zuvor – vielleicht an Weihnachten 823 – zum Priester geweiht worden war: „Ego quidem Cozroh indignus presbiter hanc cartulam scribsi“.
f. 307-307v (Hitto nr. 205) „Renovatio Asoni de Mammindorf quam iam olim perfecit“, 824 IV 21 (TF 502), eine Erweiterung der Schenkung und Renovatio dieses Besitzes durch Aso aus den Jahren 807 und 808 (vgl. f. 156v, Atto nr. 172, TF 264 und TF 503). Neben Graf Engilhard und dem Freisinger Vogt Haholf als Rechtsinstanzen agiert Spulit als „legitimus missus“ bei der Übertragung der Besitzrechte an Freising. – Mammendorf (Gde., Lkr. Fürstenfeldbruck); Lit.: Vgl. Störmer, Gerichtsprozesse 263.
f. 307v-308
(Hitto nr. 206) Der Diakon Engilperht, seine Mutter Perhthild und seine Schwester Heta tradieren in Freising ihren Erbbesitz zu „Perge et ad Pohe“ mit Bestätigung durch den Freisinger Priester Amalbert, Bruder und Sohn der Tradenten, denen zu ihrem Lebensunterhalt die Kirche („basilica“) in Hohenbachern (Kirchdorf, Gde. und Lkr. Freising) mit Mansen übergeben wird; 826 I 02 (TF 528).
f. 308-308v
(Hitto nr. 207) Der Diakon Drudker tradiert dem Altar der hl. Maria in Freising seinen Erbbesitz zu Straßlach (Kirchdorf, Gde. Straßlach-Dingharting, Lkr. München) und Hechenberg (Pfarrdorf, Gde. Dietramszell, Lkr. Bad Tölz-Wolframshausen), nämlich zwei zur Eigenbewirtschaftung vorgesehene Landpartien, sowie umfangreichen Besitz zur Fremdbewirtschaftung, der nach seinem Ableben zur Gänze dem Bistum zufallen soll. 824 IV 24 (TF 505).
f. 308v
(Hitto nr. 208) Summarische, kurz gefasste, testamentarische Schenkung des Besitzes des Uuolfuni zur Kleinviecht (Kirchdorf, Gde. Langenbach, Lkr. Freising) an den Altar der hl. Maria in Freising. Freising 825 II 03 (TF 512).
f. 308v-309
(Hitto nr. 209) Der Priester Hagano erneuert in Freising die Schenkung seines Besitzes in Rimbach („Hrindpah“), die nach seinem und seines Neffen Ableben zur Gänze an das Bistum fallen soll; 824 X 19 (TF 510); vgl. die Vorurkunde von 816 I 17, f. 217v-218 (Hitto nr. 52), mit welcher dem Hagano der ihm von Bf. Hitto anvertraute Freisinger Lehensbesitz in Rimbach für weitere Zeit bestätigt wurde, den nach seinem Tode sein Neffen Sindperht erhalten soll (TF 353).
f. 309 (Hitto nr. 210) Notiz der Schenkung von zwei unfreien Arbeitskräften durch die „femina Marina“, Eching (Gde., Lkr. Freising) 824 I 29.
f. 309v
(Hitto nr. 211) Engilher tradiert seinen Erbbesitz zu Ober-(Unter-)Kienberg (Gde. Allershausen, Lkr. Freising) dem Reliquienschrein der hl. Maria in Freising; Eching 828 VI 16 (TF 564).
f. 309v-310v
(Hitto nr. 212) Uualdprand und seine Frau Ata („religiosa coniux“) übertragen Erbbesitz für ihr Seelenheil dem Altar der hl. Maria in Freising, indem Uualdprand seine frühere Schenkung in „Slekilespah“ bestätigt und weiteren, von ihm erworbenen Besitz schenkt, Ata ihren mütterlichen und väterlichen Erbbesitz in Kleinviecht (Kirchdorf, Gde. Langenbach, Lkr. Freising) und an einem weiteren Ort durch rituelle Übergabe einer Erdscholle; Freising 825 IV 30 (TF 521); vgl. f. 308v (Hitto nr. 208).
f. 310v-311v (Hitto nr. 213) Zwei Besitztraditionen des Klerikers Pirthilo, allein in Weiher (Gde. Isen, Lkr. Erding) und mit seiner Verwandten Uualtheid in Lappach (Lappach, Gde. Dorfen, Lkr. Erding oder Lappach, Gde. St. Wolfgang, Lkr. Erding), erfolgten als gemeinsamer Rechtsakt in Isen (Gde., Lkr. Erding) am 26. 3. 825 (TF 516). Die Investitur nahm Liutprand vor, der (wohl langobardische) Vogt Hittos. Lit.: Mayr, Ebersberg 89.
f. 311v-312
(Hitto nr. 214) In Freising schenkt Liutpurc zu ihrem Seelenheil und dem ihres Vaters Unfrid und ihres Bruders Deotfrid ihr durch Los („hluz“) zugefallenes Acker- und Weideland in Ismaning (Pfarrdorf, Gde., Lkr. München). - Am selben Tag und mit den gleichen Zeugen bekräftigt, schenkt der Priester Hunolt was er an Pferden, Vieh, Geld und Büchern („etiam in codicibus“) erworben hatte. Datierung nach den Kaiserjahren Ludwigs d. Fr. und dem Beginn der Regierung seines Sohnes Ludwigs (d. Dt.) in Bayern („in ipso anno quo filius eius Hludouuicus rex in Baiouuaria venit“). 826 VI 17 (TF 534).
f. 312-312v
(Hitto nr. 215) Im St. Zeno Kloster in Isen (Gde., Lkr. Erding) in Anwesenheit Bf. Hittos übergeben Liutprant und seine Söhne Meginrat und Ascrih ihre Anteile am Familienbesitz in Burgrain (Kirchdorf, Gde. Isen, Lkr. Erding) dem Subdiakon Podalunc, Sohn Liutprants, welcher nunmehr den gesamten Familienbesitz dem Schrein der hl. Maria („capse sancte Mariae“) tradiert. 825 III 27 (TF 517); Schreiber: Undeo, Diakon, auf Anweisung Bf. Hittos).
f. 312v-313 (Hitto nr. 216) „Traditio Cozhilta ad Feohtkyricha“. – Die begüterte Cozhilt erneuert im Beisein ihres Advokaten Asolt, ihrer Verwandten und Bf. Hittos in der Salvatorkirche in Vierkirchen (Gde., Lkr. Dachau) ihre frühere Schenkung an diese; 823 II 16 (TF 484). – Zu „Feohtkyricha“/Vierkirchen Reitzenstein 287; vgl. ferner f. 267-268 (Hitto nr. 133, TF 435a) zum Sendgericht Hittos in Vierkirchen am 15.04.820.
f. 313-314 (Hitto nr. 217) „Traditio Kerolti diaconi ad Ahaloch uel ad Uuilpach“, 824 IV 6 (TF 519). Der Diakon Kerolt tradiert sich selbst und von seinen Eltern ererbten Familienbesitz zu Allach (Stadtteil v. München) und Oberweilbach (Gde. Hebertshausen, Lkr. Dachau) an Freising. – Vgl. zu den Besitztraditionen des Ehepaares Toti und Galilea an den gleichen Orten unter Mitwirkung des Diakons Hitto f. 110v, (Atto nr. 80, TF 190).
f. 314-315 (Hitto nr. 218) Der „vir nobilis“ Frumolt und sein Sohn Uuaninc schenken die Hälfte ihres Erbbesitzes zu „Hringolfinchofa“/Ringkofen (Gde. Plattling, Lkr. Deggendorf) und erhalten diesen und was der Priester Hero einst dort besaß, auf Lebenszeit zu Lehen; 824 IV 9 (TF 501a). Die Investitur vor Ort nahmen der „praepositus Oadalpald“ und der Freisinger Vogt Samuel im Beisein von Uuaninc und einer namentlich festgehaltenen Adelsgruppe vor – „cum nobilibus multis“.
f. 315-315v (Hitto nr. 219) Gerichtsprotokoll des „placitum ad Lauppach“/Lappach (Lappach, Gde. Dorfen, Lkr. Erding oder Lappach, Gde. St. Wolfgang, Lkr. Erding) vom 20. 2 825 (TF 514): Der unfreie Priester Salomon in dem Freising zugehörenden Zenokloster in Isen (Gde., Lkr. Erding) bleibt unfrei, da seine Eltern diesem Stand angehörten. Dies wurde in Anwesenheit Bischof Hittos, des Grafen Heimo und einiger adeliger Personen sowie zahlreicher geistlicher und weltlicher Zeugen durch Schöffen entschieden.
f. 315v-316
(Hitto nr. 220) Der söhnelose, ehrwürdige Mann Jisi tradiert im St. Zeno Kloster in Isen (Gde., Lkr. Erding) seinen Erbbesitz zu Buch (eventuell Buch: Kirchdorf, Gde. Kirchseeon, Lkr. Ebersberg) dem Schrein der hl. Maria in Freising, 825 III 27 (TF 518); Schreiber: Undeo, Diakon, auf Anweisung Bf. Hittos).
f. 316-317
(Hitto nr. 221) Crimperht schenkt ihm durch Los zugefallenes Grasland („hluz“) in günstiger Lage in Ampermoching (Pfarrdorf, Gde. Herbertshausen, Lkr. Dachau) an Bf. Hitto; die Besitzübernahme Hittos und seines Rechtsbeistands Odolt erfolgt im Beisein von Graf Liutpald und zahlreicher Zeugen am Ort, indem Hitto selbst mit seinen Schnittern das Gras schneidet; Ampermoching 826 VII 11 (TF 538a); im Herbst erneuern und bestätigen Crimperht und seine Söhne Uuettin und Kepolf diese Traditio; Freising 826 X 13 (TF 538b).
f. 317-317v (Hitto nr. 222) Kurze Charta der Schenkung des Priesters Frumolt von Erbbesitz zu „Pezinpach“/Amperpettenbach (Gde. Haimhausen, Lkr. Dachau) als Memorialstiftung für sich, seinen Vater und seine Brüder; 825 (TF 526); Frumolt dürfte mit dem gleichnamigen Kleriker der Stiftergemeinschaft der Kirche von Frauenvils (Gde. Taufkirchen, Lkr. Erding) identisch sein, vgl. f. 220-221 (Hitto nr. 56, TF 358), f. 268 (TF 435b).
f. 317v
(Hitto nr. 223) Zur Zeit der Grasmaat übergeben Kipicho, Reginuuart und Adalperht das ihnen durch Los („hluz“) zugefallene Grasland, das der Pasenbach („Pasinpach“) umfließt (vgl. Pasenbach, Kirchdorf, Gde. Vierkirchen, Lkr. Dachau) bis zur Amper; Ampermoching 826 VII 10 (TF 537); vgl. auch f. 294 (Hitto nr. 182), (TF 490). Komm.: vgl. zum Pasenbach, der östlich des Ortes Basenbach die Quelle hatte und bei Pruegk in die Amper mündete, Philipp Apian, Bairische Landtaflen 1568, BSB-Signatur Hbks/F 15 (Digitalisat).
f. 317v-318
(Hitto nr. 224) Der Priester Uualheri überlässt Bf. Hitto sein Lehen in Reichertshausen (Gde., Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm), das sein Neffe Selpheri, nachdem er Eigenbesitz tradierte, mit diesem als Gesamtlehen übernimmt; Freising 826 IV 20 (TF 530).
f. 318-318v
(Hitto nr. 225) Kiso übergibt Bf. Hitto im Beisein von Graf Kisalhard seinen Erbbesitz in Berghofen zur Sicherung seines Seelenheils; gleichzeitig werden seine Frau Purcsuuind und sein Sohn Eigil in den nunmehr Lehen gewordenen Besitz investiert; Freising 827 IV 02 (TF 541); Schreiber ist Amalrih, Subdiakon.
f. 318v-319
(Hitto nr. 226) Memorandum über die testamentarische Schenkung der Engildrud in Dorfen (Gde., Lkr. Erding) an das Gotteshaus der hl. Maria zu Freising und ihre Belehnung mit dem an Freising tradierten Besitz ihres verstorbenen Mannes Erchanperht an der Vils gegen Zins von einem Reisemantel und Stoff für Hemden, jährlich am St. Martinstag zu liefern; 825 II 13 (TF 513a, b).
f. 319
(Hitto nr. 227) Der Priester Hahmut tradiert für sein Seelenheil dem Schrein der hl. Maria in Freising eine Manse und drei unfreie Arbeitskräfte zu Glonn (Gde., Lkr. Ebersberg); Aßling (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Ebersberg) 825 VII 27 (TF 525).
f. 319-319v
(Hitto nr. 228) Die Nonne Engilsnot erneuert und bekräftigt noch einmal ihre Schenkung von Besitz am Ort Unterschweinbach (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Ebersberg); zugleich tradiert ihr Neffe, der Priester Erchanperht, am gleichen Ort zehn unfreie Arbeitskräfte und den von ihm erwirtschafteten Zugewinn; er begibt sich als Lehensmann zu treuen Diensten in die Hände Bf. Hittos und erhält alles als zinspflichtigen Lehnsbesitz. Freising 826 VI 06 (TF 532); Datierung nach den Kaiserjahren Ludwigs d. Fr. und dem ersten Königsjahr Ludwigs d. Dt. in Bayern.
f. 319v-320
(Hitto nr. 229) Der Priester Rathelm gibt sein Lehen in Pasenbach (Kirchdorf, Gde. Vierkirchen, Lkr. Dachau) im Beisein von Graf Liutpald und anderer an Bf. Hitto; Ampermoching (Pfarrdorf, Gde. Herbertshausen, Lkr. Dachau) 826 VII 14 (TF 539); kurze Notiz. Vgl. auch f. 317v (Hitto nr. 223).
f. 320-322v
Urkundenkompendium zur Übertragung der Eigenkirche in Allershausen (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Freising) an Freising
f. 320-320v (Hitto nr. 230) „Traditio nobilium virorum ad Adalhareshusun“, Freising 827 VII 19 (TF 547a). Um sich im Jenseits eine ewige Bleibe zu erwerben, übertragen die adeligen Männer Pilgrim und sein Sohn Reginperht ihren gesamten Erbbesitz zu Allershausen (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Freising) dem Gotteshaus der hl. Maria beim Grab des seligen Bekenners Corbinian.
f. 320v-321
(Hitto nr. 230) Erchanfrid und ihr Bruder Pilgrim schenken ihren Besitz zu Allershausen (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Freising), der zur Ausstattung ihrer Kirche dort diente, an den Schrein der hl. Maria in Freising. Ampermoching (Pfarrdorf, Gde. Herbertshausen, Lkr. Dachau) 827 IX 29 (TF 547b), Schreiber: Undeo, Diakon.
f. 321-321v (Hitto nr. 230) Auf einer Versammlung in Freising, der die Bischöfe Hitto von Freising und Baturich von Regensburg, sowie der Abt Adalbert und Graf Liutpald präsidieren, tradiert Hardnid seinen kirchlichen Besitz zu Allershausen (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Freising); 827 X 05 (TF 547c), Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 321v (Hitto nr. 230) Auf der gleichen Versammlung schenkt Liutpald, ein weiterer Erbe der Eigenkirche zu Allershausen seinen Anteil an Freising und Pilgrim erneuert seiner Schwester Schenkungen (TF 547d, e).
f. 322 (Hitto nr. 230) Notiz über die Investitur des von Bf. Hitto nach Allershausen gesandten Erzpriesters Rubo über die Besitzanteile Pilgrims, Erchanfrids, Liupalds und Hardnids an der Ortskirche; 827 X 06 (TF 547f).
f. 322 (Hitto nr. 230) Die Miterben der Kirche zu Allershausen (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Freising), Poapo und Heriolt, schließen sich der Übertragung der Eigenkirche an Freising an und tradieren ihre Besitzanteile; 827 XI 06 (TF 547g).
f. 322v-324 (Hitto nr. 231) „Hitto episcopus tradidit ad Azzilingas et Anzingas et ad Holze et censum Erchanberti conplacitauit”, 825 IV 30 (TF 522). Schenkung Hittos unter Vorbehalt zugunsten seines Neffen Erchanbert, im Original von Cozroh am 30. 4. 825 ausgefertigt mit dem Vermerk „et in ipso die iter capere coepimus ad Aquis palacio in Franciam“. Hier zeigt sich, dass Hitto den Neffen als seinen Nachfolger aufbaute. Orte: Aßling (Gde., Lkr. Ebersberg), Anzing (Gde., Lkr. Ebersberg), Holzen (Gde. Aßling, Lkr. Ebersberg), Lit.: Krah, Cozroh 413 (pdf), Störmer, Früher Adel II, 332.
f. 324-325
(Hitto nr. 232) Der Kaplan Uuago erneuert und bestätigt die Schenkung seines Erbbesitzes in Zolling (Gde., Lkr. Freising), „Kerhiltahusun“ und Holzen, die er mit Zustimmung Bf. Hittos dem Unterhalt der Benediktinermönche am Gotteshaus der hl. Maria in Freising widmet mit der Auflage, nach seinem Tode Licht und Requiem für ihn aber auch die Requien für seine Eltern und Verwandten zu finanzieren. Freising 825 IV 30 (TF 523a); Schreiber Cozroh auf Anweisung Bf. Hittos. Komm.: Datum und Zeugen wie f. 322-324 (Tradition Bf. Hittos zugunsten seines Neffen Erchanbert) ebenso die Widmung der Stiftung an die Mönche der Domkirche nach dem Beispiel Bf. Hittos. - Daraufhin werden detaillierte Vereinbarungen mit Barschalken, freien Arbeitskräften, zur Bewirtschaftung von Kirchenbesitz erstellt (TF 523b); schließlich erneuert der Priester Rihhart seine frühere Schenkung von Eigenbesitz in „Helmolfeshofun“ und Helfendorf (Groß-/Kleinhelfendorf, Gde. Aying, Lkr. München), ebenfalls zugunsten der Mönche in Freising („ad opus supradictorum monachorum“), (TF 523c).
f. 325-325v
(Hitto nr. 233) Alphart tradiert mit Konsens seiner Söhne und Verwandten sowie „potenti manu et spontaneae voluntatis“ seinen ererbten und erworbenen Besitz in Höhenrain (Gde. Berg, Lkr. Starnberg) und „ad Uuihse“ dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising („in monte pulcherrimo aedificato“). Freising 828 V 09 (TF 559); Schreiber: Cozroh „indignus presbiter et monachus“ auf Anweisung Bf. Hittos. Komm.: Die Datierung vermerkt die Rückkehr Kg. Ludwigs (d. Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern.
f. 325v-326
(Hitto nr. 234) Der Diakon Hiltolf überträgt durch Erneuerung und Bekräftigung die Eigenkirche zu Buch an Bf. Hitto, den er mit dieser Kirche im Kirchenraum investiert. Buch 828 II 17 (TF 552); vgl. f. 304v-305v(Hitto nr. 200) zu Hiltolf sowie dem Besitz seines Vaters Starcholf und zur Lokalisierung von Buch vgl. Th. Bitterauf, Traditionen, 475 sowie H. Stahleder, Hochstift Freising, 61.
f. 326-326v
(Hitto nr. 235) Notiz über die Schenkung von bewirtschaftetem Land mit Brunnen und Gebäuden sowie einem Fischwasser neben der Amper an das Gotteshaus der hl. Maria zu Freising durch Ilprant und Suuidker. Freising 828 IV 03 (TF 555); Schreiber: Cozroh, Priester auf Anweisung Bf. Hittos; Komm.: Die Datierung vermerkt die Rückkehr Ludwigs (d. Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern.
f. 326v-327
(Hitto nr. 236) Der aus adeliger Familie stammende Kleriker Isanker überträgt seinen Besitz in „Pinuzolfingarodorf“ mit zwei unfreien Arbeitskräften zu seinem und seiner Eltern Seelenheil an das Gotteshaus der hl. Maria in Freising und erhält ihn auf Lebenszeit von Bf. Hitto als Lehen. Freising 827 IX 27 (TF 549); Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 327-327v
(Hitto nr. 237) Notiz zur Renovatio der Schenkung von Besitz zu Schäftlarn (Gde., Lkr. München) durch Engilrat, da sie begehrt, nach Rom zu reisen. Freising 828 IV 08 („in albas“, der Woche vor dem „weißen Sonntag“), (TF 557a). Komm.: Die Datierung vermerkt die Rückkehr Ludwigs (d. Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern. - Mit Engilrat schenkt Ratperht den von ihm erworbenen Besitz in Marzling (Gde., Lkr. Freising), (TF 557b); Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 327v-328 (Hitto nr. 238) „Donatio Arperhti presbiteri de Filusa et Elasnapah“ Auf einer Versammlung entscheidet Erzbischof Arn von Salzburg im Prozess um die Schenkung des Besitzes des verstorbenen Priesters Arperht an den genannten Orten zugusten von Freising. (Keine Datierung). Komm.: Die Schenkung geht auf die Zeit Bf. Attos zurück und wurde angefochten.
f. 328 (Hitto nr. 239) „Redditio Hittoni episcopo ad Pahharun“, 824 V 24. Gerichtstag zu Ergolding (Gde., Lkr. Landshut) in Anwesenheit der Bischöfe Hitto von Freising und Baturich von Regensburg sowie der Grafen Hatto, Kisalhart, Liutpald, Ellanperht, Orendil. Verzicht auf Eigentumsrechte an der Kirche zu Bachern (Bacher am Wörthsee, Gde. Inning a. Ammersee, Lkr. Starnberg oder Bachern, Gde. Friedberg, Lkr. Aichach-Friedberg) durch Hroadolt und Engilman (TF 507). Vgl. Störmer, Adelsgruppen 117, A. 27.
f. 328v-329
(Hitto nr. 240) Cundpald tradiert im Gotteshaus der hl. Maria zu Freising am Tag des Begräbnisses seiner Mutter Judith zu deren Seelenheil eine Manse mit zwei nicht namentlich genannten, unfreien Arbeitskräften zu „Tellinhusun“. 826 III 11 (TF 529); Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Hittos. Komm.: Die Datierung erfolgt auch nach dem ersten Königsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern.
f. 329
(Hitto nr. 241) Kurze Notiz über den Erwerb von drei Personen als unfreie Arbeitskräfte für Freising durch Reginbert, den Rechtsbeistand Bf. Hittos; 828 III 12 (TF 553) Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 329v-330
Besitzrückgaben
f. 329v
(Hitto nr. 242) Uualtunc erneuert die Traditio seines Bruders Imicho von sechs Tagwerk Wirtschaftsland in „Ilhdorf“ an Freising, auf welchem ihm auf Lebenszeit Nießbrauch gewährt wird zu vier Denaren Jahreszins abzuliefern am Martinstag. Freising 826 VI 23 (TF 535), Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 329v
(Hitto nr. 243) Notiz über die Rückgabe von Land durch den Handwerker Ilprand an Bf. Hitto; (s.d.), (TF 416); Schreiber: Pirhtilo.
f. 329v-330
(Hitto nr. 244) Auf der Synode Bf. Hittos in Eching (Gde., Lkr. Freising) erneuert Denchilo seine Schenkung vom Vorjahr von Eigenbesitz in Derndorf (Gde., Lkr. Rosenheim). 828 VI 16 (TF 565). Komm.: An der Spitze der Zeugen steht der Name von Reginbert, Rechtsbeistand Bf. Hittos; vgl. f. 301v (Hitto nr. 195).
f. 330-330v
(Hitto nr. 245) Die angesehene Frau Engilfrid und ihr Rechtsbeistand Hroadolt übergeben gemeinsam zu ihrer beider Seelenheil dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising fünf namentlich genannte, unfreie Arbeitskräfte. Ampermoching (Pfarrdorf, Gde. Herbertshausen, Lkr. Dachau) 825 III 15 (TF 515) Schreiber: Cozroh, Priester auf Anweisung Bf. Hittos. Komm.: Die Zeugenreihe wird angeführt von Graf Liutpald, Deothart, dem Schöffen Amalo und dem Rechtsbeistand Hittos Reginbert; vgl. auf f. 156v den Nachtrag der Schenkung der Engilfrid (hier noch Gemahlin eines Haso) von unfreien Arbeitskräften zum Teil mit gleichen Namen.
f. 330v-331v
(Hitto nr. 246) Zwei Texte: 1) Auf der Synode zu Eching (Gde., Lkr. Freising) schenkt Juto eine Hofstätte mit Eigenbesitz zu Herbertshausen (Gde., Lkr. Dachau). Eching 828 VI 16 (TF 566). 2) Ferner tradiert Ratpald seinen gut bewirtschafteten Erb- und von ihm erworbenen Eigenbesitz zu Nörting (Gde. Kirchdorf a.d. Amper, Lkr. Freising) dem Gotteshaus der hl. Maria zu Freising und erhält ihn von Bf. Hitto als Lehen auf Lebenszeit zur Bewirtschaftung. Freising 826 VI 28 („in vigilia sancti Petri“), (TF 536). Schreiber: Cozroh. Die Datierung erfolgte auch nach dem ersten Regierungsjahr Kg. Ludwigs (d. Dt.) in Bayern.
f. 331v
(Hitto nr. 247) Kurze Notiz über die Erneuerung und Bestätigung der Schenkung des verstorbenen Priesters Erchanperht an Freising durch seinen Bruder Echo vor Zeugen. Freising 826 V 25 (TF 531); Schreiber: Cozroh.
f. 331v-332
(Hitto nr. 248) Der (Tuchhändler) Fritilo übereignet seinen umfänglichen, ererbten und erworbenen Besitz am Ort Hirschbach („ubi oritur rivolus quia vulgo dicitur Hiruzpach“) mit Hof, Hofstätte und Tuchladen („wadriscabis“) sowie sich selbst dem Gotteshaus der hl. Maria. Freising 828 V 10 (TF 560); Schreiber: Cozroh, Priester. Die Datierung erfolgte auch nach dem Jahr der Rückkehr Kg. Ludwigs (d. Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern. Komm.: An der Spitze der Zeugen steht Reginbert, Rechtsbeistand Bf. Hittos.
f. 332-336v
Umfangreiche Texte zur Besitzübertragung: Schenkung, Belehnung und Investitur im Kontext
f. 332
(Hitto nr. 249) Die adeligen Männer Uuolfolt und Heimperht tradieren die Hälfte der Einkünfte ihrer Mühle in Feldmoching (Stadtteil von München). Freising 826 VI 16 (TF 533); Schreiber: Cozroh, Priester. Die Datierung erfolgte auch nach dem ersten Regierungsjahr Kg. Ludwigs (d. Dt.) in Bayern.
f. 332-334
(Hitto nr. 250) Der wohlhabende Quartinus schenkt umfangreichen Besitz im Wipp-, Sill- und Eisacktal bis Bozen in Anwesenheit Bf. Hittos an das Kloster Innichen, den er zum Teil zu eigenem und seiner Mutter Clauza Nießbrauch zur Bewirtschaftung zurückerhält. 827 XII 31 (TF 550a). - Kurz darauf erneuern Quartinus und seine Mutter in Sterzing die Schenkung; 828 I 17 (TF 550b); Schreiber: Undeo Diakon. - Auch erneuert Quartinus vor Bf. Arbeo von Säben (Südtirol, Provinz Bozen) und dem Dekan Felicius in Brixen (Südtirol, Provinz Bozen) diese Schenkung seines väterlichen und mütterlichen Erbbesitzes, 828 VII 04 (TF 550c). - Lit.: F. Huter, Stift Innichen. Siedlungsleistung und Grundherrschaft (ZBLG 36) 1973, 450-468. Komm.: Kopiale Signumszeilen auf f. 333 im langobardischen Kanzleistil.
f. 334-335
(Hitto nr. 251) In Freising erneuern die Priester Ellanrich und Engilhart sowie der Diakon Anno die Schenkung umfangreichen Besitzes ihres Vaters Emilo und ihrer Oheime, des Priesters Alprih und des Diakons Ascrih in Anzhofen, Ried und „Tegisinga“ mit 32 Arbeitskräften; 828 XII 27 (TF 576a); Schreiber: Cozroh, Priester. - Den verschenkten Besitz erhalten sie als Lehen zurück; 829 VI 10 (TF 576b). Am selben Tag schenkt der Adelige Isaac ererbten Besitz mit Zugewinn in Günzlhofen (Pfarrdorf, Gde. Oberschweindorf, Lkr. Fürstenfeldbruck) und Gundackersdorf (Kirchdorf, Gde. Markt Indersdorf, Lkr. Dachau) zu eigenem und seiner Eltern Seelenheil (TF 576c).
f. 335v-336v
(Hitto nr. 252) „Traditio Amalberti Adolfesperc“. Amalbert und seine Frau Cundrat bekräftigen gemeinsam vor zahlreichen Zeugen, darunter Graf Reginhart, „pari consilio et consensu“ in Freising die zu ihrem Seelenheil und dem ihrer Eltern und Brüder in Sünzhausen („Sindeoeshusir“, Kirchdorf, neben Kleinbachern gelegen, Gde. und Lkr. Freising; Sünzhausen auch Gde. Schweitenkirchen, Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm) getätigte Schenkung von Erbbesitz in „Otolfesperc“ (Ölpersberg, Einöde, Gde. Zolling, Lkr. Freising) mit sechs unfreien Arbeitskräften an den Schrein der hl. Maria zu Freising vom Vortag der Nonen des Aprils im Jahr 829. Datierung auch nach dem Jahr der Rückkehr Ludwigs (d.Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern. - Die Investitur erfolgte an den 2. Iden des Monats April (12. April 829). Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos. (TF 556a-c mit Datierung auf das Jahr 828, April 4-12). - Komm.: Nach der Investitur wurde das Ritual der Inbesitznahme über drei Nächte von Cozroh vorgenommen - „Exeunte autem Amalberto. Introduxit Reginperhtus advocatus episcopi Cozrohum presbiterem et ipse Cozroh monachus ibidem in domo legaliter sedebat tribus diebus et tribus noctibus“, vgl. f. 336v. Lit.: Zur Lage von Sünzhausen neben Klein-Bachern vgl. Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern, Blatt 70, Dachau (s.a.) BSB-Signatur Mapp. XI,57 du-70 (Digitalisat).
f. 336v-337
(Hitto nr. 253) In Anwesenheit Bf. Hittos, des Erzpriesters Rubo und der ganzen „familia“ der Domkirche zu Freising schenkt der Kleriker Reginhart seinen ererbten Besitz mit Zugewinn in Maxlrain (Kirchdorf, Gde. Tuntenhausen, Lkr. Rosenheim) und Högling (Kirchdorf, Gde. Bruckmühl, Lkr. Rosenheim) und investiert damit Bf. Hitto am Altar der hl. Maria. Freising 828 III 29 (TF 554). Datierung auch nach der Rückkehr Kg. Ludwigs (d. Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern; Schreiber: Cozroh, Priester.
f. 337-337v
(Hitto nr. 254) Um seines künftigen Seelenheils willen übergibt Adalhart 30 Tagwerk zu Freising und weiteren Besitz in „Cotefridessteti“ und „Hegilinhusun“, Eglhausen (Kirchdorf, Gde. Hohenkammer, Lkr. Freising) sowie seine Tochter Perhthart. Er investiert Bf. Hitto in Eglhausen in seinen Besitz; 828 XII 23 (TF 575); Schreiber: Undeo, Diakon auf Anweisung Bf. Hittos. Komm.: An Beginn der Zeugenreihe steht Graf Liutpold. Datierung auch nach der Rückkehr Kg. Ludwigs (d. Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern.
f. 337v-338v
(Hitto nr. 255) Der Priester Ekkihart tradiert seinen in Ried erworbenen Besitz an die Erlöserkirche zu Vierkirchen (Gde., Lkr. Dachau), ausgenommen den von seinem Bruder erhaltenen. Vierkirchen 828 XII 14 (TF 574a). Komm.: Am Beginn der Zeugenreihe steht Graf Liutpald; Datierung auch nach der Rückkehr Ludwigs (d. Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern; die Investitur von Odold, Rechtsbeistand Bf. Hittos, in diesen Besitz erfolgte drei Tage später, 828 XII 16 (TF 574b).
f. 338v-339
(Hitto nr. 256) Die Adeligen Herimot und sein Sohn, der Diakon Batucho, schenken in „Dornekindorf“ (Derndorf, Gde., Lkr. Rosenheim) ihren hier ererbten und erworbenen Besitz dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising. Diese Schenkung bekräftigen Batucho und sein Oheim, der Priester Eto, eine Woche darauf in Freising bei der Messfeier; 828 III 17 und 828 III 25 (TF 581a, b); Datierung auch nach der Rückkehr Ludwigs (d. Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern; Schreiber: Cozroh, Priester. Komm.: Die Publicatio der Urkunde richtet sich an alle Bewohner des Bistums und des damaligen Bayern („omnibus in episcopio sanctae Mariae manentibus vel omnibus fidelibus in Baiouuaria consistentibus“).
f. 339-339v
(Hitto nr. 257) Der Priester Uualdperht tradiert zu eigenem, seiner Mutter und seiner Verwandten Seelenheil seinen kleinen Besitz in Pfettrach (Gde. Wang, Lkr. Freising): Haus und Hof mit Nebengebäuden und vier Bücher - Missale, Lektionar, Antiphonar, Offiziale; nur ein Tagwerk behält er zurück. 828 XI 13 (TF 572). Datierung auch nach der Rückkehr Ludwigs (d. Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern; Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 339v-340
(Hitto nr. 258) Ellencoz tradiert in Freising den von seinen Brüdern ererbten Anteil am Familienbesitz in Marzling (Gde., Lkr. Freising) für sein Seelenheil. 828 XII 03 (TF 573). Datierung auch nach der Rückkehr Ludwigs (d. Dt.) und seiner Gemahlin nach Bayern; Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 340-340v
(Hitto nr. 259) "Quomodo Hitto episcopus praestabit Alprico ad Sentilingas“. Vor illustrem Zeugenkreis tut der Diakon Atto die Schenkung seines Besitzes in Sendling (Stadtteil von München) an das Kloster des hl. Dionysius in Schäftlarn (Gde., Lkr. München) kund, welchen Bf. Hitto an Alpric, Neffe Attos, als Lehen mit zwei Denaren Jahreszins zum St. Martinstag für die Zeit nach dem Tode Attos überträgt. Der Besitz soll beim Kloster Schäftlarn bleiben. „Ad Holze prope vico Azzalingas“ (Holzen beim Dorf Aßling, Holzen a. d. Attel, Gde. Aßling, Lkr. Ebersberg) 828 VII 29 (TF 568a) Schreiber: Undeo, Diakon. Komm.: Öffentliche Versammlung vor Bf. Hitto, Abt Isker von Tegernsee und Graf Oadalscalch; verkürzter Text im Liber Delegationum Schaeftlariensium f. 16 (TF 568b) ohne Nennung des Abtes von Kloster Tegernsee (Gde., Lkr. Miesbach).
f. 340v
(Hitto nr. 260) Auf der Versammlung in Holzen a. d. Attel (Gde. Aßling, Lkr. Ebersberg) an der Graf Oadalscalch und Abt Isker vom Kloster Tegernsee teilnehmen, belehnt Bf. Hitto Egilbert mit einer Manse in Anzing (Gde., Lkr. Ebersberg) zu vier Denaren Jahreszins, welche Egilbert einst an Freising geschenkt hatte. 828 VII 29 (TF 569).
f. 340v-341
(Hitto nr. 261) Der Kleriker Salomon schenkt seinen Besitzanteil am Wald „ad Tegarinuuanc“ (Grüntegernbach, Pfarrdorf, Gde. Dorfen Lkr. Erding) mittels gemeinsamen Umgangs des Geländes mit Petto, dem Abgesandten und Vertreter Bf. Hittos, und im Beisein zahlreicher Zeugen. Dorfen 828 VIII 18 (TF 570).
f. 341
(Hitto nr. 262) Auf einer Synode in Freising tradiert der Priester Rihpald seinen ererbten und erworbenen Besitz in Grass („Crazzun“) und Erlbach (Gde. Weichs, Lkr. Dachau) dem Gotteshaus der hl. Maria, ausgenommen einer Manse. Freising 828 IX 20 (TF 571) Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 341-341v
(Hitto nr. 263) Der Priester Maio schenkt im Beisein von Bf. Hitto und Graf Herilant an den Altar des hl. Dionysius in Schäftlarn (Gde., Lkr. München) die unfreien Arbeitskräfte Ellanher und Rihdrud auf einer Manse in Berg (Gde., Lkr. Starnberg) und zusätzlich seinen Anteil am Erbe seiner Brüder. Er bekräftigt die Schenkung im Kloster Schäftlarn. 828 VII 23 (TF 567).
f. 341v
(Hitto nr. 264) „Census Engilmari de Slegilspach“, [828] (TF 577). Zinsquittung über einen Silbersolidus, den der Handwerker Engilmar aus dem Lehen in „Slegilspach“ an Bf. Hitto öffentlich entrichtet hat; vgl. zur Belehnung Engilmars durch Bf. Hitto von 825 noch ohne Angabe eines Zinses f. 301v (Hitto nr. 194).
f. 341v-342
(Hitto nr. 265) Zur Absicherung ihres Seelenheils übergibt Heilrat fünf unfreie, namentlich genannte Arbeitskräfte dem Altar der hl. Maria in Freising [828] (TF 578).
f. 342 (Hitto nr. 266) Urkunde des Gerichtstages zu Emmering, 829 I 10. „Wie Alprih (Besitz) zu Alling zurückerstattete“ (TF 579). Lit.: Störmer, Gerichtsprozesse 263-268 zur exklusiven Zeugenreihe und Sachlage. Ort: Emmering (Gde., Lkr. Fürstenfeldbruck) am Amperübergang, Alling (Gde., Lkr. Fürstenfeldbruck). Der Begriff „legodoctores“ [sic] – Rechtskundige – erscheint hier einmalig für das frühmittelalterliche Bayern.
f. 343-343v
(Hitto nr. 267) In Anwesenheit des Schöffen Amalperht überträgt Heriolt dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising seinen ererbten und erworbenen Besitz in „Uuiniharessteti“; Ort: Winnastött (Gde. Irschenberg, Lkr. Miesbach); Freising 830 III 17 (TF 590). Schreiber: Cozroh; Datierung nach den Kaiserjahren Ludwigs (d. Fr.) und den Königsjahren Ludwig (d. Dt.) in Bayern.
f. 343v-344v
(Hitto nr. 268) Die Adeligen Memmo und sein Sohn Isanhart, Kleriker, übertragen zu ihrem Seelenheil bewirtschafteten Besitz in Marzling (Gde., Lkr. Freising) mit acht namentlich genannten Arbeitskräften, ausgenommen unbewirtschaftetes Ackerland nördlich dem Landgut „Perhahi“ (Hohenbercha, Pfarrdorf, Gde. Kranzberg, Lkr. Freising) gelegen. Sie erhalten ihren Besitz von Bf. Hitto als zinsloses Lehen und ebenso was bisher der Priester Uuillihad am Ort „Hunpla“ (Oberhummel, Gde. Langenbach, Lkr. Freising) besaß nach Erneuerung der Schenkung, durch Investitur und Umgang in Anwesenheit der Gesandten Bf. Hittos; 829 XII 20 (TF 588a, b). Schreiber: Cozroh „in praesentia Hittonis episcopi“. Unter den Zeugen der Erzpriester Rubo; Zusatz in der Datierung: „in ipso anno quo filius eius Hludouuicus rex Baiouuariorum potestatem accepit“; Komm. zur Handschrift: auf f. 344 Emendationen zwischen den Zeilen.
f. 344
(Hitto nr. 269) Kurze Notiz über die Schenkung des Priesters Soanperht von Wiesen zu Neufarn (Gde. Vaterstetten, Lkr. Ebersberg) an Freising; 829 VI 22 (TF 583).
f. 344-344v (Hitto nr. 270) Auf einer Synode in Freising erneuert der Priester Imicho vor Bf. Hitto, dem Erzpriester Rubo und der gesamten „familia“ die Schenkung seines Besitzes in Zorneding (Gde., Lkr. Ebersberg) einschließlich seines Zugewinns. Freising 829 XII 08 (TF 587); Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 344v-345
(Hitto nr. 271) Hroadhoh tradiert am Altar der hl. Maria bei den Gebeinen des hl. Corbinian seinen Erbbesitz zu Berg, welchen die Rechtsbeistände Bf. Hittos, Reginbert und Pilgrim, annehmen. 830 VIII 15 (TF 586), Komm.: Einleitung im Stil einer Festpredigt.
f. 345-345v (Hitto nr. 272) Ilprand schenkt gemeinsam mit seiner Frau Kersuind und ihrer Tochter Ilpurc Besitz in Gallenbach (Gde. Aichach, Lkr. Aichach-Friedberg), welchen sie gegen zwei Denare Jahreszins zu Martini bis zum Tod des Letztversterbenden als Freisinger Lehen bewirtschaften können; 823 IV 18 (TF 488).
f. 345v
(Hitto Nr. 273) Die Nonne Onhilt übergibt ihre Magd Uuillahilt dem Altar der hl. Maria in Freising zu ihrem Seelenheil; Freising 830 VII 06 (TF 596), Schreiber des Originals: Cozroh.
f. 345v-346
(Hitto nr. 274) Der Kleriker Isangrim schenkt seinen Besitz zu Eching, den er erworben hat und den er künftig erwerben wird. 829 VI 22 (TF 584).
f. 346
(Hitto nr. 275) „Baaz in Carontania ad Malihhindorf“, Eching 830 I 26 (TF 589). Der aus Kärnten stammende Slawe Baaz tradiert seinen Erbbesitz in Mailendorf (Gde. Nandlstadt, Lkr. Freising) und was er aus den Rechtsstreiten mit seinem Bruder erhalten hat an den Schrein der hl. Maria. Schreiber: Amalrih, Subdiakon, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 346-346v
(Hitto nr. 276) Nach Untersuchung der causa über den von Kaganhart an das Gotteshaus zu Langenpettenbach (Gde. Markt Indersdorf, Lkr. Dachau) tradierten Besitz mit Zugewinn muss sein Sohn Erchanolf die Rechtslage anerkennen und erhält den Besitz von Bf. Hitto als Lehen. [ca. 830] (TF 604), Schreiber: Cozroh.
f. 346v-347
(Hitto nr. 278) Deotmar übergibt für sein Seelenheil dem Gotteshaus der hl. Maria seinen Erbbesitz mit Zugewinn in „Kermunteshusir“, Haus und Hof mit Nebengebäuden und Bediensteten, 52 Morgen Land und Wiesen zu 56 Heufuder Ertrag. - Am gleichen Tag tradieren der Priester Ratcoz und sein Neffe, der Kleriker Ratkoz, gemeinsam ihren Besitz in „Kuginhusir“ für immer an Freising. 829 VI 20 (TF 582a, b), Schreiber: Cozroh. Komm.: Zählfehler und Sprung zu Hitto nr. 278 auch im Register, vgl. f. 184v, Fehler bei der Verschriftlichung, auf f. 346v endet Lage XX.
f. 347-347v
(Hitto nr. 279) Bf. Hitto und sein Rechtsbeistand Reginbert kaufen für Geld und ein Pferd von Anno einen Wald zu „Kysinhusir“, der an den Wald von Abt Iskarius angrenzt. Hagertshausen (Gde. Wolnzach, Lkr. Pfaffenhofen a.d.Ilm) 829 I 15 (TF 580); Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Hittos. Komm.: Iskarius war vermutlich Abt im Kloster Ilmmünster.
f. 347v-348v
(Hitto nr. 280) Auf der Versammlung zu Haimhausen (Gde., Lkr. Dachau) unter dem Vorsitz von Graf Liutpald fordert der Rechtsbeistand Bf. Hittos, Odolt, den Erbbesitz Hludolfs zu Sulzrain (Kirchdorf, Gde. Hebertshausen, Lkr. Dachau) von Oadalpald, indem er eine Schenkungsurkunde Hludolfs vorweist. Nach Bestätigung der Richtigkeit durch die Anwesenden und die Richter investiert Oadalpald die Rechtsbeistände Hittos, Odolt und Pilgrim, in den Besitz. Haimhausen 829 VI 28 (TF 585b); Zusatz der Datierung: „in secundo anno quo filius Hludouuicus rex potestatem Baiouuariorum accepit“. Komm. zur Handschrift: Mit nr. 280 endet das von Cozroh angelegte Verzeichnis der Urkunden Bf. Hittos, vgl. f. 184v.
f. 348v Beginn der Urkunden aus den Krisenjahren Kaiser Ludwigs d. Fr. (831-833).
f. 348v-349v (Hitto nr. 281) Die vom Erzpriester Rubo wiedererbaute und mit umfangreichem Erbbesitz zu Oberhummel (Gde. Langenbach, Lkr. Freising), Unterstrogn (Gde. Bockhorn, Lkr. Erding) und Isen (Gde., Lkr. Erding) ausgestattete Eigenkirche zu „Thansteti“ Thonstetten (Kirchdorf, Gde. Moosburg a.d. Isar, Lkr. Freising) überträgt Rubo anlässlich der feierlichen Einweihung durch Bf. Hitto durch Übergabe des Altartuches und weiterer Rituale an den Schrein der hl. Maria in Freising. Thonstetten 830 IV 06 (TF 591); Datierung auch nach dem fünften Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern („regis Bauuariorum“). Komm.: Nachtrag durch Corzohs Hand und nachträglich nummeriert, da im Register nicht erfasst.
f. 349v-357 Hitto-Urkunden, Nachträge im Codex, die in der Kanzlei nicht registriert waren
f. 349v-350 „Traditio Salomoni clerici ad Holze“, 830 VI 27 (TF 594). Der Priester Symon und der Kleriker Salomon errichten gemeinsam eine Stiftung zu ihrem Seelenheil, dem ihrer Eltern und Verwandten und für den Priester Albert und den Bf. Audachrus, indem Salomon ihren gemeinsamen Besitz zu Holzmichl am Grünbach („ad Holze prope rivolo qui dicitur Croaninpah“, Gde. Dorfen, Lkr. Erding oder Kirchdorf, Gde. Bockhorn, Lkr. Erding) mit 21 unfreien, namentlich angeführten Arbeitskräften am Altar der hl. Maria in Freising und am Grab des Bekenners Christi, Corbinian vor Bf. Hitto und der gesamten geistlichen „familia“ dem Gotteshaus der hl. Maria übergibt. Sie nützen weiterhin gemeinsam diesen ererbten und durch Zugewinn erworbenen Besitz auf Lebenszeit mit beidseitiger Anwartschaft auf den gesamten Besitz beim Tode des Vertragspartners. Freising 830 VI 27 (TF 594); Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Hittos. Komm.: Unter den Anwesenden sind die Erzpriester Rubo und Sigihart. - Datierung auch nach dem fünften Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern. Komm. zur Handschrift: Nachträge der Namen von 21 unfreien Arbeitskräften in die Textlücke f. 350 Zeilen 3-4 sowie der Zeugen am rechten unteren Blattrand.
f. 350-350v Die Adeligen Pezzi und Managolt tauschen vor Zeugen aus ihrem Erbe Wald “ad Calcunpergun“ von 50 Tagwerk gegen ein Pferd und Geld, um Wergeld zu erlegen. Sie bekräftigen dies später in öffentlicher Versammlung vor den Grafen Uuerinhar und Oago und zahlreichen Zeugen. 830 IV 27 (TF 592a, b); Datierung auch nach dem 5. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern („regis Baiuuariorum“). Lit.: Krah, Cozroh 428 (pdf).
f. 350v-351v Der Priester Ascrih erneuert vor Bf. Hitto und zahlreichen Zeugen seine frühere Schenkung des väterlichen Erbbesitzes zu „Kysalpach“ Ober-(Nieder-) Geislbach (Gde. Lengdorf, Lkr. Erding) und schenkt zusätzlich den von ihm erworbenen Besitz in Schwindach (Gde. Schwindegg, Lkr. Mühldorf a. Inn); ferner soll der durch Tausch von ihm erworbene Wirtschaftshof („colonia“) nach dem Tod seines Bruders Toto und zu Fischach die Hälfte seiner Wiesen an das Gotteshaus der hl. Maria zu Freising fallen mit insgesamt 18 namentlich genannten, unfreien Arbeitskräften, um sein eigenes und seiner Eltern Seelenheil zu sichern. Freising 830 V 29 (TF 593); Schreiber: Anno, Diakon, auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 351v-352 Die adelige Frau Oata übergibt testamentarisch im Beisein von ihr nahe stehenden Personen in Freising am Grab des hl. Corbinian ihren Besitz zu Perlach (Stadtteil von München) mit sechs genannten Arbeitskräften, den sie bis zu ihrem Tod als Lebensunterhalt nützen und hegen soll. Freising 830 VII 01 (TF 595); Datierung auch nach den 5. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern („regis Baiuuariorum“).
f. 352-352v Der Priester Uualdperht tradiert mit Hilfe seines Rechtsbeistandes Chadol seinen Erbbesitz an der Pfettrach zu „Chadolesdorf“ (Kollersdorf, Gde. Nandlstadt, Lkr. Freising) am Altar der Kirche zu Attenkirchen (Gde., Lkr. Freising) in die Gewalt der hl. Maria zu Freising, wo der erwählte und hl. Corbinian im Körper ruht, ebenso übergibt er vier liturgische Bücher und behält nur drei Arbeitskräfte; anschließend vollzieht sein Rechtsbeistand und Eidhelfer Chadol die Investitur. Attenkirchen 830 VII 30, in Anwesenheit Bf. Hittos und zahlreicher Zeugen (TF 597); Komm. zur Handschrift: auf f. 352 Schreiberwechsel.
f. 352v-353 Der von den adeligen Brüdern Kernod und Kerolt, Diakon, gemeinsam zu ihrem Lebensunterhalt bewirtschaftete und von ihren Eltern ererbte Besitz („communem hereditatem patris matrisve habuerunt“) zu Allach (Stadtteil von München) und „Uuilbach“ (Unter-/Oberweilbach, Gde. Herbertshausen, Lkr. Dachau) wird nach dem Tod des Diakons Kerolt von Bf. Hitto geteilt, wobei das Erbe zu Unter-/Oberweilbach an Freising fällt, ausgenommen der hier erwirtschaftete Zugewinn, den Kernod neben allem Besitz in Allach erhält. Freising 830 VIII 06 (TF 599); Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos. Datierung auch nach dem 5. Regierungsjahr Ludwigs (d.Dt.) in Bayern.
f. 353-353v Der Priester Tiso erneuert die frühere testamentarische Schenkung seines Besitzes zu Pullhausen („Pullinhusun“ Gde. und Lkr. Dachau) unter Ergänzung des erarbeiteten und erworbenen Zugewinns. Freising 830 VIII 03 (TF 598); Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Hittos. Datierung auch nach dem 5. Regierungsjahr Ludwigs (d.Dt.) in Bayern.
f. 353v-354 Der Diakon Rafolt tradiert seinen gesamten Erbbesitz am Ort „Chuginpah“ dem Gotteshaus der hl. Maria zu Freising. Freising 820 (?) IX 07 (TF 440); Schreiber: Cozroh. Komm.: Nach dem Kontext dürfte hier ein Schreibfehler bei der Kopie der Datierung vorliegen; Überschrift auf Rasur.
f. 354 Der Kaplan Ascrih tradiert seinen Besitz „ad Riute“, genannt die „Deotsfrideshopa“, zu seinem Seelenheil der hl. Maria zu Freising. 830 VIII 25 (TF 600); Schreiber: Cozroh, Priester. Datierung auch nach dem 5. Regierungsjahr Ludwigs (d.Dt.) „regis nostri“. Komm.: Abschrift von ungeübter Hand.
f. 354v-355 Der Kleriker Ekkihoh übergibt seinen durch Erbteilung von seinem Vater und Bruder erhaltenen Besitz zu Ramelsbach (Gde. Vierkirchen, Lkr. Dachau) dem Gotteshaus der hl. Maria, der ihm anschließend bis zu seinem Lebensende als Lehen zu seinem Unterhalt dienen soll. 830 IX 13 (TF 601); Schreiber: Cozroh, Priester. Datierung auch nach dem 5. Regierungsjahr Ludwigs (d.Dt.) in Bayern.
f. 355 „Traditio Sigifunsi ad Puppiningas“, 830 X 11 (TF 630). Priestertradition auf der Synode in Freising in Anwesenheit von Pfalzgraf Timo. Schreiber des Originals war Cozroh. Ort: Puppling (Gde. Egling, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen); zu Pfalzgraf Timo s. Störmer, Gerichtsprozesse 261; Krah, Tiere 45f.
f. 355-355v Der Priester Sigifuns tradiert auf einer öffentlichen Synode zu Freising seinen ererbten und erworbenen Besitz zu Puppling (Gde. Egling, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) zu seinem Seelenheil an das Gotteshaus der hl. Maria, außer einer Arbeitskraft. 830 X 11 (TF 603). Datierung auch nach dem 5. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) „regis nostri“; Schreiber: Cozroh. - An der Spitze der Zeugen sind der Pfalzgraf Timo und Graf Liutpald genannt. Lit.: zu Pfgf. Timo vgl. W. Störmer, Gerichtsprozesse 261, sowie A. Krah, Tiere 45f.
f. 355v Jakob tradiert auf der Synode in Freising am Altar der hl. Maria für sein Seelenheil ererbten und erworbenen Besitz am Ort „Alpicha“. Freising 830 X 10 (TF 602). Datierung auch nach dem 5. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) „regis nostri“; Schreiber: Cozroh.
f. 355v-356 In Kottgeisering (Gde., Lkr. Fürstenfeldbruck) übergibt Tota „ divino amore conpuncta“ eine Wirtschaftseinheit („colonia“) zu Mammendorf (Gde., Lkr. Fürstenfeldbruck) an Bf. Hitto, „protectorem nostrum“ und an dessen Rechtsbeistand Hroadpert, weil ihre Kinder im Dienst der hl. Maria stehen. Sie vereinbart vertraglich mit dem Bischof, dass sie den Besitz zu ihrem Lebensunterhalt innehaben kann und nach ihrem Tod ihr Sohn Truunher ebenso in viertägiger Bewirtschaftung und dass er mit einem Pferd ausgerüstet der hl. Maria getreulich, wo auch immer Dienst leistet. Die Tochter Liuphilt leistet jährlich am St. Martinstag ein Kopfgeld von vier Denaren. 835 IV 13 (TF 608); Datierung auch nach dem 10. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern „Hludouuici regis nostri in baiouuaria gubernante“; Schreiber: Amalrich, Subdiakon. Komm.: Amalrich dürfte auch die Abschrift hier gefertigt haben, vgl. in der untersten Zeile den betonten Ducutus der Worte „audiens scripsi“. Sehr frühe Quelle für eine Freisinger Zensualin; vgl. zur Ausrichtung der Rechtsgeschäfte in Freising mit Zensualen im Hochmittelalter die digitale Edition des Zensualen-Traditionsbuch des Domkapitels Freising (Hochstift Freising Archiv 4) von A. Krah, BSB/bavarikon, Link: Liber Censualium ferner J. Wild, Libri censualium, in: G. Hetzer, B. Uhl (Hg.) FS H. Rumschöttel zum 65. Geb., Archivalische Zeitschrift 88, 2 (2006) 1105-1122.
f. 356v-357 Der Kleriker Engilhart tradiert seinen Besitz zu Frauenvils (Gde. Taufkirchen, Lkr. Erding) mit acht namentlich genannten, unfreien Arbeitskräften zur Absicherung seines und seiner Eltern Seelenheil an Freising und erhält ihn als Lehen auf Lebenszeit mit zusätzlicher Anwartschaft auf den Besitz des Priesters Salomon „ad Starginun“ als weiteres Lehen. Zugleich wird die Anwartschaft Salomons auf den Besitz Engilharts in Frauenvils vereinbart, sollte dieser vor Salomon sterben. Frauenvils 833 IX 24 vor Bf. Hitto, dem Erzpriester Rubo u.a. (TF 606); Schreiber Cozroh auf Anweisung Bf. Hittos. Datierung auch nach dem 8. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern.
f. 357 Randkreuz. Es sollte den Beginn der Traditionen aus der Amtszeit Bf. Erchanberts markieren
f. 357-358
Der Adelige Ratolt übergibt für sein Seelenheil umfangreichen Erb- und Eigenbesitz zu Daglfing (Stadtteil von München) mit Kirchbau und an zwei weiteren Orten mit namentlich genannten unfreien Bediensteten im Beisein seiner Nachbarn und Verwandten an Bf. Erchanbert und dessen Rechtsbeistand Reginbert; er erhält alles auf Lebenszeit als Lehen zurück. Davon ausgenommen sind eine Manse sowie der Erbbesitz seines Bruders Adalgoz, den Ratolt für dessen Sohn, den Bf. Chunihoh, bis zu seiner Rückkehr nach Bayern bewirtschaftet. Im Zuge der Übertragung des Besitzes erfolgt auch die Freilassung des Unfreien Sasso („Sassonem servum suum et filium“) durch Bf. Erchanbert. Daglfing 839 XII 10 (TF 634); Datierung auch nach dem 12. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern („regis nostri“); Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Erchanberts. Kommentar zur Handschrift: Markierung des Beginns der Traditionen der Zeit Bischof Erchanberts durch ein Randkreuz am rechten Blattrand.
f. 358-358v
Nachtrag zu den Traditionen unter Hitto: Der Priester Ihho erneuert seine Schenkung von Besitz zu Puch/Buch an das Dionysiuskloster in Schäftlarn; 828 I 26 (TF 551). Schreiber: Undeo, Diakon auf Anweisung Bf. Hittos.
f. 358v-359
Bf. Chunihoh erneuert in Freising die frühere Schenkung seines Vaters Ratolt zu Daglfing (Stadtteil von München) und ergänzt sie durch mütterlichen und väterlichen Erbbesitz am Ort sowie zu Gronsdorf („Cramannesdorf“, Gde. Haar, Lkr. München); der gesamte Besitz wird ihm von Bf. Erchanbert als Beneficium auf Lebenszeit übertragen, so er dem Bischof die Treue wahre. 845 I 24 (TF 667a); Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Erchanberts. Notiz am rechten Blattrand zur Investitur Bf. Chunihohs in Daglfing (Stadtteil von München), (TF 667b).
f. 359-359v
Der Adelige Unfort begibt sich zu Freising im Beisein zahlreicher Personen mit Grundbesitz und fünf Arbeitskräften zu Lotzbach (Gde. Herbertshausen, Lkr. Dachau) in den Dienst der hl. Maria; ausgenommen sind zehn Tagwerk, eine Einöde und einige Wiesen. Freising 845 I 24 (TF 668).
f. 359v-360
Abt Arn vom Kloster Tegernbach (Grün- oder Wasentegernbach an der Isen, Gde. Dorfen, Lkr. Erding) erneuert nach Vorsprache am folgenden Tag die Schenkung seines Vaters Haholt zu Bittlbach (Außer-, Innerbittlbach, Gde. Lengdorf, Lkr. Erding) in der Marienkirche zu „Tegarinauuanc“ (Grüntegernbach) und erhält den gesamten Besitz auf Lebenszeit als Lehen zur Bewirtschaftung für vier Silbersolidi Zins jährlich zum Martinstag. Grüntegernbach 845 II 24 (TF 669). Lit.: Vgl. zu Bittlbach H. Stahleder 321; Komm. zur Handschrift: Schreiberwechsel auf f. 359v.
f. 360
„Traditio Erchanmani presbiteri et Hunrati laici“. Der Adelige Hunrat schenkt drei unfreie Arbeitskräfte und Besitz in Marzling (Gde., Lkr. Freising) an Freising, den er durch Tausch erworben hat, und erhält kirchlichen Lehensbesitz im Holz zwischen Isar und Fils auf Lebenszeit zur Bewirtschaftung. Freising 846 IV 04 (TF 678); Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Erchanberts. Komm.: Stark korrigierte und verkürzte kopiale Abschrift.
f. 360v
Engilhart tradiert in Freising dem Rechtsbeistand Bf. Erchanberts Petto sowie an den für die Investitur zuständigen Schöffen Ortleip seinen Besitz zu Reichenhall, Hof mit Nebengebäuden und einer Salzsiederei, und erhält alles als bischöfliches Lehen zur Bewirtschaftung auf Lebenszeit mit der Auflage, einen Jahreszins in Naturalien von einem Pfund Wachs zu leisten. 846 V 25 (TF 682).
f. 360v-361
„Renovatio Traditionis Sigideonis et filii sui Fritilonis ad Truhtheringas“, Freising 846 VIII 05 (TF 684). Der Diakon Cunci erneuert gemeinsam mit seiner Mutter Kerhilt die Schenkung seines Vaters und Bruders von Besitz in Trudering (Stadtteil von München). Zusätzlich schenken sie in Freising am Altar der hl. Maria zu eigenem und ihrer Vorfahren Seelenheil etwa gleich großen Besitz zu „Chumizdorf“ (vielleicht Königsdorf, Gde., Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen). Gegen Jahreszins von vier Denaren und einem kriegstüchtigen Pferd erhalten Sigideo, seine Frau Kerhilt und ihr Sohn, der Diakon Cunci, alles als Lehen auf Lebenszeit zur Bewirtschaftung. Schreiber: Helidbert, Diakon, auf Anweisung Bf. Erchanberts.
f. 361-362
Der Adelige Irinc tradiert gemeinsam mit seiner Frau Fridapurc und ihrem Sohn Meginhart für zukünftiges Seelenheil umfänglichen Erbbesitz zu Ried, mit welchem die Kirche zu Thankirchen (Gde. Dietramszell, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) ausgestattet ist, einschließlich der Getreidemühlen. Sie erhalten ihn als Lehen zur Bewirtschaftung auf Lebenszeit bis zum Tode von Irinc mit vier Silbersolidi Zins, danach mit zwei. Zusätzlich überlassen sie der hl. Maria und Bf. Erchanbert durch Investitur ihren Besitz zu Asch mit Haus und Hof, 55 Tagwerk Ackerland und den Ertrag von zwölf Fuder Heu, und zu Ellbach (Gde. Bad Tölz, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) weitere zwölf Fuder Heu. Freising 848 (TF 701).
f. 361a
Eingebundener Zettel, auf dem die vom Chorbischof Herolf vorgenommene Investitur in den Besitz der Kirche zu Thankirchen „ad Tanchrihha“ (Gde. Dietramszell, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) mit Buchbestand, liturgischer Ausstattung sowie den Namen der Arbeitskräfte verzeichnet sind.
f. 362-362v
Der Adelige Eginolf, Diakon, tradiert seinen Erbbesitz sowie den Eigenbesitz seines Bruders Reginhart zu „Prunn“ mit acht namentlich genannten, unfreien Arbeitskräften; er erhält alles als geistliches Lehen zu zwei Denaren Jahreszins und die vertraglich vereinbarte Option auf den Besitz für seinen Sohn Liutolf, falls dieser sich in den Dienst des Bischofs begeben wolle. Freising 848 II 21 (TF 696a). Komm.: illustre Zeugen, so die Grafen Ratolt und Alprat, der Rechtsbeistand Rumolt und der „sculdheizo“/Schuldheiß Uuasmôt; testamentarische Verfügung.
f. 362
Wenige Tage später begibt sich Liutold nach dem Tod seines Vaters nach Freising und tradiert zwei weitere Arbeitskräfte, um zu gleichem Zins entsprechend der Vereinbarung den Lehensbesitz zu übernehmen. 848 II 26 (TF 696b). Komm.: Text am rechten Rand von f. 362.
f. 362v
Der Priester Starcholf übergibt zu seinem und seiner Eltern Seelenheil seinen Besitz zu Pullhausen („Pullinhusun“, Gde. und Lkr. Dachau) gegen Anwartschaft auf das Freisinger Lehen des Oadalker. Freising 848 V 04 (TF 699); Schreiber: Cozroh.
f. 363
Der Priester Oadalhart tradiert seinen Erbbesitz zu Eibach (Gde. Dorfen, Lkr. Erding), ausgenommen sind zwei Arbeitskräfte, die eine Hälfte für sein und seiner Eltern Seelenheil, die andere als Anwartschaft auf das Beneficium des Priesters Soamperht zu gleichem Zins. Freising 843 XII 22 (TF 663); Schreiber: Helidperht, Subdiakon. - Komm.: Illustrer Zeugenkreis, Graf Ratolt, Pfalzgraf Fritilo, die Rechtsbeistände Reginbert und Pilgrim u. a.
f. 363-363v
Der Adelige Cundpato und der Rechtskundige Paldachar tradieren gemeinsam für Alprich und Willipurc deren Besitz zu „Starkinun“ (vielleicht Hofstarring, Gde. Steinkirchen, Lkr. Erding). Freising 844 I 04 (TF 664); Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Erchanberts.
f. 363v-364
Der Adelige Irminhart, Diakon, tradiert zwei Mansen, Haus und Hof mit Nebengebäuden und drei Arbeitskräfte zur Kirchseeon (Gde., Lkr. Ebersberg) gegen Anwartschaft auf den Lehensbesitz des Priesters Hatto in Kirchseeon und „ad Perge“. Freising 848 IV 10 (TF 698); Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Erchanberts. Komm. zur Handschrift: Illustrer Zeugenkreis, Graf Orendil, der Schöffe Hiltisuuind auf dem hierfür frei gelassenen Platz im Text nachgetragen.
f. 364-364v Der „vir nobilis“ Uuisurich schenkt Eigenbesitz in Ecknach (Gde. Aichach, Lkr. Aichach-Friedberg) für sein Seelenheil und das seiner namentlich aufgeführten, weiblichen Verwandten, wodurch auch der Lebensunterhalt des Freisinger Priesters Reginhard gesichert werden sollte; 843 I 4 (TF 655a). Der Ort Ecknach (an der Ecknach) gehörte vormals zur Diözese Augsburg (vgl. f. 280v-281, Hitto nr. 159, TF 477). – Anschließend folgt im Text ein kurzer Hinweis auf eine frühere Schenkung von Besitz zu Ecknach, vermutlich vom 17. IX. 842 (TF 655b). Uuisurih scheint ein Agilolfinger/Karolingerverwandter gewesen zu sein, da unter den genannten weiblichen Verwandten eine „Suuanahilta“ begegnet, unter den Zeugen ein Crifo. – Lit.: Jahn, DB 280.
f. 364v
Der Adelige Mahtperht erneuert die Schenkung von Erbbesitz in Airischwand (Gde. Nandlstadt, Lkr. Freising) durch seinen Vater Rihholt und seinen Bruder, den Priester Adalbert, und schenkt seinen dort erworbenen Besitz, gelegen zwischen zwei Gräben, zur Sicherung des Seelenheils; er erhält alles als Lehen auf Lebenszeit. Danach soll der Besitz dem Unterhalt der Benediktinermönche in Freising dienen. 843 IX 25 (TF 662); Schreiber: Helidperht, Subdiakon, auf Anweisung Bf. Erchanberts. Komm.: Unter den Zeugen die drei Freisinger Rechtsbeistände Pilgrim, Otolt und Reginbert.
f. 364v-365
„Traditio Suuidmote“, 844 V 25 (TF 665).  Die religiöse Frau Suuidmot und ihr Sohn Uuicbert übergeben Bf. Erchanbert in Hohenkammer (Gde., Lkr. Freising) gemeinsam ihren Besitz in Herschenhofen (Gde. Hohenkammer, Lkr. Freising), Haus, Hof und Nebengebäude, Ländereien und Fischwasser sowie sechs Bedienstete; sie erhalten alles auf Lebenszeit zu einem Denar Jahreszins als Lehen. Schreiber: Patto, Priester, auf Anweisung Bf. Erchanberts.
f. 365v-366
Kerhart und seine Frau Deota tradieren eingedenk des eigenen, sowie ihrer Eltern und Söhne Seelenheil umfangreiche Besitz zu Pang („Paingas“, Stadtteil von Rosenheim) mit 18 Bediensteten, Vieh und Geld und allem Zugewinn bis zu ihrer beider Sterbetag dem Gotteshaus der hl. Maria zu Freising; sie erhalten hierfür den Besitz, den der Priester Salomon in Dachau (Gde., Lkr.) nahe der Amper innehatte, auf Lebenszeit als geistliches Lehen. Freising („ad frigisingas in domum sanctae Mariae ubi sanctus Corbinianus patronus noster in corpore requiescere cernitur“) 845 V 10 (TF 672); Schreiber: Cozroh, Priester. Komm.: Pfalzgraf Fritilo am Beginn der Zeugenreihe.
f. 366-366v
Nachtrag zu den Traditionen der Zeit Bf. Hittos: Die religiöse Frau Heilrat schenkt zu eigenem, ihrer Eltern und ihres Bruders Kernand Seelenheil ihren umfangreichen Besitz an der Glonn, den sie für sich und ihren Adoptivsohn Kernand, den Sohn ihres Bruders Kernand, als Lehen erhält.  834 III 21 (TF 607a). Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Hittos. Wenige Wochen darauf erweitert sie ihre Schenkung. Komm. zur Handschrift: vgl. den Nachtrag am linken Blattrand von f. 366v (TF 607c).
f. 366v-367
Der Priester Fricho tradiert seinen Erbbesitz im Holz, das an Schmidhausen (Gde. Langenbach, Lkr. Freising) angrenzt, mit Zugewinn und sechs namentlich genannten, unfreien Arbeitskräften zu seinem und seiner Eltern Seelenheil dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising. Die Schenkung nimmt der bischöfliche Rechtsbeistand Pilgrim entgegen und übergibt den Besitz auf Lebenszeit dem Diakon Absalon; danach soll er zum Holzschlag den Kanonikern des Hochstifts übergeben werden. Freising 846 II 23 (TF 676); Schreiber: Cozroh, Priester.
f. 367-367v
Der Priester Liuthart tradiert seinen Eigenbesitz mit Zugewinn in Zustorf (Gde. Langenpreising, Lkr. Erding) mit vier Bediensteten zu eigenem Seelenheil dem Schrein der hl. Maria in Freising. 846 III 10 (TF 677).
f. 367v
Der „sculdhaisus“ Isanpart entrichtet an Bf. Erchanbert und an dessen Rechtsbeistand Odolt das Wergeld für seinen Barschalken Kaganhart und erhält dafür im Gegenwert Land zu jährlichem Pachtszins von 30 Denaren oder einem Goldsolidus am St. Martinstag. Freising 846 V 19 (TF 679); Schreiber: Cozroh, Priester. - Lit.: A. Janda, Die Barschalken: Ein Beitrag zur Sozialgeschichte des Mittelalters (Veröffentlichungen des Instituts für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien 2, 1926; Nachdruck Aalen 1978), F. Prinz, Barschalken, Bargilden (Reallex.d. Germ. Altertumskunde 2) 1976, 73f.; R. Scheyhing, Barschalken, HRG 1 (1971) 317-319. Komm.: Textlücke zur späteren Eintragung des Ortes, möglich wäre Leron („Lera“)  aus dem Kontext der Eintragung auf f. 367v.
f. 367v-368
Der Priester Lantpert tradiert an Freising seinen erworbenen Besitz zu Lern („Lera“, Niederlern, Kirchdorf, Gde. Berglern, Lkr. Erding) mit zwei Arbeitskräften [846] (TF 687).
f. 368
Der Adelige Adalker tradiert seinen Erbbesitz mit Zugewinn zu „Urdorf“ (Oberaudorf, Gde., Lkr. Rosenheim) dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising, zwei Gehöfte mit Wohnhäusern und Nebengebäuden sowie Land, Gewässer, Getreidemühlen und Arbeitskräfte; er behält sich jedoch die Anwartschaft auf den Besitz für seinen Sohn Alpun vor. Sollte sein Sohn jedoch Priester werden („si ipse Alpuni dignus fuisset sacerdotali gradu, ut presbiter fieret“) erhalten Adalker und sein Sohn den geistlichen Besitz des Priesters Erchanbald nach dessen Tod mit lebenslangen Nutzungsrechten. Freising 846 V 23 (TF 680a). Komm.: Vgl. auch die Traditionsnotiz hierzu auf f. 396 (TF 680b).
f. 368-369
Die Adeligen Ato, Diakon, und sein Bruder Milo schenken am Altar der hl. Maria zu Freising für ihr eigenes, ihrer Eltern Seelenheil und das ihres verstorbenen Onkels, des Priesters David, ihren Besitz zu „Ôthelmesdorf“: zwei Gehöfte mit Häusern, Nebengebäuden, Obstgärten, Brunnen, 103 Tagwerk Ackerland, Wiesen und Wald, mit Vieh, Geld, Gewässern und Wegen, sowie vier namentlich genannte, unfreie Arbeitskräfte. Alles erhält der Diakon Ato als Lehen von Bf. Erchanbert zur Bewirtschaftung auf Lebenszeit und zusätzlich den Lehensbesitz seines Onkels David an den Orten „ad Sconninauhu ad Puurron et ad Pîpurc“ zu unverändertem Zins. Freising 846 VIII 15, Mariae Himmelfahrt (TF 685). Komm.: Das Schriftstück wurde offenbar im Anschluss an oder für die Totenfeier des verstorbenen Verwandten und Priesters David in Freising verfasst.
f. 369
Der Adelige Uuolfuolt schenkt dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising seinen Besitz beiderseits der Ebrach mit neun Arbeitskräften, jedoch auf einer Seite des Gewässers nur den halben. 845 (TF 673).
f. 369-369v
Die beiden Adeligen Hadaperht und Hahmut, Diakon, schenken den von ihnen vorgesehenen Teil ihres Eigenbesitzes zu Rastorf (Gde. Kumhausen, Lkr. Landshut) dem Kloster des hl. Corbinian in Freising und erhalten gleichwertige Lehen zu lebenslangem Unterhalt. Freising 847 IX 18 (TF 690).
f. 369v Tironisches „Amen“. Zunächst vorgesehenes Ende des Kopialbuches
f. 369v-370
Der Diakon Erchanbert erneuert zur Sicherung seines und seiner Großmutter Deotuuihc sowie seiner Mutter Deotsuuind Seelenheil seine Schenkung zu Holzhausen und „Rota“ (Rott). 847 XI 11 (TF 691). Komm.: Ritueller Text mit Gebetsformeln.
f. 370
Der Priester Chuniperht schenkt zu seinem und seiner Eltern Seelenheil seinen Besitz zu Haselbach und Pfaffenkirchen („Papinchiricha“, Gde. Taufkirchen, Lkr. Mühldorf a. Inn) dem Gotteshaus der hl. Maria, ausgenommen sind drei mit Namen genannte, unfreie Arbeitskräfte. Allen weiteren Besitz testiert er an Freising nach seinem und seiner Schwester Ableben. 846 (TF 686); Schreiber: Cozroh, Priester. Lit.: Vgl. zur Lage des Ortes Ph. Apian, Chronographia Bavariae 1568 [erschienen nach 1651] Blatt 4, BSB-Signatur Mapp. XI,25 a (Digitalisat).
f. 370v
Drei Texte: 1) Die religiöse Frau Ostarhilt übergibt gemeinsam mit ihrem Rechtsbeistand Haholt am Altar der hl. Maria in Freising sechs unfreie Arbeitskräfte gegen ein zinspflichtiges, kleines geistliches Lehen („unum beneficium aecclesiasticam rem per censum“) zu „Otinhuson“. Freising 847 IX 09 (TF 689); Schreiber: Cozroh. - 2) Notiz zur Übergabe von Besitz in Günzenhausen durch Paldacchar zu eigenem und seiner Eltern Seelenheil. [846-847] (TF 688). - 3) Notiz über die Belehnung des Rihmar mit einem Lehen zu Vordereggelburg („Ecylunpurc“) mit fünf Solidi Jahreszins im Beisein von Graf Ratolt und anderen [847] (TF 694).
f. 371-371v
In Dorfen (Gde., Lkr. Erding) schließen der Diakon Arperht und der Priester Rihhart vor Bf. Erchanbert einen Vergleich betreffend die Rechte an der Kirche zu Obergeislbach (Kirchdorf, Gde. Lengdorf, Lkr. Erding); Dorfen 849 II 23 (TF 704). Schreiber: Kernod, Diakon, auf Anweisung Bf. Erchanberts.
f. 371v-372v
Auf der Versammlung in Vierkirchen (Gde., Lkr. Dachau) unter dem Vorsitz von Bf. Erchanbert, seinem Rechtsbeistand Pilgrim und von Graf Ratolt erfolgt nach Abwicklung der Schenkung des Adeligen Undeo, Diakon, von umfänglichem Besitz in Glonn (Kirchdorf, Gde. Markt Indersdorf, Lkr. Dachau) und Kleininzemoos (Kirchdorf, Gde. Röhrmoos, Lkr. Dachau) an den Knaben Reginolf die Übertragung dieses Besitzes, ausgenommen von 15 namentlich genannten, unfreien Arbeitskräften, an Bf. Erchanbert und seinen Rechtsbeistand Pilgrim. Im Gegenzug erhalten Undeo und der nun durch Tonsur für die geistliche Laufbahn bestimmte Knabe Lehen in „Jepinkhiricha“ (Eichhofen vgl. TF 697) und Kleininzemoos zu lebenslangem Unterhalt mit 15 Denaren Jahreszins zu Mariae Geburt. Am selben Tag investiert Graf Ratolt den Rechtsbeistand Bf. Erchanberts in den Besitz in Kleininzemoos. Vierkirchen 848 IV 06 (TF 697a). Komm.: Zusätzliche Datierung nach den Regierungsjahren König Ludwigs (d. Dt.) - „regnante Hludouuico in orientali Frantia anno XIII“; diese Datierung könnte ein Hinweis auf die Einsetzung Ludwigs d. Dt. im gesamten Ostfrankenreich nach Beendigung der Reichskrise Ludwigs d. Fr. sein oder auch ein Schreibfehler für „XXIII“ (vgl. f. 373, TF 700).
f. 372v-373
Notiz über die Investitur Bf. Erchanberts und seines Rechtsbeistands Pilgrim in den Besitz des Diakon Undeo in Glonn (Kirchdorf, Gde. Markt Indersdorf, Lkr. Dachau). Glonn 848 IV 13 (TF 697b); Schreiber: Paatto, Priester, auf Anweisung Bf. Erchanberts.
f. 373
Notiz über die Schenkung des Reginbert zu seinem und seiner Eltern Seelenheil von einer haben Wirtschaftseinheit zu „Kyslheringa“ (Kottgeisering, Gde., Lkr. Fürstenfeldbruck) an die Kirche der Gottesmutter Maria zu Freising. 844 VIII 31 (TF 666).
f. 373-373v
Der Diakon Cozbert schenkt zur Sicherung seines Seelenheils dem Gotteshaus der hl. Maria seinen Erbbesitz in Stockberg (vielleicht Stockberg, Gde. Wolnzach, Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm) unter Ausschluss seiner zukünftigen Miterben. Weihenstephan („ad sanctum Stephanum) 848 VII 26 (TF 700). Komm.: Datierung auch nach dem 14. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.), was auf eine mögliche Einsetzung „in orientali Frantia“ von 834 hinweisen könnte (vgl. f. 371v-372).
f. 374-374v

Der Kleriker Rihhart erbittet in Anwesenheit des Richters Ellenperht im St. Zeno Kloster zu Isen von Bf. Erchanbert das Lehen des Priesters Hohrat zu Oberstrogn (Gde. Bockhorn, Lkr. Erding); nach Schenkung seiner Besitzungen sowie namentlich genannter, unfreier Arbeitskräfte zu Ober- (Nieder-)Geislbach (Kirchdorf, Gde. Lengdorf, Lkr. Erding) und Oberstrogn an den Schrein der hl. Maria in Freising erhält er alles zur Bewirtschaftung auf Lebenszeit mit Zweijahreszins von zehn Silbersolidi, 40 Fass Bier, vier Säcken Mehl und zwei Frischlingen. Isen (Gde., Lkr. Erding) 836 VII 28 (TF 613).

f. 374v-375
Ratcoz und Amalgund schenken ihren Eigenbesitz („quicquid in propriis causis haberent“) zu „Raatcozesdorf“ zur Sicherung ihres Seelenheils dem Schrein der hl. Maria in Freising. Eching 836 VIII 11 (TF 617) in Anwesenheit von Bf. Erchanbert.
f. 375

Der Priester Sindperht tradiert im St. Zeno Kloster in Isen (Gde., Lkr. Erding) vor Bf. Erchanbert seinen Besitz in „Rupilesdorf“ und „Hrindpah“ - ausgenommen sind drei Arbeitskräfte und was er zu „Uuarampah“ (Wambach, Pfarrdorf, Gde. Taufkirchen, Lkr. Erding) seiner Mutter überlässt - an das Gotteshaus der hl. Maria zu Freising; er erhält alles von Bf. Erchanbert als Lehen mit Jahreszins von zwei Säcken Mehl, einem Frischling und 12 Fässern Bier. Isen 836 (TF 614), Datierung auch nach dem 10. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern; Schreiber: Amalrih, Subdiakon, auf Anweisung von Bf. Erchanbert.

f. 375v
Der Priester Hroadperht und sein Neffe Uuilliperht erbitten zu Dorfen (Gde., Lkr. Erding) von Bf. Erchanbert die Belehnung mit ihrem Besitz zu „Chazpah“, Großkatzbach (Gde. Dorfen, Lkr. Erding), und „Sneitu“ mit Nutzung auf Lebenszeit zum bisherigen Zins. Von der Besitzübertragung an Freising nehmen sie sechs Äcker und Wiesen mit fünf Fuder Heu aus. Dorfen 836 VIII 03 (TF 616) in Anwesenheit von Bf. Erchanbert.
f. 376
Der Priesters Adalrich überträgt im Kloster Schäftlarn (Gde. Schäftlarn, Lkr. München) vor Bf. Erchanbert, Graf Oadalscalch und anderen seinen Erbbesitz zu Berg (Gde., Lkr. Starnberg). Schäftlarn 836 XI 14 (TF 618).
f. 376-376v
Der Kleriker Podulunc schenkt seinen Besitz zu Burgrain (Gde. Isen, Lkr. Erding), den ihm sein Vater für das [Kloster] des hl. Bekenners Corbinian zu Freising hinterlassen hat, nunmehr an den Altar der hl. Maria in Freising [836 XI] (TF 619).
f. 376v
Nidhart erhält das Lehen seines Vaters zu „Pirhtilinchirihun“, das dieser zu Zeiten Kaiser Karls an Freising übergeben hatte, zu gleichem Zin: jährlich einem Goldsolidus oder den Wert in Silber oder in Korn. „Uelda“ 836 XI 23 (TF 620) in Anwesenheit von Kerhart, Rechtsbeistand Bf. Erchanberts, und illustrer Zeugen.
f. 376v-377
Adalker und sein Sohn Isanperht tauschen einen Wirtschaftsbetrieb mit sechs namentlich genannten Bediensteten zu Algasing (Gde. Dorfen, Lkr. Erding) gegen den Freisinger Besitz des Priesters Paldhram am gleichen Ort zu zwei Denaren Pachtzins. Die Investitur nimmt der Eidhelfer Otperht vor. Freising, 836 (TF 621). Vgl. zur Lage von Allgassing: Die Urpositionsblätter der Landesvermessung in Bayern, Dorfen und Umgebung im Jahre 1878.
f. 377-377v
„Traditio Deotun de Perchiricha et de beneficio ad Ominpah“. Nach Vorsprache und Verhandlung mit Bischof Hitto überträgt die religiöse und gebildete Frau Deota in Freising der hl. Maria in Anwesenheit und mit Zustimmung ihres Mannes und ihres Sohnes, den beiden Kerharten („in praesentia mariti mei [Kerhart] et filii mei Kerharti) eine Wirtschaftseinheit, gelegen zwischen dem Ort Bergkirchen (Gde., Lkr. Dachau) und dem westlichen Ufer der Amper mit dazu gehörenden Wiesen im Ertrag von 20 Fuder Heu zu „Poah“, ferner elf unfreie Arbeitskräfte, die sie auf das Benefizium der hl. Maria zu „Ominbach“ (Ober-/Unterumbach, Einöde, Gde. Pfaffenhofen a.d. Glonn, Lkr. Dachau) gebracht hat, welches sie bis zu ihrem Lebensende als Lehen unverändert mit allem Zugewinn besitzen soll. - Geschehen zu Freising am Grab des Bekenners Christi Corbinian am 9. Februar 833 in Anwesenheit von Propst Oadalpald und der geistlichen „familia“. (TF 605). Lit.: Die Lage des Besitzes zwischen Bergkirchen und der Amper verdeutlicht die Karte von Ph. Apian, Chronographia Bavariae 1568 [erschienen nach 1651] Blatt 4, BSB-Signatur Mapp. XI,25 a (Digitalisat). - Komm. zur Handschrift: Am Textbeginn auf f. 377 Markierung durch C-Initiale zu einer längeren Arenga mit spirituellem Inhalt; ferner auf f. 377v Nachtrag der Namen der Arbeitskräfte und Randnotiz zum Viehbestand des bedeutenden Besitzes von anderer Hand und mit anderer Tinte. - Der Text dürfte in der Freisinger Kanzlei unter Mitwirkung von Deota aufgesetzt worden sein.
f. 378
Deota erneuert im Beisein ihrer Söhne und Mitzeugen, Engilhart, Sigahart und Kerhart vor Bf. Erchanbert ihre frühere Schenkung und erhält den Besitz weiterhin als Lehen zinsfrei auf Lebenszeit. Freising 836 II 20 (TF 611); Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Erchanberts. Komm. zur Handschrift: Textbeginn auf f. 378, Z. 3, direkt im Anschluss an die Kopie der Urkunde von 833 II 09.
f. 378-378v
Sigo gibt  seine Lehen zu Pang („Paing“, Stadtteil von Rosenheim), Raubling (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Rosenheim) und Oberaudorf (Pfarrdorf., Gde., Lkr. Rosenheim) an Bf. Erchanbert zurück und investiert den bischöflichen Rechtsbeistand Emhar damit. Genannt sind auch die Namen der drei Verwalter der Wirtschaftsbetriebe. [836] (TF 622).
f. 378v-379
Engilperht überträgt zur Absicherung seines Seelenheils eigenhändig dem Gotteshaus der hl. Maria zu Freising seinen Besitz zu „Pigiline“ (Birkeln, Einöde, Gde. Pastetten, Lkr. Erding), Raubling (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Rosenheim) und Oberaudorf (Pfarrdorf., Gde., Lkr. Rosenheim) unter der Bedingung, dass ihn seine Söhne und deren Söhne als Beneficium vom Gotteshaus der hl. Maria in Freising auf Lebenszeit weiterhin nützen können. 836 (TF 623). Komm.: Seltener Hinweis auf die Sicherung des Besitzes auch für die Enkelgeneration bei Tradierung an Freising.
f. 379-380
Der Diakon Zotto bestätigt und erweitert im Kloster der Heiligen Dionysius und Tertulian zu Schlehdorf am Festtag des Martyriums des Klosterpatrons Tertulian am letzten Tag im Juli die Schenkung von Besitz seiner Eltern Alprih und Imma an das Kloster in „Auwolfesstetin“ (Ohlstadt, Gde., Lkr. Garmisch-Partenkirchen) und „Reode“ (vermutlich Pömetsried, Einöde bei Ohlstadt; vgl. Die Urpositionsbilder der Landvermessung in Bayern, Eschenlohe und Umgebung im Jahre 1839); anwesend sind zahlreiche Zeugen und die Rechtsvertreter Bf. Erchanberts Oadalrich und Irminfrid, sowie der bischöfliche Abgesandte Cundpald. Von der Schenkung ausgenommen sind die beiden „servi“ Deotmar und Heriuuic. Zotto erhält alles zur Bewirtschaftung mit jährlichem Zins zu zwei Denaren, fällig am Festtag des Martyrers Tertulian. Bei Anfechtung dieser Schenkung durch Verwandte droht eine Bußzahlung von einem Pfund Gold. 836 VII 31 (TF 615a). - Ferner erneuert Zotto diese Schenkung in Freising durch Verlesen des Textes am Altar der hl. Maria [836], (TF 615b). Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung Bf. Erchanberts.
f. 380
Quittung über acht Silbersolidi Zins, die Graf Heriland in Freising vor Bf. Baturich von Regensburg, den Grafen Rihho und Oago und zahlreichen Anwesenden entrichtet hat. Freising 836 I 29 (TF 610).
f. 380-380v
Der Priester Uuenilo erneuert  und erweitert durch Erbbesitz und Zugewinn seine frühere Schenkung von Besitz zu „Usinhusun“ und erhält alles von Bf. Erchanbert als Lehen zu lebenslangem Unterhalt. Freising 836 VII 05 (TF 612).
f. 380v-381
Der Priester Erchanfrid gibt Bf. Erchanbert und dem Schrein der hl. Maria in Freising das Beneficium in „Munninpah“, eine mit seinem Erbbesitz ausgestattete Kirche  sowie Besitz in Ried mit 37 namentlich  aufgeführten, unfreien Arbeitskräften, im Beisein zahlreicher Grafen und Adeliger zurück. Holzen a. d. Attel (südlich Erding) 836 I 25 (TF 609); Schreiber: Cozroh, Priester, auf Anweisung von Bf. Erchanbert. Datierung auch nach dem 11. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern.
f. 381
Der Priester Kerhoh tradiert seinen Besitz in „Strazpahc“ (Straßbach, Gde. Markt Indersdorf, Lkr. Dachau) mit fünf namentlich angeführten, unfreien Arbeitskräften dem Schrein der hl. Maria in Freising gegen Anwartschaft auf lebenslangen Nießbrauch an der Kirche, die derzeit der Priester Frumolt innehat; (s.d.), (TF 624).
f. 381v
Kurze Notiz über die Schenkung des Diakon Deotrih von Besitz am Ort „Alpagauui“ (Allgäu, Einöde, Gde. Warngau, Lkr. Miesbach), um mit dieser zusätzlichen Schenkung  seinem Neffen Fritilo die Anwartschaft auf das von Deotrih bewirtschaftete geistliche Lehen in Unterhaching (Gde., Lkr. München) zu sichern; (s.d.) (TF 625). Komm. zur Handschrift: Namen der Zeugen am unteren Blattrand nachgetragen, verderbt.
f. 381v
Kurze Notiz über die Schenkung einer Wirtschaftseinheit durch Herigis zu Oberumbach (Kirchdorf. Gde. Pfaffenhofen a.d. Glonn, Lkr. Dachau) an das Gotteshaus der hl. Maria zu Freising, um den Besitz für den Unterhalt seiner Söhne Druant und Deotrat zu erhalten. Puch (Ortsteil von Fürstenfeldbruck) 847 (TF 692); Schreiber: Kernod, Diakon.
f. 382-383
Auf dem Gerichtstag zu Ainhofen (Kirchdorf, Gde. Markt Indersdorf, Lkr. Dachau) unter dem Vorsitz von Bf. Erchanbert, der Grafen Liutpald, Ratolt, Engilhart und Rihho und des Königsboten Anternaro trägt der Rechtsbeistand des Bischofs, Oadalrih, eine Klage gegen die Adeligen Isanhard und Ellanhard wegen dem von ihrem Großvater Isanhart und ihrem Vater Reginhart an das Kloster Schlehdorf geschenkten Erbbesitz „ad Durfingesdorf et ad Pachiltahofa“ vor. Er erreicht die Rückgabe von drei Wirtschaftsbetrieben, muss den Angeklagten aber auf Drängen der Anwesenden die Hälfte davon als Erbteil belassen. 837 I 25 (TF 626a); Schreiber: Cozroh. - Auf der gleichen Versammlung gibt der Priester Uuenilo sein Lehen zu „Usinhofun“ an Bf. Erchanbert und seinen Rechtsbeistand Reginbert zurück.
f. 383-383v
Die ehrsame Frau Suuidmod übergibt zu Hohenkammer (Gde., Lkr. Freising) in Gegenwart und mit Konsens ihres Sohnes Uuicbert ihren Besitz zu Herschenhofen (Gde. Hohenkammer, Lkr. Freising) mit acht Arbeitskräften dem Schrein der hl. Maria in Freising, um ihn sowie das Beneficium des Priesters Adalperht zu „Tenileschirihun“ (Tölzkirchen, Gde. Nandlstadt, Lkr. Freising) als Lehen auf ihrer beider Lebenszeit zu erhalten: für den Sohn zinspflichtig mit zwei Denaren zum St. Martinstag. 837 I 27 (TF 627). Datierung auch nach dem 12. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern. Schreiber: Cozroh, Priester.
f. 383v
Der Adelige Tiso übergibt dem Gotteshaus der hl. Maria zu Freising seinen Erbbesitz zu „Feoht“ (Kleinviecht, Kirchdorf, Gde. Langenbach, Lkr. Freising), ausgenommen den Ertrag von zwölf Fuder Heu. Freising 837 (TF 628); Schreiber: Cozroh, Priester. Am Beginn der Zeugen ist Reginbert, ein Rechtsbeistand Bf. Erchanberts, genannt. Vgl. auch f. 353-353v.
f. 384
Der Diakon Kerolt tradiert seinen gesamten Erbbesitz zu Raubling (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Rosenheim) mit vier Arbeitskräften für sein und seiner Eltern Seelenheil an Freising. Freising, auf dem  Berg des hl. Stephan (Weihenstephan) in der Kirche des Papstes Alexander und des Bekenners Justin, 838 VI 08 (TF 629); Datierung auch nach dem 13. Regierungsjahr Ludwigs (d. Dt.) in Bayern.
f. 384
Der Adelige Engilbert übergibt vier unfreie Arbeitskräfte zu Eching an Freising für seinen Bruder Adalhoh, Kleriker zu St. Andreas. Freising [838] VII 08 (TF 630).
f. 384
Unvollständige Notiz über die Renovatio der Schenkung des Priesters Zeizo von Besitz „ad Rota“ (Rott) für sein Seelenheil (TF 631).
f. 384v
Aufzeichnung der Namen von unfreien Arbeitskräften, die Liutpald auf einem Lehen besitzt, das er von Bf. Erchanbert erhalten hatte, darunter auch die Namen der kranken und altersschwachen Personen und der kleinen Kinder; (s.d.), (TF 632).
f. 384v
Ermbert errichtet am Altar der hl. Maria für seinen durch Unfall ums Leben gekommenen Bruder Purcmann durch Schenkung von Wald „ad Cellam“ eine Seelenstiftung im Beisein von Reginbert, den Subdiakon und Neffen Bf. Erchanberts, und dessen Bruder sowie weiteren Adeligen und Tradenten. Freising 840 VI 05 (TF 635).
f. 384v-385
Rihharius errichtet am Altar der hl. Maria in Freising für seine verstorbene Frau Hiltisnot eine Seelenstiftung mit zwölf Tagwerk Ackerland zu Dorfen (Gde., Lkr. Erding) und Wiesen mit fünf Fuder Heu Ertrag. Freising 839 IX 26 (TF 633).
f. 385-385v
Nachdem bei einer Visitation der Kirche zu Oberstrogn (Gde. Bockhorn, Lkr. Erding) den Adeligen Uuilhelm und Eigil ihre Ansprüche aufgrund der Schenkung ihres Vaters Kiso gerichtlich abgesprochen wurden, musste Eigil in Freising auch für den von seinem Vater zur Häfte tradierten Besitz zu Berghofen Verzicht leisten und diese Schenkung durch seinen Anteil erweitern, um für sich und seine Mutter seinen früheren Erbbesitz zu Oberstrogn als Lehen mit lebenslangem Nutzungsrecht zu erhalten. Freising 840 VI 09 (TF 636); Schreiber: Cozroh. Komm.: Textlücke für den Nachtrag des Namens der Mutter [Purcsuuind] (vgl. f. 318-318v, Hitto nr. 225).
f. 386
Der Adelige Drudhart übergibt Wiesen zu Feldmoching (Stadtteil von München), gelegen zwischen dem Graben und der Moosach, an Freising, um damit den Lebensunterhalt für seine Frau abzusichern. Freising 840 VI 25 (TF 637). Komm.: Der Name der Frau ist nicht genannt.
f. 386
Der Adelige Liutpald und seine Frau Ilisana übergeben testamentarisch dem Gotteshaus der hl. Maria zehn namentlich genannte, unfreie Arbeitskräfte für die Zeit nach beider Tod. Freising 841 IX 29 (TF 638).
f. 386-386v
Der Adelige Liuthram übergibt dem Gotteshaus der hl. Maria testamentarisch 30 Tagwerk mit Haus und Hof vor Zeugen. Holzen (a. d. Attel) 841 XI 01 (TF 640). Komm.: Am Beginn der Zeugenreihe ist Graf Orendil genannt.
f. 386v
Der Laie Lantfrid verkauft seinen Erbbeisitz zu „Aalfridesstat“ dem Gotteshaus der hl. Maria in Freising für zehn Solidi. Freising 841 XI 09 (TF 642).
f. 386v-387
Der Adelige Adalker erneuert vor Bf. Erchanbert am Altar der Kirche zu Aßling (Gde., Lkr. Ebersberg) seine Schenkung an den Schrein der hl. Maria von 36 Tagwerk Ackerland mit Gebäuden und Wiesen zu 40 Fuder Heu und Arbeitskräften, um dadurch für sich und seinen Sohn, den Freisinger Kleriker Alpun, lebenslang den Unterhalt und dessen Ausbildung abzusichern. Aßling 842 XI 01 (TF 641a). - In der übernächsten Woche bekräftigen sie dies am Altar der hl. Maria und vor dem bischöflichen Rechtsbeistand Reginbert in Freising. 841 XI 14 (TF 641b).
f. 387v
Der Priester Kisalrih übergibt aus Liebe zum Herrn dem Gotteshaus der hl. Maria seinen Besitz zu Außer-(Inner-)Bittlbach („Pritilinpah“, Kirchdorf, Gde. Lengdorf, Lkr. Erding) und investiert den bischöflichen Rechtsbeistand Odolt. „Pupinhuson“ 842 VIII 19 (TF 650).
f. 387v-388
Der Priester Suonperht übergibt seinen Besitz zu Gremertshausen („Krimhareshusir“, Gde. Kranzberg, Lkr. Freising) mit 13 namentlich genannten, unfreien Arbeitskräften; er behält nur zwei Bedienstete. Weihenstephan 842 I 14 (TF 643).
f. 388
Der Priester Hrafolt übergibt dem Gotteshaus der hl. Maria aus Liebe zum Herrn und vor der geistlichen „familia“ seinen Besitz zu Berghofen mit den Zehnten zu „Prisinchircha“. 842 IV 28 (TF 645).
f. 388v
Ausführliches Inventar der Kirche zu Bergkirchen (Gde., Lkr. Dachau), erstellt anlässlich einer Visitation [842] (TF 652). Komm.: Der Text könnte im Zusammenhang mit einem militärischen Aufgebot während der karolingischen Bruderkriege entstanden sein.
f. 389
Inventar der Kirche des Priesters Oato zu „Pipun“ und seines Besitzes zu Feldgeding (Kirchdorf, Gde. Bergkirchen, Lkr. Dachau) sowie Investitur des bischöflichen Rechtsbeistandes Pilgrim durch Oato. Besitzwechsel von 20 Arbeitskräften und einem kleinen Kind. [842] (TF 654).
f. 389-389v
Oato übergibt in Freising der hl. Maria seinen oben im Einzelnen angeführten Besitz zum Unterhalt („servitiuum“) der Mönche und Kanoniker der hl. Maria; er soll an keinen als Praestarie weiter gegeben werden. Geschehen vor Graf Liutpald und in Anwesenheit der Rechtsbeistände Bf. Erchanberts Reginbert, Managolt, Pilgrim, Odolt u.a. [842] (TF 653).
f. 389v-390
Die ehrsame Frau Kysalfrida tradiert dem Gotteshaus der hl. Maria zu Freising den von seinem gleichnamigen Vater ererbten Besitz ihres totkranken Sohnes Kysalfrit in Puchschlagen (Gde. Schwabhausen, Lkr. Dachau), um ihn von Bf. Erchanbert als Lehen auf Lebenszeit zum Zins von zwei Denaren, jährlich zu entrichten am St. Martinstag, zurück zu erhalten. Freising 842 (TF 647).
f. 390
Der Priester Isangrim schenkt mit Zustimmung und auf Rat seines Vaters seinen Besitz mit sechs Arbeitskräften und sehr gutem Obstgarten „ad Puch“ (Ortsteil von Fürstenfeldbruck, Gde., Lkr., oder eventuell auch Buch: Kirchdorf, Gde. Kirchseeon, Lkr. Ebersberg) dem Altar der hl. Maria zu Freising in Gegenwart des Propstes Aodalpald, des Erzpriesters Uuldarricus und des Priesters Herolf. Er behält nur zwei Arbeitskräfte. Freising 842 VIII 08 (TF 648), Komm.: An der Spitze der Zeugen der Graf Herilant.
f. 390
Notiz über die Schenkung des Sklaven Alpker durch Hartmuot an Freising. [842] (TF 649).
f. 390v
Der Priester Cotedeo tradiert testamentarisch seinen Erbbesitz zu Tegernau („Tegarinauuua“, Kirchdorf, Gde. Frauenneuharting, Lkr. Ebersberg) dem Gotteshaus der hl. Maria zu Freising, alles was er derzeit dort besitzt und künftig erwerben wird. Holzen (a.d. Attel) 841 X 30 (TF 639).
f. 390v-391
Der Priester Ramfolf bekräftigt die Schenkung seines Besitzes zu Seeon/Kirchseeon (Gde., Lkr. Ebersberg) an Freising: ein Gehöft mit Obstgarten und 20 Tagwerk, Wiesen zu sechs Fuder Heu, zwei Haine und eine unfreie Arbeitskraft namens Uualdpurc. Holzen (a.d. Attel) 842 VIII 27 (TF 651).
f. 391-391v
Der gottesfürchtige, erkrankte Priester Egino übergibt den von ihm zu Puppling (Gde. Egling, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) erworbenen Besitz der hl. Maria im Beisein von zahlreichen Zeugen an den Gesandten Bf. Erchanberts, den Erzpriester Uualdarricus, damit nach seinem Tode sein kleines Kind Regino, das er zum Dienst der hl. Maria aufgezogen hat, diesen Besitz mit Erlaubnis des Herrn Bischofs vollständig als Lehen erhalten möge. Puppling 842 VII 01 (TF 646). Komm.: Neben drei Arbeitskräften detaillierte Aufzählung des Viehbestandes und der Bücher seiner Bibliothek.
f. 391v
Nachtrag zu den Traditionen Bf. Hittos. Der Laie Ratolt übergibt am Altar der Kirche der Gottesmutter Maria in Freising seinen Besitz in Zorneding (Gde., Lkr. Ebersberg) 813 IX 04 (Der Text fehlt in der Edition von Bitterauf). Komm. zur Handschrift: Nachtrag von der Hand Cozrohs, um das Blatt zu füllen.
f. 392
Die ehrsame Frau Heilrat schenkt ihren Besitz zu Allershausen (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Freising) am Altar der hl. Maria. Freising 842 II 08 (TF 644).
f. 392
Der Priester Petto schenkt dem Gotteshaus der hl. Maria zu Freising die unfreien Arbeitskräfte Ernst und Perthhild, zwei Pferde und zwei Stück Großvieh. Er erhält von Bf. Erchanbert dafür ein Lehen zu Oberndorf (eventuell Gde. Haimhausen. Lkr. Dachau) zur Bewirtschaftung, welches nach seinem Tod mit allem Zugewinn an Freising zurückfällt. 843 VII 01 (TF 659). Komm.: Die militärische Situation während der karolingischen Bruderkriege könnte hierbei eine Rolle gespielt haben.
f. 392-392v
Uualtheri übergibt an das Gotteshaus der hl. Maria zu Freising am Ort Pullhausen (Gde., Lkr. Dachau) ein Missale, die unfreien Arbeitskräfte Drudpald und Uuillisuuind, drei Stück Großvieh, einen Kochkessel und einen Feuerbock. Pullhausen 843 VI 23 (TF 657). Komm.: Die Rechtsvertreter Bf. Erchandberts, Pilgrim, Odolt und Reginbert sind an der Spitze der Zeugen genannt.
f. 392v
Nordperht übergibt drei Morgen Land zu Hohenbercha (Pfarrdorf, Gde. Kranzberg, Lkr. Freising), gelegen zwischen den Äckern und dem hölzernen Wegkreuz. Freising 843 VI 23 (TF 658). Komm.: Kurze Notiz.
f. 392v-393v
Der Adelige Pilgrim übergibt zu eigenem, seines Sohnes Reginbert und seiner Eltern und Verwandten Seelenheil väterlichen Erbbesitz am Kienberg (vgl. Unterkienberg Kirchdorf, Gde. Allershausen, Lkr. Freising) zu Ried sowie in Allershausen (Pfarrdorf, Gde., Lkr. Freising), ausgenommen den von seiner Schwester und Rihpert ertauschten Besitz zu „Ekkymunteshopa“, den seine Frau Alta rechtmäßig besitzt. Diesen testamentarisch an Freising vor Bf. Erchanbert und der gesamten geistlichen Familie tradierten Besitz erhält Pilgrim als geistliches Lehen auf Lebenszeit und nach seinem Tod seine Frau Alta, so sie im Witwenstand lebt oder weitere Erben von ihnen vorhanden sind. Freising 843 VII 06 (TF 660). Schreiber: Cozroh auf Anweisung Bf. Erchanberts.
f. 393v Der ehrwürdige Priester Hrodperht tradiert seinen gesamten Besitz zu Steingau (Gde. Dietramszell, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) gegen ein Lehen. Freising 843 II 22 (TF 656a).- Er verpflichtet sich auf dieser öffentlichen Versammlung in Anwesenheit der Grafen Ratold und Adalpert von seinem Lehen in Ober- (Unter-) Bachern zwei Denare Zins jährlich am St. Martinstag zu begleichen, den Petto erhalten soll. (TF 656b).
f. 394-395 Im Lager zu „Dungeih“ vor der Stadt Verdun verkauft der ehrwürdige Mann, der Adelige Paldricus an Bf. Erchanbert seinen Besitz zu Tandern und Hilgertshausen (heute Gde. Hilgertshausen-Tandern, Lkr. Dachau) und an anderen Orten für 250 Pfund Geld, den Erchanbert seinen beiden Neffen und ihrem Rechtsbeistand Eberhard mit je einem Denar Jahreszins zur Bewirtschaftung überträgt. - Geschehen in Anwesenheit des bayerischen Heerbannes, des Pfalzgrafen Fritilo, bayerischer Grafen und Krieger, der Freisinger Vasallen Paldrichs zum Zeitpunkt der Teilung des Karolingerreiches in Verdun durch Lothar, Ludwig (d. Dt.) und Karl II., 843 VIII 10 (TF 661). - Die Investitur des Vogtes Eberhard für die Neffen des Bischofs erfolgte am 22. August und ist auf f. 395 in den Text inseriert. - Lit.: Vgl. zur Situation im Lager vor Verdun A. Krah, Die Entstehung der „potestas regia“ im Westfrankenreich während der ersten Regierungsjahre Kaiser Karls II. (840-875), Berlin 2000, 201, sowie den Verträgen von Verdun und Coulaines 187-255. Komm. zur Handschrift: Text von Cozrohs Hand.
f. 395v-396
Auf der Versammlung in Neuharting (Gde. Frauenneuharting, Lkr. Ebersberg) unter Leitung von Bf. Erchanbert und des Grafen Papo bringt der bischöfliche Rechtsbeistand Tato die Klage gegen den Adeligen Cundpato, Sohn des Albricus, wegen seinem Besitzanteil am Ort „Crumpinpah“ vor, den früher Selphard an die hl. Maria der Bischofskirche von Freising geschenkt hatte. Daraufhin übergibt Cundpato diesen Besitz und schenkt zusätzlich fünf unfreie Arbeitskräfte aus seinem väterlichen Erbe. Nach bayerischem Rechtsbrauch erhält er nach drei Nächten alles als Lehen zu vier Denaren Jahreszins. Neuharting 845 III 18 (TF 670). Schreiber: Kernod, Diakon, „iussu senioris“ Bf. Erchanbert.
f. 396
Notiz zur Schenkung Adalkers und seines Sohnes Alpun von zehn unfreien Arbeitskräften, 110 Tagwerk Ackerland, Wiesen zu 100 Fuder Heu, Wald, Randgebieten („marca“) und einer Mühle. [Freising 846 V 23] (TF 680b); vgl f. 368 zur Urkunde.
f. 396
Notiz der Schenkung von zehn mit Namen verzeichneten, unfreien Arbeitskräften durch Erchanpald. [s.d.] (TF 681).
f. 396
Der Priester Alpheri erneuert in Ismaning (Gde., Lkr. München) seine dortige Schenkung von Ackerland und drei Bediensteten, 848 I 07 (TF 695).
f. 396v-397
Bischof Chunihoh übergibt am Bischofssitz in Freising, wo der heilige Bekenner Corbinian mit seinem Körper ruht und Bf. Erchanbert „pontifex“ ist, seinen gesamten elterlichen Erbbesitz zu Daglfing (Stadtteil von München), Gronsdorf (Gde. Haar, Lkr. München) und Vordereggelburg (Gde. und Lkr. Ebersberg), zu Daglfing auch die Christkönigskirche; ausgenommen ist eine Frau, die schon früher die Freiheit erhalten hatte. Freising 850 VII 28 (TF 721a) in Anwesenheit von Graf Alprat und zahlreicher Zeugen. Komm.: Gelehrte Rhetorik, Text eventuell von Bf. Chunihoh formuliert. - Anschließend Investiturvermerk der bischöflichen Gesandten; Schreiber: Alpunc (TF 721b).
f. 397 Ende des Kopialbuches mit runischer Subskription: „Amen. Erchanbertus ebs. Valeas vigeasve felix“. Lit.: Bischoff, Die süddeutschen Schreibschulen 1, 113.
f. 397v
Der Priester Oadalhart übergibt seinen Besitz zu Purfing („Purolfinga“, Gde. Vaterstetten, Lkr. Ebersberg) zu seinem Seelenheil dem Gotteshaus der hl. Maria zu Freising, wo der Bekenner Christi Corbinian mit seinem Körper ruht. Vereinbart werden sechs Denare Jahreszins, mit welchem sein Neffe Aodalhart jährlich dem Gotteshaus der hl. Maria getreuen Dienst leistet und den Besitz auf Lebenszeit zu seinem Unterhalt zur Bewirtschaftung erhält. Freising 853 (TF 740).
f. 398-399
Tradition der Bischofszeit Abrahams. Der Adelige Ratold, Priester, übergibt am Altar der hl. Maria in Freising Bf. Abraham und seinem Vogt Odalscalch seinen Besitz am Ort Puosing, am Fest Mariae Geburt; Erweiterung der Schenkung f. 398v (s.d.). - Nachtrag.
f. 398a
Einbindung eines Zettels über das Rechtsgeschäft der Adeligen Frau Hazacha, Witwe des Pilgrim, mit Graf Altmann und Bf. Egilbert in Anwesenheit ihrer Söhne (s.d.).
f. 399v
Textteil einer Schenkung von Besitz zu Zolling zur Zeit Bf. Gotschalks.

Zitierhinweis

Adelheid Krah: Cozroh-Codex (Hochstift Freising Archiv 1), Digitale Edition, in: Freisinger Amtsbücher; URL: https://freisingeramtsbuecher.bavarikon.de/Handschriften/Cozroh-Codex - Regesten (26. Mai 2024).